Filme, Serien und Bücher im Januar 2020

Gelistet wird nur, was ich im Monat auch beendet habe.

Filme

The Man from U.N.C.L.E. 7/10
Close 6/10
Der geheime Roman des Monsieur Pick 8/10
Tigermilch 8/10
Good Time 6/10
Videodrome 7/10
The Pelican Brief 8/10
Taxi Driver 9/10
Event Horizon 8/10
1917 9/10
Chungking Express 9/10
Widows 7/10
Happy Deathday 2U 6/10
Miss Americana 6/10
Uncut Gems 9/10

Das Kinohighlight des Monats war natürlich 1917 mit seinen atemberaubenden Bildern aus den Schützengräben des 1. Weltkriegs, gefilmt, fast wie in einer Einstellung – beeindruckend.

Ansonsten ist das Kleinod der Januars Uncut Gems auf Netflix mit Adam Sandler als Diamantenhändler, der sich durch seine Wettsucht immer tiefer in die Scheiße reitet. Neben dem großartigen Sandler und den eleganten und atmosphärisch dichten Bildern auch eine faszinierende Analogie auf die Finanzmärkte.

Tigermilch ist ein bewegendes deutsches Coming-of-Age-Drama um zwei junge Freundinnen.

Daneben gab es noch einige Rewatches, zum Beispiel von Wong Kar-Wais Chungking Express mit hypnotisch schönen Bildern von Kameramann Christopher Doyle. Videodrome gefällt mir aufgrund des schmuddeligen 80er-Jahre-VHS-Flairs. Und Thriller wie The Pelican Brief (Die Akte) wurden nur in den 90ern gedreht.

Miss Americana ist eine Doku über Taylor Swift, die durchaus eine interessante Frau und Musikerin ist. Sehr intelligent und mit einer guten politischen Einstellung. Der Film wirkt aber eher wie ein langer PR-Clip, in dem fast nur Swift selbst zu Wort kommt.

Serien

Dracula 5/10
Hip Hop Evolution S04 7/10
Ray Donovan S02 7/10
Virgin River 6/10
Sex Education S02 8/10

Dracula hat mir in der ersten Folge ganz gut gefallen, stimmig und mit dichter Atmosphäre vor imposanter Kulisse und mit einem ausgezeichneten Dracula inszeniert. Auch wenn es am Ende bei den Nonnen doch etwas zu viel des Guten ist, und die Autoren, wie schon im Finale von Sherlock, kein Maß für ihre Selbstverliebtheit finden. In Folge zwei auf dem Schiff wird es aber langweilig, da ein Locked-In-Murder-Mystery-Fall nur funktioniert – anders als z. B. Columbo –, wenn man den Täter nicht schon kennt. Hier reiht sich ein dröger Mord an den nächsten. Der Twist am Ende ist aber toll. Nur leider machen sie nichts daraus, sondern verlieren sich in Folge drei in Albernheiten und einer konfusen Story ohne roten Faden und Spannung. Durch diese Episode musste ich mich quälen und Claes Bang, den ich in Folge 1 noch so toll fand, ging mir nur noch auf die Nerven.

Das Highlight ist natürlich Sex Education, das in der zweiten Staffel das hohe Niveau halten kann, trotz gelegentliche Albernheiten nie seine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Thematik aus den Augen verliert.

Bücher

Sally Rooney – Conversations with Friends 8/10
Dennis Wheatley – They Found Atlantis 7/10
Richard Paul Russo – Ship of Fools 7/10
Ferdinand von Schirach – Strafe 6/10
Ben Nevis – Die drei Fragezeichen: Der dunkle Wächter 5/10
Christopher Huang – Tod eines Gentleman 7/10

Das beste Buch auf dieser Liste ist Sally Rooneys Conversations With Friends, über eine interessante Vierecksbeziehung zwischen vier jungen IrInnen. Scharfsinnig beobachtet und gut beschrieben.

Ship of Fools ist besser geschrieben als erwartet, gar nicht der plumpe B-Movie-Horror, sondern viel reflektierender in Sachen Theologie und menschlicher Natur, wenn auch etwas unbefriedigend im finalen Akt. Keine Ahnung, warum das nie auf Deutsch erschienen ist. Vielleicht haben sich die Vorgängerbücher von Russo in der Übersetzung nicht so gut verkauft?