Dienstag 28. Februar Campinas/Brasilien

Heute ist Feiertag, deshalb sind auch immer noch viele Familienmitglieder im Haus. Bis 15.00 Uhr habe ich nicht viel mehr gemacht, als zu lesen. Dann haben wir damit angefangen, die Plakate zu malen (siehe letzter Eintrag). Eine Arbeit, auf die ich wirklich überhaupt keine Lust hatte, denn 30 Plakate sind viel Arbeit. Glücklicherweise haben uns einige Familienmitglieder geholfen. Insgesamt waren wir neun Leute, wofür sehr dankbar bin. Denn so war die Arbeit ziemlich schnell gemacht.
Danach ging es zum Eisessen in einem dieser tollen Selbstbedienungseisläden, wo wir alle kräftig zugeschlagen haben.

Zugegeben, ein recht langweiliger Eintrag, den ich der Vollständigkeit halber trotzdem poste. Ab Dienstag wird es wieder interssanter.

Montag 27. Februar 2006 Campinas/Brasilien

Trotz Karneval sind wir bereits vor 9.00 Uhr aufgestanden, um uns in Oziel mit dem Canario zu treffen. Dort angekommen haben wir in seinem Büro seinen „Stellvertreter“ und fünf Kinder angetroffen. Mit ihnen zusammen haben wir ein wenig im Internet gesurft und uns gegenseitig Fotos von Deutschland bzw. Brasilien gezeigt. Währenddessen hat der Canario mit Corinta telefoniert, die zusagte, sich mit uns um 16.00 Uhr zu treffen. Da wir zum diesem Zeitpunkt erst 11.00 Uhr hatten, konnten wir uns schon einmal auf einen langen Tag einrichten, doch wir ahnten noch nicht, wie lange er noch werden sollte.

In der Zeit bis 16.00 Uhr sind wir zu PAF (dem Jugendzentrum), um uns mit Adailton zu unterhalten. Gegen 15.00 Uhr sind wir in einen Supermarkt gegangen um unser Mittagessen (Almocar) einzukaufen. Thomas hätte nicht erwartet, dass ein Supermarkt (Mercador) in einer Favela so gut ausgestattet ist. Man sah aber schon, dass es sich teilweise um Ausschussware handelte. Mit Hühnchen und Bohnen ging es dann weiter zu Isabella, der Mutter von Bruno, eines der Kinder aus dem „Fenster zur Welt“-Projekt. Da es im PAF an diesem Tag kein Wasser gab, hat sie uns bei sich zu Hause Mittagessen gemacht. Natürlich Fejao (Reis mit Bohnen) und Spaghetti mit Hühnchen. Überrascht hat mich die Sauberkeit in Isabellas Haus, die man gar nicht in den von Müll umsäumten Häusern erwartet. Es handelt sich um ein kleines gemauertes Haus mit einem Blechdach und vier bis fünf Zimmern inklusive Küche und Bad. Nicht viel für eine vier- bis fünfköpfige Familie. Aber gemütlich eingerichtet mit Couch, Fernseher und einer weißen Maus, die für einen Hamster gehalten wird, und deshalb ein Hamsterrad besitzt. Mit 27 Jahren ist die nicht sehr gesprächige Isabella schon Mutter von drei Kindern, im Alter von 8, 10 und 12 Jahren. Ein Trend, der typisch für die Favela ist.

Während wir gegessen haben, sind der Canarion, Corinta und Wanderley eingetroffen. Corinta meinte, wir sollen für das Essen bezahlen, doch Adailton und Isabella wollten davon nichts wissen. Thomas meinte, ich solle trotzdem 10 Reais auf den Tisch legen. Allerdings haben die beiden das gesehen, und es entstand eine peinliche Situation. Dadurch habe ich den Eindruck bekommen, dass Corinta, obwohl sie viel mit Oziel zusammenarbeitet, sich nicht wirklich in die Lage der Leute versetzen kann und nicht ihre Gefühle und ihren Stolz versteht.

Nach dieser peinlichen Episode haben wir uns dann an der Ping-Pong-Platte vom PAF zusammengesetzt, um unsere weiteren Pläne zu besprechen. Am Ende wurde entschieden, dass wir drei Gruppen bilden: von 10-12, 13-16 und 17-25 Jahren. Um Kinder für dieses Projekt zu finden, werden wir sie mit Plakaten einladen. Corinta bestimmte, dass wir noch 30 Plakate malen sollten, natürlich selber und noch am selben Abend. Aufgehängt werden sollen sie dann am Mittwoch. Außerdem hatte Wanderley noch die glorreiche Idee, dass wir mit dem Canario in seinem VW Bus rumfahren sollen, um über Lautsprecher die Einladung vorlesen, damit die Leute auch merken, dass wir echte Deutsche sind.

Einen kleinen Disput gab es nur bei der Alterseinteilung für die Gruppen, da der Canario der Meinung ist, dass Jugendliche ab 18 Jahren Erwachsene sind und nicht mehr „Jovens“(Jugendliche). Am Ende gab er aber doch nach.
Nach der Besprechung ging es dann weiter zum Einkaufen mit Corinta und Wanderley. Im „Campinas Shopping“ kauften wir 30 Plakate und einige Stifte. Danach fuhren wir weiter zu Corintas Wohnung, wo es dann mit einigen brasilianischen Käsebällchen an die Arbeit ging. Es dauerte allerdings eine ganze Weile bis Corinta und Wanderey sich auf einen Entwurf einigen konnte.

In die Wohnung kam auch noch Chris. Es war inzwischen 21.00 Uhr. An dieser Stelle muss ich sagen, dass ich Corinta und Wanderley sehr dankbar dafür bin, dass sie sich an einem Feiertag die Zeit genommen haben, in die Favela zu kommen, um uns bei unserem Projekt zu helfen. Allerdings schießt sie manchmal über das Ziel hinaus. Denn sie hat uns gar nicht erst gefragt, ob wir die Plakate noch heute Abend machen wollen. Denn dadurch, dass wir seit 9.00 Uhr in Oziel waren, sind wir auch ziemlich müde gewesen. Um 22.00 Uhr haben wir dann entschieden, dass es genug ist, und sind gefahren. Die Plakate wollen wir dann morgen fertigmachen.

Freitag 24. Feb. 2006 Campinas/Brasilien

Heute bin ich schon um 8 Uhr aufgestanden, um mit Lea und Thomas nach Parque Oziel zu fahren. Es war gar nicht so einfach an der richtigen Stelle auszusteigen, da in Oziel alles gleich aussieht – überall der gleiche Müll, außerdem hat der starke Regen in der Nacht die Straßen verändert.

Nach kurzem Hin und Her sind wir aber doch am richtigen Gebäude angekommen. Von dort führte uns ein junges aufgewecktes Mädchen (Esstella) zum Büro des Canario, wo wir Alessandra und Oliver trafen. Alessandra arbeitet für ein Institut in São Paulo , und führt das von Maria Benites entwickelte Projekt „Janela para do mundo“ aus. Per Internet verabreden sich Kinder aus Brasilien, Deutschland und Spanien, um über Livecam miteinander zu kommunizieren. Nur heute hat das Internet leider nicht funktioniert. Dafür durften die sechs Kinder mit Olivers Kamera einen Film über Oziel drehen. Im Zuge dieser Dreharbeiten kam es zu einem Fußballmatch zwischen Deutschland und Brasilien. Ich muss sagen, wir haben uns wirklich tapfer geschlagen. Aber der quirligen Übermacht der kleinen Brasilianer war kaum beizukommen. Glücklicherweise hatten sich zwei brasilianische Kinder bereiterklärt für Deutschland zu spielen, so dass am Ende eine ausgeglichene Partie zu Stande kam.
Mit durchschwitztem T-Shirt ging es dann weiter zum Gemeindezentrum?, wo wir direkt mit Ping-Pong weiter machten.

Danach gab es dann Mittagessen. Man mag es kaum glauben – Bohnen mit Reis. Während des Essens kam es dann zum kulturellen Austausch zwischen uns und dem Canario und seinen Mitarbeitern. Hauptsächlich ging es natürlich um Fußball aber auch um Boxen und Formel 1.

Nach dem Essen machte der Canario dann die große Führung mit uns. Zuerst stellte er uns einigen Bewohnern Oziels vor. Dann ging es weiter zu einer kleinen grünen Oase in all diesen mit Müll übersäten Baracken. Dort bauen die Bewohner Oziels verschiedene Früchte und Gemüse an. Natürlich zeigte der Canario uns jedes Einzelne von ihnen. Begleitet wurden wir auf unserer Tour von einer Schar fröhlicher Kinder, die uns bereitwillig und stolz ihre Umgebung und ihr Zuhause zeigten.

Besonders beliebt ist bei den Bewohnern von Oziel das Zuckerrohr, aus dem auch der Alkohol (Ethanol) für die Autos gewonnen wird. Der Zuckerrohr wird roh gelutscht und dann wieder ausgespuckt, und ist natürlich ziemlich süß. Die Führung war wegen der Hitze sehr anstrengend.
Danach ging es dann mit dem Bus zurück nach Campinas.

Nachtrag: Was wir nicht wussten, ist, dass der Canario uns auf dieser Tour auch allen wichtigen Personen von Parque Oziel vorgestellt hat, damit wir keinen Ärger bekommen würden, wenn wir danach allein in Oziel unterwegs waren. Den nächsten Tagebucheintrag gibt es am 27. Februar.

23.02.2006 Campinas/Brasilien

Da in Brasilien noch Ferien waren, mussten wir die ersten beiden Wochen noch „Urlaub“ machen. Diese Zeit nutzen wir vor allem, um uns mit der Sprache vertraut zu machen. Dies führte auch zu unseren ersten ernsthaften Bedenken bezüglich der Durchführbarkeit unseres Projektes. Denn nach zwei Wochen in Brasilien mussten wir feststellen, dass unser Portugiesisch miserabel war. Dementsprechend schwer gestaltete sich auch der erste telefonische Kontakt mit Corinta Geraldi. Corinta ist die ehemalige Bildungsministerin von Campinas und unsere Kontaktperson zur Favela Parque Oziel. Soleilla meisterte dieses Telefongespräch mit Bravur, nachdem Thomas und ich uns davor gedrückt hatten.

Als es dann von Sao Paulo nach Campinas ging, wurden wir von Daniel – einem Mitglied von Thomas Gastfamilie – begleitet. Er hat uns sehr dabei geholfen, die Wohnung von Corinta zu finden. Dort wurden wir von Prof. Corinta Geraldi und ihrem man Wanderley Geraldi herzlich empfangen. Thomas kam direkt in seine Gastfamilie während Soleilla und ich noch drei weitere Tage die Gastfreundschaft der Geraldis genießen konnten. Wie die meisten Brasilianer sprachen die Geraldis kein Englisch, was die Verständigung teilweise sehr anstrengend machte (überall im Haus wurdne gelbe Post-Its mit den portugiesischen und deutschen Bezeichnungen der beklebten Gegenstände angebracht). Corinta hatte auch bedenken, uns mit unseren mageren Sprachkenntnissen so bald nach Parque Oziel zu schicken. Doch durch unseren engen Zeitplan blieb uns keine andere Wahl. Nach einigen Tagen in unseren Gastfamilien, in denen wir unsere Sprachkenntnisse schon ein wenig verbessern konnten, ging es nach Parque Oziel. Im Folgenden werde ich unsere ersten Tage in der Favela durch meine Tagebucheinträge schildern, da ich denke, dass so meine ersten Eindrücke authentischer wirken.

Der Blick aus der Penthousewohnung der Geraldis auf Campinas. Nachts konnte ich die Dealer unten im Park bei ihrer Arbeit beobachten.

Donnerstag 23 Feb. 2006 Campinas/Brasilien

Nach dreieinhalb Wochen Urlaub nimmt unser Projekt nun erste Formen an. Denn heute betraten wir zum ersten Mal die Favela Parque Oziel. Zusammen mit der stets hektischen, drei Sachen gleichzeitig machenden Corinta Geraldi fuhren wir mit einem Taxi nach Oziel. Brasilien hat im Süden des Landes, und dazu gehört auch der Staat Sao Paulo mit Campinas, eine hervorragende Infrastruktur mit gut ausgebauten und breiten Straßen. Durch eben diese Straßen, die rechts und links, von zahlreichen Hochhäusern umgeben sind, fuhren wir Richtung Slum; und betraten dort eine völlig andere Welt. Als wenn wir durch ein Portal gefahren wären, das in eine andere Dimension führt, wurde plötzlich aus der grauen asphaltierten Straße, eine rotbraune, zu beiden Seiten von Müll und Baracken umgebene „Straße“. Dazu kommt noch, dass die Favela nicht auf einer flachen Ebene gebaut worden war, sondern in einer hügeligen Umgebung. Die von Regen und Abwässern überspülten Straßen weisen dadurch teilweise enorme Steigungen auf. Es hätte mich nicht gewundert, wenn das Taxi stecken geblieben wäre. Und es war noch ein Tag, an dem es wenig geregnet hat. Nach einem Tag Dauerregen müssen die Straßen unpassierbar sein. Nach einer durchrüttelnden Fahrt sind wir im Zentrum dieser für uns so fremden Welt angekommen.

Dem Büro des Canario. Der Canario ist so etwas wie der Bürgermeister des Viertels. Ein stämmiger Farbiger mit einem konsequenten Händedruck und einem eloquenten Auftreten.
Im PAF (Projeto para o futuro) dem Gemeindezentrum (wohl eher Jugendzentrum) haben wir als Erstes den Computerraum besichtigt, den zwei Siegener Dozenten gespendet hatten. Dort präsentierte Corinta dem Canario ein Video von einem Benefizkonzert, das von Thomas Thewes und Andreas Unverzagt zugunsten von Parque Oziel im VEB in Siegen organisiert worden war. Darauf folgte ein bisschen Smalltalk. Danach ging es zum Fußballplatz, wo uns der Canario die heimischen Pflanzen zeigte. Auf dem Sportplatz fand gerade ein Fußballtraining von einer Gruppe von Kindern statt.
Das Erste, was einem in Parque Oziel auffällt, ist der Gestank. Denn Abwässer und Müll landen direkt auf der Straße. Wem das nicht auffällt, sind die Kinder, denn für sie ist es die gewohnte Umgebung.

Zurück nach Campinas ging es dann mit dem Bus. Der tatsächlich durch diese unwegsamen Straßen fährt.

“Vom Wesen der einfachen Dinge“ – “Dos seres das coisas simples“

In den letzten Wochen habe ich hier schon mehrfach Berichte von meiner Reise mit Lea und Thomas durch Brasilien im Jahr 2006 berichtet. In den ersten Wochen war es noch eher ein Urlaub in São Paulo und dem Süden Brasiliens. Ab dem 23. Februar ging es dann mit unserem eigentlichen Projekt in Campinas los. Hier mal die Projektvorstellung beziehungsweise das Konzept, das wir im Vorfeld in zweisprachiger Variante erstellt haben. Meine Tagebucheinträge in den nächsten Tagen werden zeigen, wie viel davon wir umsetzen konnten und ob alles so lief wie geplant (das tat es natürlich nicht).

Praktikumsprojekt der Siegener Studenten
Projeto de Estágio dos Estudantes de Siegen

“Vom Wesen der einfachen Dinge“
“Dos seres das coisas simples“
Leben in Parque Oziel
Vida no Parque Oziel

Ein sozialpädagogisches Projekt in Parque Oziel in Campinas/Brasilien.
Um projeto social-pedagógico no Parque Oziel, em Campinas (SP).

von Soleilla Hippler, Markus Mäurer ,Thomas Gruner
Por: Soleilla Hippler, Markus Mäurer ,Thomas Gruner

 
1. Einleitung

1. Introdução
Die Entscheidung ein Praktikum im Ausland, insbesondere in Brasilien, zu machen, entstand bei uns Dreien unabhängig voneinander, durch eine Reihe von Seminaren und Vorträgen an der Universität Siegen. Hinzu kommt ein schon im Vorhinein bestehendes privates Interesse an dem Land Brasilien mit seiner vielschichtigen und multikulturellen Gesellschaft.
A decisão por um estágio no exterior, particularmente no Brasil, aconteceu para nós três de forma indipendente e mútua, através de uma série de seminários e palestras na Universidade de Siegen. Já havia uma predisposição para um particular interesse de nossa parte pelo Brasil, com sua multifacetada e multicultural sociedade.

Die getroffene Entscheidung das Auslandspraktikum in Brasilien/Campinas durchzuführen, liegt einerseits an den guten Kontakten von unserem Dozenten Prof. Dr. Bernd Fichtner, die er zu verschiedenen Projekten und Praktikumsstellen in ganz Lateinamerika hat. Des Weiteren hat Prof. Dr. Bernd Fichtner einen Kooperationsvertrag mit seinem brasilianischen Kollegen der Universität von Campinas Prof. Dr. Wanderley abgeschlossen.
A decisão por conduzir um estágio no exterior, no Brasil e em Campinas, acabou por ser centrada nos bons contatos de nosso professor orientador, Dr. Bernd Fichtner, que conduz diversos projetos e estágios em toda a América Latina. Como encaminhamento, Dr. Bernd Fichtner firmou um termo de cooperação com seu colega brasileiro Dr. Wanderley Geraldi, da Universidade de Campinas.

Zum anderen wurde unser Interesse durch die Erfahrungsberichte unserer Vorgänger Thomas Thewes und Andreas Unverzagt geweckt, die für 5 Monate in Campinas ein sozialpädagogisches Projekt durchgeführt haben.
Por outro lado, nosso interesse foi despertado pelo histórico da experiência vivida por Thomas Thewes e Andreas Unverzagt, os quais conduziram um projeto social-pedagógico durante cinco meses, em Campinas.

Der genaue Ort unsers Praktikums wird der Stadtteil Parque Oziel sein, ein Gebiet welches 1997 von Einwandern und Bauern illegal besetzt wurde. Seitdem kämpfen sie nunmehr um die Annerkennung dieser Siedlung, welche ihnen 2004 endlich zugesprochen wurde. Zurzeit leben in dem Gebiet ca. 35.000 Menschen.
O local específico de nossos estágios acabou sendo a região do Parque Oziel, um território que em 1997 foi ocupado. Desde então, inúmeras batalhas foram travadas pelos habitantes da região, pelo reconhecimento de sua comunidade, do qual eles finalmente conquistaram a promessa em 2004. Nos dias de hoje, cerca de 35 mil habitantes moram na região.
Die häufigsten Probleme der Siedlung sind:
Os problemas mais freqüentes são:

– Arbeitslosigkeit
– Desemprego
– Mangel an adäquater Ernährung
– Miséria e subnutrição
– Gewalt
– Violência
– Drogenhandel
– Tráfico de drogas

In dieser Gesellschaftsstruktur ist es enorm interessant, zu erfahren, was für Wünsche, Ziele und Perspektiven die Jugendlichen dort haben. Wie sieht der Alltag der Menschen und vor allem der Kinder und Jugendlichen aus.
Nesta estrutura social, existe um grande interesse de nossa parte em saber quais os desejos, objetivos e perspectivas que sua juventude tem. Ainda, como se demonstra a rotina das pessoas, particularmante crianças e jovens.

Das ganze Projekt, welches die Erfahrungsberichte der Jugendlichen dokumentiert, soll in Siegen im Rahmen einer Ausstellung Platz finden und die Menschen hierzulande für die dortige Lage zu sensibilisieren.
O projeto como um todo, o qual documenta a experiência vivencial da juventude, tem o dever de divulgar esta temática em local público, em Siegen, visando sensibilizar pessoas em nosso país, sobre esta difícil situação.

2. Ziele der Praktikumsarbeit

2. Objetivo do Estágio

Das Projekt wird an das vorangegangene Projekt von Thomas Thewes und Andreas Unverzagt, die eine geschichtliche Aufarbeitung des Stadtteils durchgeführt und sie in schriftlicher Form ausgegeben haben, direkt anknüpfen.
O projeto esta diretamente conectado ao projeto de Thomas Thewes e Andreas Unverzagt, que conduziram uma experiencia de trabalho na mesma regiao e a qual traduziram em forma escrita.
Unser Fokus wird dabei auf die Gegenwart gelegt und ist überwiegend praxisnaher Natur. Die Arbeit soll das tägliche Leben der Jugendlichen widerspiegeln und ihnen die Möglichkeit geben sich mit Ihrer Umwelt zu identifizieren.
Nosso foco está na atualidade, com predominância natural para a praxis. O tabalho sera refletirá sobre a vida cotidiana dos jovens e suas possibilidades de identificação com seu próprio meio.

Die konkrete Zielsetzung ist:
O objetivo concreto é:

1. Eine Dokumentation des alltäglichen Lebens in Parque Oziel.
1. Uma documentacao da vida cotidiana no Parque Oziel.
2. Eine Stärkung der Identifizierung der Jugendlichen mit dem sozialen Raum.
2. Um fortalecimento da identificação da juventude com seu espaço social.
3. Die subjektive Sichtweise der Menschen durch
den Einsatz mit Einwegkameras einfangen und in Form einer Ausstellung veröffentlichen. Förderung des kulturellen Austausches und des Verständnisses zwischen Brasilien/Campinas und Deutschland/Siegen.
3. Captar o saber subjetivo das pessoas através do seu uso de câmeras e, na forma de uma exposição, apresentá-la ao público. O enfoque será uma reivindicação por trocas culturais e compreensão mútua entre Brasil/Campinas e Alemanha/Siegen.
4. Unterstützung der kreativen Ausdrucksfähigkeit.
4. Incentivo à criatividade e a externalização de talentos.
5. Den Aufbau einer Homepage für den Stadtteil Parque Oziel.
5. A construção de um site para a região do Parque Oziel.
3. Realisierung des Projektes
3. Realização do Projeto

Der zentrale Gegenstand unseres Projektes ist die Erstellung eines Fotobandes und einer Homepage, die das alltägliche Leben eines Jugendlichen im Parque Oziel dokumentieren soll. Zum Beitrag des kulturellen Austausches wird in unsere Universitätsstadt einen Ausstellung über unser Projekt erfolgen.
O objeto central de nosso projeto e a confecção de um álbum fotográfico e uma homepage, que devem documentar a vida cotidiana da juventude do Parque Oziel. Como contribuicão para as trocas culturais, realizaremos em nossa universidade uma exposição sobre nosso projeto.

Die Fotos sollen mit Einwegkameras erstellt und an die Jugendlichen verteilt werden. Sie sollen ihr Umfeld, welches sie subjektiv wahrnehmen, in bildlicher Darstellung festhalten und schriftlich kommentieren. So erhält die Darstellung einen ehrlichen Charakter. Ergänzt wird die Arbeit durch Interviews die wir mit dem Jugendlichen führen werden. Die Interviews geben uns Aufschluss darüber, welche sozialen Hintergründe und Wünsche die Jugendlichen haben.
As fotos precisam ser feitas pelos próprios jovens e sobre a própria juventude. Eles devem captar com sua subjetividade o seu espaço, através de uma representação fotográfica e também de uma interpretação escrita. Esta representacao mantem o verdadeiro carater. Complimentando, trabalharemos atraves de entrevistas com os jovens e estas entrevistas fecharao nosso intendimento sobre qual concepcao e desejo social possuem estes jovens.

Die anschließende Erstellung der Homepage und die Durchführung einer Ausstellung ermöglicht es den Jugendlichen sich und ihr Leben zu präsentieren. Hinzu kommt, dass Außenstehende einen Einblick in das soziale Umfeld des Stadtteiles Parque Oziel erhalten, was vielen Menschen so nicht möglich ist.
A construção da homepage e a condução de uma mostra possibilitam aos jovens representarem suas vidas e a si próprios. Disso virá uma nova visão do mundo, um novo olhar, de quem olha de fora a sociedade da região do Parque Oziel, o que não e possível para muitas pessoas.

Fit ohne Geräte – zweiter Zwischenbericht

Hier geht es zum ersten Zwischenbericht, und hier zum ursprünglichen Beitrag Fit ohne Geräte – ein Selbstversuch.

Was das Trainingsprogramm angeht, befinde mich gerade wieder am selben Punkt, wie beim Verfassen des letzten Zwischenberichts. Das liegt einfach daran, dass ich über Weichnachten eine Rippenprellung hatte, wegen der ich eine Woche ganz aussetzen musste und zwei Wochen nur eingeschränkt trainieren konnte. Deshalb habe ich mit dem Basisprogramm noch einmal von vorne angefangen.

Was sich als gute Entscheidung erwies. Als ich mit dem Training das erste Mal angefangen habe, konnte ich einige der Übungen nur in den vereinfachten Formen durchführen – vor allem bei Übungen für die Armmuskulatur. In den Armen hatte ich wirklich nur Pudding. Beim Neustart konnte ich alle Übungen in der normalen Form durchführen, und bin bei den Intervallübungen (eine Wiederholung, zwei Wiederholungen, drei Wiederholungen … bis kurz vors Muskelversagen, dann rückwärts auf null) auf eine viel höhere Zahl der Wiederholungen gekommen. Vor allem was die Liegestütze angeht, da hatte ich anfangs echte Schwierigkeiten auch nur fünf am Stück zu schaffen. Das läuft seit dem Neustart alles deutlich besser. In der ersten Woche musste ich mich richtig quälen, regelmäßig zu trainieren, aber inzwischen freue ich mich richtig auf jede Einheit.

Momentan bin ich wieder in Woche Sechs angekommen und fühle mich so fit wie nie zuvor. Es motiviert auch, dass ich inzwischen sogar erste Ergebnisse sehen kann. Nicht viel, aber für meine Verhältnisse doch ganz ordentlich. Ich habe leider keine vorher-Fotos gemacht, aber hier ein Bild, auf dem man halbwegs erkennen kann, wie dürr meine Arme eigentlich sind.

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Das gilt auch für die Oberarme, die bisher kaum Muskulatur besaßen. Daraus sind jetzt keine dicken Bodybuilderarme geworden, aber im Verhältnis zu vorher kann ich deutlich erkennen, wie sich die Muskulatur (vor allem am Trizeps und am Bizeps) herausbildet. Was für mich ein ganz neues Gefühl ist, da ich bisher immer einfach dürr mit schwachen Armen gewesen bin.

Meine Oberschenkelmuskulatur ist dank jahrelangen Fußballtrainings, dank Joggen, Fahrradfahren usw. immer ganz gut in Form gewesen, aber auch hier merke ich, wie mir einige Hosen an den Oberschenkel langsam ziemlich eng werden.

P1000731

Durch das Licht ist die Muskulatur leider nicht so gut zu erkennen. Aber ich sehe gerade, dass da ein Blatt unter meinem Schreibtisch liegt, das ich mal aufheben sollte. 😉

Im Bauchbereich sieht es leider noch etwas anders aus. Da hat sich die Muskulatur zwar auch entwickelt, versteckt sich aber noch immer unter dem Speck, den ich mir in den beiden Weihnachtswochen angefressen habe. Muskulatur aufzubauen ist gar nicht so schwierig, aber Fett abzubauen dauert deutlich länger (vor allem viel länger, als es sich anzufressen). Wobei der Bauchumfang durchaus langsam zurückgeht. Fotos davon erspare ich euch lieber. 😉

Ich denke, ich brauche da noch mehr Bewegung. Jetzt, wo es langsam wieder länger hell bleibt, werde ich zusätzlich zu dem Trainingsprogramm noch regelmäßig joggen gehen (ab Frühling auch Fahrrad fahren). Ein Hauptgrund, warum der Abbau des Bauchumfangs etwas länger braucht, liegt sicher auch daran, dass ich meine Ernährung, wie zuvor schon beschrieben, nur teilweise umgestellt habe. Daran werde ich aber auch nicht viel ändern. Ich brauch keine Sixpacks und will mein Essen immer noch genießen.

Bei der Gestaltung des vorgegebenen Trainingsplans habe ich noch ein paar Ergänzungen gemacht, um meine „Problemzonen“ verstärkt zu trainieren. Die vier Trainingstage teilen sich ja auf vier Bereiche auf:

Drücken
Ziehen
Beine
Core (Körpermitte)

An die Einheiten Beine und Core habe ich immer noch eine Übung fürs Drücken beigefügt, den Einheiten Drucken und Ziehen eine mit Core, damit diese Bereiche nicht nur einmal pro Woche trainiert werden. Wobei, wenn man die Übungen in der richtigen Haltung durchführt und die Körperspannung hält, auch immer der Core mittrainiert wird.

Wenn ich diese Woche den Power-Block (mit Supersätzen) abgeschlossen habe, werde ich in der nächsten mit dem Wechselblock Neuland betreten. Bin schon sehr darauf gespannt. Noch vier Wochen, dann ist das Basisprogramm abgeschlossen.

Gewichtsmäßig hat sich übrigens nichts verändert. Ich wiege immer noch knapp 85 Kilogramm.