Die Legende von Eden und andere Visionen – Hrsg. von Helmuth W. Mommers

Da mir momentan die Zeit für ausführliche und sorgfältig redigierte Blogeinträge fehlt, hier mal eine alte Buchbesprechung aus dem Jahr 2005. Passt auch gerade zu meiner aktuellen Beschäftigung mit Kurzgeschichten. Im Thread “Empfehlenswerte Kurzgeschichten” auf SF-Fan.de stelle ich regelmäßig einzelne Kurzgeschichten vor. Hatte ganz vergessen, dass ich den Band besprochen habe.

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Seine erste Vision hatte Helmuth W. Mommers 2004 – nichts Geringeres, als die besten deutschen Science-Fiction-Kurzgeschichten des Jahres in einem Band herauszubringen. Und so erschien „Der Atem Gottes und andere Visionen 2004“. Sechs der Geschichten wurden für den Kurd Laßwitz Preis nominiert und fünf für den Deutschen Science Fiction Preis, den Karl Michael Armer dann für sich verbuchen konnte. Nun sind wir im Jahr 2005 angekommen, und es wird Zeit für neue Visionen. Mit „Die Legende von Eden und andere Visionen“ ist der zweite Teil der Anthologienreihe erschienen, und wieder haben zahlreiche deutsche Autoren ihre Visionen in Kurzgeschichtenform gebracht, um dem Leser einige vergnügliche, aber teilweise auch schockierende Lesestunden zu verschaffen.

Den Auftakt macht Reiner Erler – als Regisseur bekannt durch Filme wie „Die Delegation“ oder „Fleisch“ – mit einer Geschichte, die den wenig wohlklingenden Namen „An e-Star ist born“ hat. Hier schildert er seine Vision davon, wie Hollywoodregisseure in Zukunft mit ihren zickigen Stars verfahren könnten, indem sie sich mit Hilfe von Computern von den Starallüren unabhängig machen. Keine neue Idee, aber trotzdem nett erzählt, wenn auch nicht allzu spannend. Viel interessanter als die Idee des e-Stars sind die Konfrontationen zwischen dem Regisseur und seinem Produzenten – also typischer Hollywoodalltag.

Etwas heftiger geht es dann in Torsten Küpers „Spiegelbild des Teufels“ weiter. Eine Geschichte, in der nichts ist, wie es scheint, und die vom Missbrauch des Klonens durch böse Schurken erzählt. Lässt die Geschichte den Leser anfangs noch im Dunkeln, gewinnt sie doch mit jeder Einzelheit, die preisgegeben wird, schnell an Fahrt, und kann am Ende mit mehr als einer überraschenden Wendung aufwarten.

Nach dieser verzwickten Story bietet die sehr kurze Erzählung „Neulich im Garten Eden“ von Ernst Vlcek eine amüsante Erholung. In ironischem Ton erzählt er die Geschichte von Adam und Eva aus einer gänzlich neuen und interessanten Perspektive, durch die wir erfahren, wer im Garten Eden eigentlich aufräumt und den Rasen mäht.

Sehr kafkaesk geht es dafür in „Die fehlende Stunde“ von Tobias Bachmann zu. Eine Geschichte, die von ihrem Konzept her stark an Philip K. Dick und seine Stories erinnert. Ein Mann fährt mit der U-Bahn und stellt danach fest, dass ihm eine Stunde seiner Zeit fehlt. Auf zwei unterschiedlichen Ebenen, die trotzdem zusammenhängen, erzählt der Autor eine Geschichte, deren Ende zwar nicht wirklich originell ist, die aber aufgrund ihrer verschachtelten Erzählweise durchaus interessant ist.

Was wäre, wenn Deutschland vor der Machtergreifung der Nazis einen kleinen Teil von Amerika besitzen würde? Adolf Hitler würde sich dorthin auf Wahlkampftournee begeben. Begleiten würde ihn dabei ein junger Mann, der bis dato noch überzeugter Nazi ist. Dass dies aber nicht so bleiben würde, kann sich der Leser dann denken. Leider ist diese „Bekehrung“ auch der größte Schwachpunkt in der Geschichte, da sie einfach nicht glaubwürdig geschildert wird. So bleibt die Story „Hitler auf Wahlkampf in Amerika“ von Oliver Henkel weit hinter ihren Möglichkeiten zurück und zählt für mich mit zu den schwächeren Geschichten dieser Anthologie.

Sehr comichaft geht es danach in „Ausgleichende Gerechtigkeit“ von Frank Borsch weiter. Der Comicübersetzer erzählt von einer Welt, in der Fahrraddiebe durch rigorose Vergeltungsmaßnahmen bestraft werden, die von einer Art „Justice League“ vollstreckt werden – und zwar nach dem Motto „Auge um Auge und Zahn um Zahn“. Ein kurzweiliges Gedankenspiel über den Wert von Gerechtigkeit.

Der Inhalt von Thomas Thiemeyers „Materia Prima“ ist schnell erzählt: Ein Mann geht zum Psychiater, weil er glaubt, dass er von Außerirdischen entführt wurde. Leider gelingt es der Geschichte nicht, über die gängigen Klischees hinauszugehen. So bleibt eine langweilige Erzählung ohne wirklich interessante Ideen.

Ganz und gar nicht langweilig geht es in der herrlich sinnfreien Geschichte „Cosmo Pollite und der Zwischenfall im InterStellar Express“ von Andreas Winterer zu. Es ist eine lupenreine, an Satire grenzende Ballergeschichte, die an Bord eines Passagierraumschiffes spielt. In bester „Stirb Langsam«-Manier kommt es zum actionreichen Gefecht zwischen einer Horde revolutionärer Roboter und einem Gelegenheitsphilosophen, der Unterstützung von einer Art Sandwolke erhält.

„Planck Zeit“ von Michael K. Iwoleit fordert den Denkapparat des Lesesr schon um einiges mehr. In einer komplizierten Geschichte voll von theoretischer Physik beschreibt der Autor, wie ein Wissenschaftler mittels Mathematik das Ende der Welt, wie sie uns bekannt ist, voraussagt. Das ist zwar sehr anstrengend zu lesen, lohnt sich aber wegen der interessanten Auflösung.

Eine ähnlich anspruchsvolle Geschichte lässt der Titel „2 hoch 64“ von Marcus Hammerschmitt vermuten. Doch der Eindruck täuscht. Erzählt wird die Geschichte eines Insektensammlers, der es mit durchaus wehrhaften Insekten zu tun bekommt, die nicht länger gewillt sind, als Teil der menschlichen Sammelwut zu enden. Leider ist Story sehr kurz und wenig ausgearbeitet, so dass der erwartete „Aha-Effekt“ am Ende ausbleibt.

Die wohl provokanteste Geschichte der Anthologie liefert Andreas Gruber mit „Weit und Raus“. Hier geht es um eine Fernsehshow, die die primitivsten Gelüste des menschlichen Wesens anspricht: die Lust am Leid anderer. Die Kandidaten dieser Show sind so verzweifelt, dass sie für ein bisschen Geld bereit sind, ihr Letztes zu geben. Dabei wird auch nicht vor lebenswichtigen Körperteilen halt gemacht. Eine Fernsehshow, in der sämtliche moralischen und ethischen Vorstellungen gebrochen werden, indem der Mensch bis zum Letzten ausgebeutet wird. Eine Sendung, die sicher auch in unserer heutigen Zeit ihre Zuschauer finden würde. Aufgrund des provokanten Themas und der geschickten Inszenierung ist „Weit und Raus“ für mich die beste Geschichte dieser Anthologie.

Ziemlich verwirrend geht es in der Zeitreisegeschichte „Schätze der Zukunft“ weiter, in der die möglichen negativen Auswirkungen von Zeitreisen behandelt werden. Verwirrend ist die Story vor allem wegen der ständig wechselnden Protagonisten, die dafür sorgten, dass ich nicht wirklich verstand, worum es eigentlich geht. Hier wurde einfach Zuviel, in einen zu kurzen Text gepackt.

Zu guter Letzt kommt noch die titelgebende Geschichte „Die Legende von Eden“ von Frank W. Haubold. Hier werden zwei Sträflinge auf eine aussichtslose und gefährliche Mission geschickt, dabei aber über die wahren Hintergründe im Dunkeln gelassen. Während der Mission kommt es zu einer Begegnung der dritten Art, die das komplette Weltbild der beiden Sträflinge auf den Kopf stellt. Bis hier hin liest sich Story sehr kurzweilig und kann eine überraschende Wendung aufweisen. Was danach kommt, erinnert aber eher an ein Exposé zu einem Roman, der noch geschrieben werden muss – und meiner Meinung auch noch geschrieben werden sollte.

Zum Schluss möchte ich noch das tolle Titelbild von Thomas Thiemeyer loben, das die Anthologie zu einem richtigen „Eyecatcher“ macht.
„Die Legende von Eden und andere Visionen“ ist eine alles in allem gelungene Sammlung von deutschen Kurzgeschichten, die fast durchgehend ein hohes Niveau halten können, wobei die einzelnen Stärken und Schwächen der Geschichten hauptsächlich im Auge des Betrachters (also des Lesers) liegen. Denn handwerklich sind alle Geschichten einwandfrei und brauchen einen internationalen Vergleich nicht zu scheuen.
Es bleibt zu hoffen, dass es auch im nächsten Jahr weitere Visionen geben wird, denn gute deutsche Anthologien sind sehr selten.

Nach Band 4 wurde die Reihe leider wieder eingestellt und hat seitdem keinen adäquaten Ersatz erhalten.

Meine Lektüre im März 2015

14. Drew Chapman – Der Analyst
15. Carl Hiaasen – Affentheater
16. Michel Houellebecq – Unterwerfung
17. Nina Allan – The Race
18. Nnedi Okarafor – Lagoon
19. Clemens Meyer – Als wir Träumten
20. Andrej Rubanov – Chlorofilija
21. Kartin Harlaß (Hrsg.) – Handbuch Literarisches Übersetzen

Drew Chapman – Der Analyst

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Spannender Cyberthriller um einen genialen Finanzanalysten, der für die Regierung in den virtuellen Krieg ziehen soll. Sehr spannend, gut recherchiert, teilweise etwas zerfahren, aber der beste Thriller, den ich seit längerem gelesen habe.

Carl Hiaasen – Affentheater

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Humorvoller Krimi, in dem Hiaasen wieder einmal Florida mit seinen Bürgern und Geschäftsleuten auf die Schippe nimmt. Teilweise etwas vorhersehbar. Die Auflösung war mir schon von Anfang an klar, aber darum geht es bei diesem witzigen Buch auch gar nicht. Allein die Kontrollbesuche des zur Schabenpatrouille degradierten Ermittlers in einigen Lokalitäten, die selbst Christian Rach das Fürchten lehren würden, sind zum Schreien.

Michel Houellebecq – Unterwerfung

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Sehr kluges Buch über einen Literaturprofessor in der Midlife-Crisis, der dank des Wahlsiegs der muslimischen Partei vor eine Entscheidung gestellt wird, mit der er entweder seine Ideale verraten muss und ein schönes Leben führen kann, oder mit der er seinen Idealen treu bleibt und ein nicht ganz so schönes Leben führen kann. Kein islamfeindliches Buch, da es doch eine sehr gemäßigte Variante des Islams schildert, die es in ihrer Liberalität meines Wissens nach in keinem islamischen Land in dieser Form gibt. Insofern sogar eine Utopie, die einem Atheisten wie mir aber immer noch zuwider ist. Das Buch ist recht sperrig geschrieben, und wird sicher viele Leserinnen enttäuschen, die kontroverse Islamkritik erwarten.

Nina Allan – The Race

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Ein sperriger und unzugänglicher, aber auch hervorragender Mosaikroman, der teils in unserer Welt und teil in einer etwas anderen Version/Zukunft unserer Realität spielt. Sehr einfühlsam und eindrucksvoll geschrieben. Was den Inhalt angeht, versuche ich erst gar nicht, ihn hier wiederzugeben. ;)

Nnedi Okarafor – Lagoon

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Alien landet in Afrika und sorgt für eine Menge Aufregung. Nicht der Action-B-Movie-Roman, den ich durch die Verweise auf District 9 erwartet habe. Vielmehr ein literarischer SF-Roman, der auch afrikanische Mythen mit einbringt. Sehr entspannt und unterhaltsam erzählt. Wird aber nicht einfach zu übersetzen sein, da es viele Dialoge in Pidgin-Englisch gibt.

Clemens Meyer – Als wir träumten

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Starker und authentisch wirkender Roman über eine Jugend unter sozial schwierigen Verhältnissen in Leipzig vor und nach der Wende. Ist nicht chronologisch erzählt, Meyer springt in der Timeline hin und her, so dass man sich oft selbst erschließen muss, wo man sich gerade befindet; hält die Geschichte aufgrund vieler Andeutungen darüber, was mit wem so passiert war, spannend. Ein trostloses Porträt einer Generation, der es nie ganz gelungen ist, sich im Leben zurechtzufinden. Hier wird keine stringente Geschichte erzählt, vielmehr gibt es episodische Momentaufnahmen ohne große Erklärungen und Rückblenden. Zeigt auch, was für ein Schweinesystem (nichts gegen Schweine!) die DDR gewesen ist. Wenn ich da an das Schicksal von Rico denke. Ich finde das Buch großartig.

Andrej Rubanov – Chlorofilija

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Leben im zukünftigen Moskau im Schatten der Halme. 300 Meter hohe Grashalme stehlen den Moskauern plötzlich die Sonne, was dazu führt, dass sie ihr Leben in Hochhäuser verlagern; die Nummer des Stockwerks spiegelt den sozialen Status wieder. Angenehm unaufgeregt erzählte Zukunftsvision, die stark von den Strugazkis beeinflusst ist. Mit einigen gruseligen modischen Einfällen, wie z. b. rotem Zahnlack.

Kartin Harlaß (Hrsg.) – Handbuch Literarisches Übersetzen

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Ausgezeichnetes Handbuch für Berufseinsteiger, aber auch erfahrene Übersetzer, die nicht in der bewährten? Routine erstarren möchte. Enthält viele wichtige Tipps und Ratschläge über formelle Angelegenheiten, geht teilweise aber auch in die Textarbeit. Die Quintessenz zur Frage »Wie bekomme ich als Übersetzer Aufträge?«, lautet: Kontakte, Kontakte, Kontakte plus Zufall. (Ich werde es noch ausführlich vorstellen.)

Pornographische Netzstreifzüge

Simon Danczuk MP has watched porn – why should we care? – (auf Guardian.com) In Großbritannien scheint man sich darüber aufzuregen, dass sich ein Mitglied des Parlaments Pornos angesehen hat. Früher war es ein Skandal, wenn selbsternannte Moralapostel in hohen Ämtern gegen Prostitution und Sittenverfall wetterten und sich dann selbst mit Edelnutten erwischen ließen. Wenn Präsidenten Oralverkehr mit der Praktikantin hatten, oder Bunga Bunga mit Minderjährigen feierten. Heute reichte es schon aus, Pornos zu gucken.

Das scheint mir symptomatisch zu sein, für eine Zeit, in der sich eine Hysteriekultur ausbreitet, die kaum noch Grenzen zu kennt. Kinder werden in abgedunkelten Schulen eingesperrt, damit sie nicht von der finsteren Sonne zu Asche verbrannt werden. Es geht eine Wissenschafts- und Medizinfeindlichkeit um, die jeglicher Vernunft und Rationalität entbehrt und dem Irrglauben anhängt Masernimpfungen seien schlimmer als die Krankheit selbst. Im Internet verbreiten sich die abstrusesten Verschwörungstheorien, selbst unter Menschen, die ich eigentlich für vernünftig und intelligent halte.

Die sensationsgeile, Hysterie verbreitende Medienberichterstattung tut dazu ihr Übriges und sorgt dafür, dass der komplette Journalismus für tot erklärt wird und viele Menschen selbst seriösen, investigativen und gut recherchierten Artikeln keinen Glauben mehr schenken.

Das gab es natürlich auch schon früher in der einen oder anderen Form, aber ich habe den Eindruck, dass die Welt um mich herum immer bekloppter wird.

Laurie Penny on the porn debate: the genie of unlimited filth is out of the bottle and no law can stop us polishing our lamps – (Auf Newstatesman.com) Die Feministin Laurie Penny sieht die Pornodebatte etwas pragmatischer. Im Blame-Game ist jetzt die Pornografie wieder an der Reihe und wird unter anderem für die Ermordung eines jungen Mädchens verantwortlich gemacht.

I do not want to live in a world where the government and a select few conservative feminists get to decide what we may and may not masturbate to, and use the bodies of murdered women or children as emotional pawns in that debate.

Dem kann ich mich nur anschließen. Obwohl wir in einer aufgeklärten und relativ liberalen Zeit leben, werden die Attacken und Eingriffsversuche konservativer Wertevertreter gegen den Schutz der Privatsphäre immer aggressiver und massiver. Vielleicht auch gerade deswegen.

In Großbritannien wollen Schulen jetzt der Polizei melden, wenn Kinder GTA oder Call of Duty spielen. Das muss man sich mal vorstellen. Da wollen Pädagogen, die zum Schutz und zur Ausbildung unserer Kinder da sind, jene als potenzielle Amokläufer bei der Polizei denunzieren, nur weil man von ihnen vermutet, dass sie Computerspiele mit etwas härterem Inhalt spielen! Wenn das mal keine hysterische Reaktion von Menschen ist, die eigentlich mit besonnenem Vorbild vorangehen sollten.

Schulen wollen der Polizei melden, wenn Kinder »GTA« oder »Call of Duty« spielen  (auf derStandard.at)

Phantastische Netzstreifzüge 41

Da ich aktuell, dank guter Auftragslage (mit einer Romanübersetzung und TV-Dokus), ein wenig im Stress bin, wird es hier in den nächsten Wochen etwas ruhiger zugehen. Demnächst folgt noch ein Artikel mit Kurzkritiken zu meiner Lektüre im März.

How Terry Brooks Saved Epic Fantasy – Aidan Moher mit einem ausgezeichneten Artikel darüber, wie Terry Brooks die epische Fantasy gerettet haben soll. Die Argumentation ist meiner Meinung nach gar nicht so abwegig. Brooks hat in Deutschland nie den gleichen Status erreicht, wie in den USA. Er wurde schnell als Tolkien-Plagiator abgetan, was er mit seinem ersten Buch Das Schwert von Shannara (das in Deutschland auf drei Bände! gesplittet wurde) auch war. Ab Die Elfensteine von Shannara soll er aber seine eigene Stimme gefunden haben, was ich nicht beurteilen kann, da ich nach dem »Schwert« ausgestiegen bin. Ein Wiedereinstieg ist aber bereits geplant. Der Artikel äußert sich aber durchaus kritisch zu Brooks, vor allem darüber, dass er immer noch auf die alten schwarz/weiß-Klischeerollenmuster besteht. In Deutschland ist Brooks inzwischen fast völlig von der Bildfläche verschwunden (ähnliche wie auch Raymond Feist, der verstorbene Dave Edding und einige andere Fantasystars der 80er und 90er).

The Completist: Patricia McKillip’s RIDDLE-MASTER Trilogy – Kürzlich habe ich hier den ersten Band der Trilogie besprochen, jetzt widmet sich Rob H. Bedfort auf SF-Signal dem gesamten Werk und stellt heraus, was es so besonders macht.

Sword and Sorcery: A More Intimate Fantasy – Ebenfalls auf SF-Signal äußert sich Fantasyautor Seth Skorkowsky dazu, was Sword-and-Sorcery in der Fantasy für ihn so besonders macht. Ich kann ihn gut verstehen. Bei mir ging es zwar dank Raymond Feist mit epischer Fantasy los, aber direkt darauf folgten auch schon Autoren wie Michael Moorcock und Karld Edward Wagner. Heutzutage vermisse ich die klassiche Sword and Sorcery ein wenig. Für Lesetipps in die Richtung bin ich sehr dankbar. Vielleicht sollte ich Skorkowsky mal ausprobieren.

VIDEO: Male Authors on Feminism in the SFF Genre – Auch auf SF-Signal gefunden: Ein kurzes Video von Open Road Media, in dem sich Autoren wie Samuel R. Delany, Ian McDonald, Joe Haldeman und einige andere über Science-Fiction- und Fantasyautorinnen äußern.

Coelho Neto, ein brasilianischer Autor unheimlicher Phantastik – Auf Phantastikon gibt es einen interessanten Artikel von Franz Rottensteiner über Coelho Neto, von dem auch Sachen ins Deutsche übersetzt wurden. Finde ich klasse, dass hier mal ein brasilianischer Autor vorgestellt wird, der Phantastik geschrieben hat.

Rundschau: Eine Welt ist nicht genug – Und zu guter Letzt bleibt noch zu erwähnen, dass die neue Rundschau von Josefson da ist, in der er wieder einen interessanten Mix aus phantastischer Literatur vorstellt. Die Maschinen habe ich schon im Original gelesen. Im SF-Netzwerk findet dazu gerade ein Lesezirkel statt. Ansonsten interessiert mich noch auf jeden Fall Year’s Best Weird Fiction und eventuell Das Gleismeer. Seine Besprechung von Die vergessene Kammer zeigt beispielhaft, wie ein falscher Klappentext interessierte Leser in die Irre führen kann, was aber nicht immer etwas Schlechtes sein muss. Bisweilen erlebt man dabei auch positive Überraschungen.

Abbitte – Rechtschreibfehler im Blog

Ich wurde von einem freundlichen Leser darauf hingewiesen, dass es in meinen letzten Blogeinträgen vor Rechtschreibfehlern nur so wimmelt (gilt wohl vor allem für den Beitrag über empfehlenswerte Übersetzerinnen und Übersetzer, im Kurzgeschichtenartikel ist mir jetzt nichts Gröberes aufgefallen). Dafür möchte ich meine Leserinnen und Leser um Entschuldigung bitten (ich bin selbst schockiert über die groben Schnitzer in diesem Beitrag und habe ich sie inzwischen verbessert).

Für jemanden, der sein Geld mit dem Verfassen von Texten verdient, geht das natürlich gar nicht. In der letzten Zeit habe ich einen langen Text nach dem anderen rausgehauen, ohne dabei allen Beiträgen die nötige Sorgfalt zu widmen. Früher habe ich einen verfassten Text immer einen Tag ruhen lassen und ihn dann noch einmal sorgfältig Korrektur gelesen. Das habe ich in letzter Zeit leider schleifen lassen.

Das wird sich hier in Zukunft wieder ändern. Lieber etwas weniger Masse, aber dafür sorgfältig verfasste, fehlerfreie Texte, an die ich mit demselben Anspruch herangehe, wie an meine Übersetzungen. Die ich vor Abgabe natürlich mehrfach Korrektur lese.

Für die Einträge hier im Blog werde ich zwar nicht bezahlt, aber das heißt natürlich nicht, dass ich die Texte einfach so hinschludern kann. Meine (teils treuen) Leserinnen und Leser haben natürlich einen Anspruch darauf, möglichst fehlerfreie Texte zu lesen. Und wenn ich meinen Blogeinträgen nicht die gleiche Sorgfalt widme wie meinen Übersetzungen, dann kommt das eigentlich einer Geringschätzung meines eigenen Blogs gleich, der ja auch eine Werbeplattform für meine Person ist.

Vielleicht wäre es taktisch klüger, die Fehler einfach stillschweigend zu verbessern, aber mit diesem Beitrag hier möchte ich auch zeigen, dass ich durchaus selbstkritisch bin, dass offene Kritik an meinen Texten hier bei mir willkommen ist, dass ich ständig daran arbeite, mich zu verbessern und ich bemüht bin, nicht in Routinen zu verfallen, die der Qualität meiner Texte abträglich sind.

 

Kleiner Nachtrag: Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass es nicht darum geht, dass ich nicht wüsste, wie die Wörter geschrieben werden, sondern um Tipp- und Flüchtigkeitsfehler, die beim schnellen Verfassen (ich tippe sehr schnell) entstehen und die ich dann mangels eines sorgfältigen Korrekturdurchgangs im Text gelassen habe.

 

Ein Plädoyer für die übersetzte phantastische Kurzgeschichte

Ich bin jetzt selbst nicht der größte Kurzgeschichtenleser vor der Herrin, aber trotzdem weiß ich anspruchsvolle, originelle und mitreißende Kurzgeschichten sehr zu schätzen. Für deutschsprachige phantastische Kurzgeschichten gibt es vielfältige Veröffentlichungsmöglichkeiten in Magazinen wie Nova, Zwielicht, der CT z. B. oder in den unzähligen Anthologien, die jährlich in deutschen Kleinverlagen wie pmachinery oder Begedia erscheinen.

Für Kurzgeschichten aus anderen Sprachen sieht es da eher schlecht aus. Im Januar habe ich eine von Lavie Tidhar übersetzt, die im Magazin Phantastisch in der Aprilausgabe erscheinen wird. Das Problem: die Phantastisch konzentriert sich vor allem auf Sachartikel und Interviews, so dass für eine Kurzgeschichte wenig Platz bleibt, sie sollten in der Originalfassung nicht länger als maximal 1.400 Wörter sein. Und wie ich in den letzten Tagen feststellen musste, ist es gar nicht so einfach, so kurze Kurzgeschichten zu finden.

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Im Dezember habe ich eine großartige Kurzgeschichte von Aliette der Bodard übersetzt, die in der nächsten Ausgabe des Magazins Phase X erscheinen wird. Vor einigen Jahren schon einmal für das gleiche Magazin die tolle Kg Im Angesicht Gottes fliegen von Nina Allan. Diese beiden Kurzgeschichten sind literarisch das Beste, was ich bisher übersetzen durfte. Ich fand es großartig, dass ich die Möglichkeit bekam, diese beiden Geschichten zu übersetzen, aber es ist eigentlich auch eine Schande, da sie kaum jemand lesen wird. Wer kennt schon Phase X (no offense), und vor allem wer liest es. Ich vermute mal frei aus der Luft heraus gegriffen, dass von den letzten beiden Ausgaben, nicht mehr als je 50 Exemplare verkauft wurden (Guido möge mich eines Besseren belehren :) ). Phase X erscheint zu unregelmäßig und ist thematisch zu breit gefächert. Auch hier dominieren die Sachartikel.

Was fehlt ist ein deutsches Magazin oder ein Jahrbuch, das regelmäßig ausschließlich phantastische Kurzgeschichten in deutscher Übersetzung veröffentlicht. So etwas gab es mal mit dem Heyne Science Fiction Jahresband. Der meines Wissens im Jahr 2000 das letzte Mal erschienen ist.

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Warum? Weil kein Mensch Kurzgeschichten liest! Bis auf Kurzgeschichtenautoren (wenn überhaupt). So zumindest die landläufige Meinung. Und Kurzgeschichtenanthologien haben sich in den letzten beiden Jahrzehnten offenbar nicht so gut verkauft.

Ein kurzer Einschub:

Kurzgeschichtenband = Kurzgeschichtensammlung eines einzigen Autors.
Kurzgeschichtenanthologie = Kurzgeschichtensammlung mit mehreren Autoren.

Kurzgeschichtenbände funktionieren von Zeit zu Zeit noch, die beiden von Ted Chiang laufen sehr gut. Und der Verlag bringt auch weiterhin fleißig neue raus, wie z. B. von Geof Rymann und Kij Johnson. Bei Heyne erscheinen zumindest einige Klassiker wie z. B. von Phillip K. Dick, Robert Scheckley oder Cordwainer Smith.

Aber muss man immer warten, bis eine Autorin genügend Geschichten für einen ganzen Band zusammen hat und Klassiker-Status genießt? Kann man die nicht zeitnah bringen?

Im englischsprachigen Raum gibt es zahlreiche Kurzgeschichtenmagazine, wie z. B. Interzone, Clarkesworld, Strange Horizons, F&SF, Analog uvm. Wobei einige nur online erscheinen und teilweise auch Sachtexte enthalten, aber alle veröffentlichen im Jahr eine nicht unbeträchtliche Zahl an teils hervorragenden phantastischen Kurzgeschichten bekannter und weniger bekannter Autorinnen und Autoren.

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Das ist aber noch nicht alles. Die besten dieser Geschichte erscheinen einmal im Jahr in verschiedenen Jahresanthologien wie z. B. The Year’s Best Science Fiction von Gardner Dozois, The Best Science Fiction and Fantasy of the Year von Jonathan Strahan und The Best Horror of the Year von Ellen Datlow (so ähnlich wie Michael Schmidt es mit deutschsprachigen Horrorgeschichten in Zwiellicht Classic versucht)..

Ob das wirklich die besten Kurzgeschichten des Jahres sind, ist sicher diskussionswürdig, aber zumindest erhält man in diesen Anthologien geballte phantastische Kurzgeschichtenqualität. Also das, was Wolfgang Jeschke auch bei Heyne bis 2000 rausgegeben hat.

Während der phantastische Buchmarkt immer noch zu einem großen Teil (wenn auch nicht mehr so wie früher) im Romanbereich von englischsprachigen AutorInnen dominiert wird, sind Freunde der gepflegten Kurzgeschichte auf deutschsprachige Autoren (die sicher nicht schlecht sind) oder auf die Originalfassung angewiesen.

Eine Schande. Denn während sich viele Autorinnen in der Langform noch teilweise (aus Gründen der Verkäuflichkeit) an Genrekonventionen, Lesegeschmäcke und Vorgaben der Verlage halten, lassen sie in der Kurzform ihrer Kreativität und Experimentierfreude freien Lauf. Und gerade diese phantastischen Perlen werden dem deutschen Buchmarkt (immerhin der größte nach dem englischsprachigen) vorenthalten.

Zeit, dass sich das ändert!

Das Problem:

Für große Verlage wie Heyne lohnen sich die Verkaufszahlen von Kurzgeschichtenanthologien nicht. Unter Wolfgang Jeschke war dies wohl noch möglich, weil er die Bände quer finanzieren konnte, was heute wohl nicht mehr so einfach möglich ist.

Und kleine Verlage können sich die Übersetzungen nicht leisten. Golkonda ist gut genug in der Branche vernetzt, um Leute zu finden, die die schmalen Kurzgeschichtenbände mit 100 bis 300 Seiten für wenig bis gar nichts übersetzen. Bei den anderen Kleinverlagen sieht es da schon schwieriger aus, die konzentrieren sich auch lieber auf die deutschen Autoren.

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Was kann man tun?

Meiner Meinung nach wäre so ein Projekt mit den besten internationalen oder zumindest englischsprachigen phantastischen Kurzgeschichten in einem Jahresband ideal für das 2016 neu startende Science Fiction, Fantasy und Horror-Programm von Fischer Tor. Das wird natürlich kein Buch werden, das hohe Verkaufszahlen einbringt, aber es würde einiges an Prestige bringen, und das ambitionierte Programm, an das man ja mit einigem Anspruch herangeht, abrunden und sich von den Einheitsbreiprogrammen der anderen Publikumsverlage abheben. Also Hannes, wie sieht es aus? ;)

Die Alternative wäre, einen Kleinverlag suchen, der das Risiko eingehen würde. Schwierig würde es werden, genügend ÜbersetzerInnen zu finden. Ansonsten könnte man es noch mit Crowdfounding versuchen, wobei ich die Erfolgsaussichten dabei sehr gering einschätze.

Andreas Eschbach hatte mal mit Eine Trillion Euro europäische Kurzgeschichten in einer ambitionierten Anthologie bei Bastei/Lübbe herausgebracht. Äußerte aber im Nachhinein, dass er so etwas nie wieder machen würde. Dass es ihm trotz aller Anstrengungen und Hindernisse gelungen ist, hängt sicher auch mit seinem bekannten Namen zusammen.

Hier bräuchte es jemanden, der sowohl in der Phantastikszene als auch in der Buchbranche gut vernetzt ist, um ein solches Projekt zu stemmen. Beides bin ich nicht. Und ich bin auch kein Macher. Ich bin höchstens ein Mitmacher, aber keiner, der so etwas auf eigenen Schultern trägt. Dazu bin ich zu wenig Netzwerker.

Für ein solches Projekt muss man brennen, man muss Mitstreiter werben können und mit seinem Enthusiasmus anstecken können. Gleichzeitig muss man die Zahlen im Auge behalten, einen Blick dafür haben, was realistisch ist und was Wunschdenken.

Aber trotz aller Bedenken bin ich der Meinung, dass es an der Zeit ist, es noch einmal mit einem solchen Projekt zu versuchen. 15 Jahre sind seit der Einstellung des Heyne Science Fiction Jahresband vergangen. Zwischenzeitlich hatte man mit Pandora versucht, anspruchsvolle internationale Kurzgeschichten und Sachartikel auf hohem Niveau in einem regelmäßig erscheinenden Band zu veröffentlichen. Leider wurde das Projekt nach vier Bänden eingestellt. Ich würde es aber auch mit einem rein aus Kurzgeschichten bestehenden Band versuchen, damit nicht jene abgeschreckt werden, die sich für Artikel nicht interessieren.

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Was müsste man dafür tun?

Man müsste natürlich den englischsprachigen Kurzgeschichtenmarkt (eine andere Sprache beherrsche ich nicht ausreichend) im Auge behalten. Wenn man nicht jedes Magazin mit jeder Ausgabe lesen möchte, ist das Locus-Magazin mit seinen monatlichen Kurzgeschichtenbesprechungen ein guter Anhaltspunkt. Und natürlich die schon oben erwähnten Jahresanthologien.

Man müsste genügend ÜbersetzerInnen bei der Hand haben, die bereit sind, für wenig bis gar kein Honorar zu übersetzen. Was bei einer Printerscheinung sicher noch einfacher ist, als bei einer reinen Online- oder E-Book-Publikation.

Man müsste einen guten Grafiker für das Titelbild kennen. Lektorinnen und Korrekturleser. Jemanden, der den Satz macht. Jemanden, der den Umschlag gestaltet.

Würde ich so etwas machen, ich hätte den Anspruch, dass es ungefähr den Standard von dem entspricht, was Golkonda veröffentlicht. Denn wenn man so etwas schon in Angriff nimmt, dann sollte man es auch richtig machen.

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Ich vermute, dass man an die Rechte für die Kurzgeschichten in den meisten Fällen recht günstig herankommt. Für jene Autoren, die schon Romane auf Deutsch veröffentlichen, ist es gute Werbung. Für jene, die noch nicht auf Deutsch veröffentlicht wurden, eine gute Möglichkeit, Aufmerksamkeit (für ihre Romane) zu erregen.

Und warum nicht mal einen Band mit den berühmtesten bzw. besten Kurzgeschichten aller Zeiten? Alle jene Geschichten, die im Staub vergangener Jahrzehnte versunken sind. Die man sich mühsam aus den einzelnen Kurzgeschichtenbänden der Autoren zusammensuchen muss.

Mit den neuen Phantastikprogrammen von Knaur und Fischer Tor soll im nächsten Jahr ein frischer Wind auf dem phantastischen Buchmarkt wehen. Ich habe einen gewissen Einblick in das erhalten, was man bei Fischer plant – Klassiker ebenso wie aufregende Neuerscheinungen. Das wäre doch auch eine gute Gelegenheit, einige kurze, kräftige Böen in Kurzgeschichtenform auf den Markt zu bringen, um die ganze Bandbreite des Genres abzudecken. Dabei geht es mir nicht darum, den deutschsprachigen Kurzgeschichten ihre Nische abzugraben, sondern das Genre zu bereichern. Eine Anthologie pro Jahr würde sicher niemandem weh tun.

Nachtrag: Von einem aufmerksamen Leser wurde ich darauf hingewiesen, dass Golkonda tatsächlich eine Art Best-of von SF-Geschichten plant:

Science Fiction Hall of Fame 1

Herausgegeben von Robert Silverberg

Die erste Hälfte dieser legendären Anthologie umfasst die besten SF-Erzählungen aus den Jahren 1934 bis 1948. Dabei reicht das Spektrum von Highlights der 1930er Jahre (Stanley G. Weinbaum, John W. Campbell) bis zu den maßgeblichen Meisterwerken der 1940er Jahre (Robert A. Heinlein, Isaac Asimov). Jede einzelne dieser Geschichten ist ein Juwel, das bis heute nichts von seinem Glanz verloren hat.

Quelle: http://golkonda-verlag.de/cms/front_content.php?idart=608

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