Blogpause bis Ende Mai

Da der Abgabetermin für eine Romanübersetzung (Die Maschine erwacht von Adam Chistopher bei Cross Cult) immer näher rückt und ich alle Hände voll damit zu tun habe, diesen knapp kalkulierten Termin einzuhalten, werde ich meine Bloggertätigkeit bis Anfang Juni auf Eis legen. Wenn ich am Tag zehn Seiten und mehr übersetze, fehlen mir nach Feierabend Zeit, Lust und Energie, noch weitere Textarbeit zu leisten. Dann möchte ich mal vom Bildschirm weg und in Ruhe ein Buch lesen, einen Film oder eine Serie schauen und Fahrrad fahren oder Joggen gehen. Deswegen werde ich meine Internetaktivitäten vorübergehend stark zurückfahren.

Montag werde ich noch meine Übersetzung der Kurzgeschichte What Would Same Spade Do von Jo Walton für die nächste Ausgabe der Phantastisch abgeben. Ab dann konzentriere ich mich ganz auf die Romanübersetzung und Auftragsakquise. Denn einen neuen Auftrag sollte man schon haben, bevor man mit dem alten fertig ist, damit die Übergänge möglichst übergangslos verlaufen. Nachdem ich jetzt schon an mehreren Wochenenden durchgearbeitet habe (etwas, dass ich in der Regel zu vermeiden versuche, was sich aber bei Auftragsüberschneidungen und engen Deadlines nicht immer vermeiden lässt), hätte ich nichts gegen ein, zwei Wochen Urlaub (bzw. Freizeitausgleich) einzuwenden, aber ich muss auch zusehen, dass die nächsten Aufträge ins Haus kommen.

Nachdem ich seit drei Jahren konstant blogge, und in den letzten drei Monaten sogar besonders intensiv, fehlt mir momentan ein wenig die Lust. Ich brauche mal eine Pause, damit die Tätigkeit, die ich aus reinem Spaß mache, nicht zur lästigen Pflichterfüllung wird.

Bis Juni werde ich mich im Internet also etwas rarmachen, und den nächsten Blogeintrag gibt es dann Anfang Juni, wenn ich von der Manuskriptabgabe berichten werde.

P.S. Morgen wird man mich übrigens auf dem Marburg Con antreffen.

Die Legende von Eden und andere Visionen – Hrsg. von Helmuth W. Mommers

Da mir momentan die Zeit für ausführliche und sorgfältig redigierte Blogeinträge fehlt, hier mal eine alte Buchbesprechung aus dem Jahr 2005. Passt auch gerade zu meiner aktuellen Beschäftigung mit Kurzgeschichten. Im Thread „Empfehlenswerte Kurzgeschichten“ auf SF-Fan.de stelle ich regelmäßig einzelne Kurzgeschichten vor. Hatte ganz vergessen, dass ich den Band besprochen habe.

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Seine erste Vision hatte Helmuth W. Mommers 2004 – nichts Geringeres, als die besten deutschen Science-Fiction-Kurzgeschichten des Jahres in einem Band herauszubringen. Und so erschien „Der Atem Gottes und andere Visionen 2004“. Sechs der Geschichten wurden für den Kurd Laßwitz Preis nominiert und fünf für den Deutschen Science Fiction Preis, den Karl Michael Armer dann für sich verbuchen konnte. Nun sind wir im Jahr 2005 angekommen, und es wird Zeit für neue Visionen. Mit „Die Legende von Eden und andere Visionen“ ist der zweite Teil der Anthologienreihe erschienen, und wieder haben zahlreiche deutsche Autoren ihre Visionen in Kurzgeschichtenform gebracht, um dem Leser einige vergnügliche, aber teilweise auch schockierende Lesestunden zu verschaffen.

Den Auftakt macht Reiner Erler – als Regisseur bekannt durch Filme wie „Die Delegation“ oder „Fleisch“ – mit einer Geschichte, die den wenig wohlklingenden Namen „An e-Star ist born“ hat. Hier schildert er seine Vision davon, wie Hollywoodregisseure in Zukunft mit ihren zickigen Stars verfahren könnten, indem sie sich mit Hilfe von Computern von den Starallüren unabhängig machen. Keine neue Idee, aber trotzdem nett erzählt, wenn auch nicht allzu spannend. Viel interessanter als die Idee des e-Stars sind die Konfrontationen zwischen dem Regisseur und seinem Produzenten – also typischer Hollywoodalltag.

Etwas heftiger geht es dann in Torsten Küpers „Spiegelbild des Teufels“ weiter. Eine Geschichte, in der nichts ist, wie es scheint, und die vom Missbrauch des Klonens durch böse Schurken erzählt. Lässt die Geschichte den Leser anfangs noch im Dunkeln, gewinnt sie doch mit jeder Einzelheit, die preisgegeben wird, schnell an Fahrt, und kann am Ende mit mehr als einer überraschenden Wendung aufwarten.

Nach dieser verzwickten Story bietet die sehr kurze Erzählung „Neulich im Garten Eden“ von Ernst Vlcek eine amüsante Erholung. In ironischem Ton erzählt er die Geschichte von Adam und Eva aus einer gänzlich neuen und interessanten Perspektive, durch die wir erfahren, wer im Garten Eden eigentlich aufräumt und den Rasen mäht.

Sehr kafkaesk geht es dafür in „Die fehlende Stunde“ von Tobias Bachmann zu. Eine Geschichte, die von ihrem Konzept her stark an Philip K. Dick und seine Stories erinnert. Ein Mann fährt mit der U-Bahn und stellt danach fest, dass ihm eine Stunde seiner Zeit fehlt. Auf zwei unterschiedlichen Ebenen, die trotzdem zusammenhängen, erzählt der Autor eine Geschichte, deren Ende zwar nicht wirklich originell ist, die aber aufgrund ihrer verschachtelten Erzählweise durchaus interessant ist.

Was wäre, wenn Deutschland vor der Machtergreifung der Nazis einen kleinen Teil von Amerika besitzen würde? Adolf Hitler würde sich dorthin auf Wahlkampftournee begeben. Begleiten würde ihn dabei ein junger Mann, der bis dato noch überzeugter Nazi ist. Dass dies aber nicht so bleiben würde, kann sich der Leser dann denken. Leider ist diese „Bekehrung“ auch der größte Schwachpunkt in der Geschichte, da sie einfach nicht glaubwürdig geschildert wird. So bleibt die Story „Hitler auf Wahlkampf in Amerika“ von Oliver Henkel weit hinter ihren Möglichkeiten zurück und zählt für mich mit zu den schwächeren Geschichten dieser Anthologie.

Sehr comichaft geht es danach in „Ausgleichende Gerechtigkeit“ von Frank Borsch weiter. Der Comicübersetzer erzählt von einer Welt, in der Fahrraddiebe durch rigorose Vergeltungsmaßnahmen bestraft werden, die von einer Art „Justice League“ vollstreckt werden – und zwar nach dem Motto „Auge um Auge und Zahn um Zahn“. Ein kurzweiliges Gedankenspiel über den Wert von Gerechtigkeit.

Der Inhalt von Thomas Thiemeyers „Materia Prima“ ist schnell erzählt: Ein Mann geht zum Psychiater, weil er glaubt, dass er von Außerirdischen entführt wurde. Leider gelingt es der Geschichte nicht, über die gängigen Klischees hinauszugehen. So bleibt eine langweilige Erzählung ohne wirklich interessante Ideen.

Ganz und gar nicht langweilig geht es in der herrlich sinnfreien Geschichte „Cosmo Pollite und der Zwischenfall im InterStellar Express“ von Andreas Winterer zu. Es ist eine lupenreine, an Satire grenzende Ballergeschichte, die an Bord eines Passagierraumschiffes spielt. In bester „Stirb Langsam«-Manier kommt es zum actionreichen Gefecht zwischen einer Horde revolutionärer Roboter und einem Gelegenheitsphilosophen, der Unterstützung von einer Art Sandwolke erhält.

„Planck Zeit“ von Michael K. Iwoleit fordert den Denkapparat des Lesesr schon um einiges mehr. In einer komplizierten Geschichte voll von theoretischer Physik beschreibt der Autor, wie ein Wissenschaftler mittels Mathematik das Ende der Welt, wie sie uns bekannt ist, voraussagt. Das ist zwar sehr anstrengend zu lesen, lohnt sich aber wegen der interessanten Auflösung.

Eine ähnlich anspruchsvolle Geschichte lässt der Titel „2 hoch 64“ von Marcus Hammerschmitt vermuten. Doch der Eindruck täuscht. Erzählt wird die Geschichte eines Insektensammlers, der es mit durchaus wehrhaften Insekten zu tun bekommt, die nicht länger gewillt sind, als Teil der menschlichen Sammelwut zu enden. Leider ist Story sehr kurz und wenig ausgearbeitet, so dass der erwartete „Aha-Effekt“ am Ende ausbleibt.

Die wohl provokanteste Geschichte der Anthologie liefert Andreas Gruber mit „Weit und Raus“. Hier geht es um eine Fernsehshow, die die primitivsten Gelüste des menschlichen Wesens anspricht: die Lust am Leid anderer. Die Kandidaten dieser Show sind so verzweifelt, dass sie für ein bisschen Geld bereit sind, ihr Letztes zu geben. Dabei wird auch nicht vor lebenswichtigen Körperteilen halt gemacht. Eine Fernsehshow, in der sämtliche moralischen und ethischen Vorstellungen gebrochen werden, indem der Mensch bis zum Letzten ausgebeutet wird. Eine Sendung, die sicher auch in unserer heutigen Zeit ihre Zuschauer finden würde. Aufgrund des provokanten Themas und der geschickten Inszenierung ist „Weit und Raus“ für mich die beste Geschichte dieser Anthologie.

Ziemlich verwirrend geht es in der Zeitreisegeschichte „Schätze der Zukunft“ weiter, in der die möglichen negativen Auswirkungen von Zeitreisen behandelt werden. Verwirrend ist die Story vor allem wegen der ständig wechselnden Protagonisten, die dafür sorgten, dass ich nicht wirklich verstand, worum es eigentlich geht. Hier wurde einfach Zuviel, in einen zu kurzen Text gepackt.

Zu guter Letzt kommt noch die titelgebende Geschichte „Die Legende von Eden“ von Frank W. Haubold. Hier werden zwei Sträflinge auf eine aussichtslose und gefährliche Mission geschickt, dabei aber über die wahren Hintergründe im Dunkeln gelassen. Während der Mission kommt es zu einer Begegnung der dritten Art, die das komplette Weltbild der beiden Sträflinge auf den Kopf stellt. Bis hier hin liest sich Story sehr kurzweilig und kann eine überraschende Wendung aufweisen. Was danach kommt, erinnert aber eher an ein Exposé zu einem Roman, der noch geschrieben werden muss – und meiner Meinung auch noch geschrieben werden sollte.

Zum Schluss möchte ich noch das tolle Titelbild von Thomas Thiemeyer loben, das die Anthologie zu einem richtigen „Eyecatcher“ macht.
„Die Legende von Eden und andere Visionen“ ist eine alles in allem gelungene Sammlung von deutschen Kurzgeschichten, die fast durchgehend ein hohes Niveau halten können, wobei die einzelnen Stärken und Schwächen der Geschichten hauptsächlich im Auge des Betrachters (also des Lesers) liegen. Denn handwerklich sind alle Geschichten einwandfrei und brauchen einen internationalen Vergleich nicht zu scheuen.
Es bleibt zu hoffen, dass es auch im nächsten Jahr weitere Visionen geben wird, denn gute deutsche Anthologien sind sehr selten.

Nach Band 4 wurde die Reihe leider wieder eingestellt und hat seitdem keinen adäquaten Ersatz erhalten.

Meine Lektüre im März 2015

14. Drew Chapman – Der Analyst
15. Carl Hiaasen – Affentheater
16. Michel Houellebecq – Unterwerfung
17. Nina Allan – The Race
18. Nnedi Okarafor – Lagoon
19. Clemens Meyer – Als wir Träumten
20. Andrej Rubanov – Chlorofilija
21. Kartin Harlaß (Hrsg.) – Handbuch Literarisches Übersetzen

Drew Chapman – Der Analyst

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Spannender Cyberthriller um einen genialen Finanzanalysten, der für die Regierung in den virtuellen Krieg ziehen soll. Sehr spannend, gut recherchiert, teilweise etwas zerfahren, aber der beste Thriller, den ich seit längerem gelesen habe.

Carl Hiaasen – Affentheater

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Humorvoller Krimi, in dem Hiaasen wieder einmal Florida mit seinen Bürgern und Geschäftsleuten auf die Schippe nimmt. Teilweise etwas vorhersehbar. Die Auflösung war mir schon von Anfang an klar, aber darum geht es bei diesem witzigen Buch auch gar nicht. Allein die Kontrollbesuche des zur Schabenpatrouille degradierten Ermittlers in einigen Lokalitäten, die selbst Christian Rach das Fürchten lehren würden, sind zum Schreien.

Michel Houellebecq – Unterwerfung

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Sehr kluges Buch über einen Literaturprofessor in der Midlife-Crisis, der dank des Wahlsiegs der muslimischen Partei vor eine Entscheidung gestellt wird, mit der er entweder seine Ideale verraten muss und ein schönes Leben führen kann, oder mit der er seinen Idealen treu bleibt und ein nicht ganz so schönes Leben führen kann. Kein islamfeindliches Buch, da es doch eine sehr gemäßigte Variante des Islams schildert, die es in ihrer Liberalität meines Wissens nach in keinem islamischen Land in dieser Form gibt. Insofern sogar eine Utopie, die einem Atheisten wie mir aber immer noch zuwider ist. Das Buch ist recht sperrig geschrieben, und wird sicher viele Leserinnen enttäuschen, die kontroverse Islamkritik erwarten.

Nina Allan – The Race

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Ein sperriger und unzugänglicher, aber auch hervorragender Mosaikroman, der teils in unserer Welt und teils in einer etwas anderen Version/Zukunft unserer Realität spielt. Sehr einfühlsam und eindrucksvoll geschrieben. Was den Inhalt angeht, versuche ich erst gar nicht, ihn hier wiederzugeben. 😉

Nnedi Okarafor – Lagoon

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Alien landet in Afrika und sorgt für eine Menge Aufregung. Nicht der Action-B-Movie-Roman, den ich durch die Verweise auf District 9 erwartet habe. Vielmehr ein literarischer SF-Roman, der auch afrikanische Mythen mit einbringt. Sehr entspannt und unterhaltsam erzählt. Wird aber nicht einfach zu übersetzen sein, da es viele Dialoge in Pidgin-Englisch gibt.

Clemens Meyer – Als wir träumten

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Starker und authentisch wirkender Roman über eine Jugend unter sozial schwierigen Verhältnissen in Leipzig vor und nach der Wende. Ist nicht chronologisch erzählt, Meyer springt in der Timeline hin und her, so dass man sich oft selbst erschließen muss, wo man sich gerade befindet; hält die Geschichte aufgrund vieler Andeutungen darüber, was mit wem so passiert war, spannend. Ein trostloses Porträt einer Generation, der es nie ganz gelungen ist, sich im Leben zurechtzufinden. Hier wird keine stringente Geschichte erzählt, vielmehr gibt es episodische Momentaufnahmen ohne große Erklärungen und Rückblenden. Zeigt auch, was für ein Schweinesystem (nichts gegen Schweine!) die DDR gewesen ist. Wenn ich da an das Schicksal von Rico denke. Ich finde das Buch großartig.

Andrej Rubanov – Chlorofilija

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Leben im zukünftigen Moskau im Schatten der Halme. 300 Meter hohe Grashalme stehlen den Moskauern plötzlich die Sonne, was dazu führt, dass sie ihr Leben in Hochhäuser verlagern; die Nummer des Stockwerks spiegelt den sozialen Status wieder. Angenehm unaufgeregt erzählte Zukunftsvision, die stark von den Strugazkis beeinflusst ist. Mit einigen gruseligen modischen Einfällen, wie z. b. rotem Zahnlack.

Kartin Harlaß (Hrsg.) – Handbuch Literarisches Übersetzen

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Ausgezeichnetes Handbuch für Berufseinsteiger, aber auch erfahrene Übersetzer, die nicht in der bewährten? Routine erstarren möchte. Enthält viele wichtige Tipps und Ratschläge über formelle Angelegenheiten, geht teilweise aber auch in die Textarbeit. Die Quintessenz zur Frage »Wie bekomme ich als Übersetzer Aufträge?«, lautet: Kontakte, Kontakte, Kontakte plus Zufall. (Ich werde es noch ausführlich vorstellen.)

Pornographische Netzstreifzüge

Simon Danczuk MP has watched porn – why should we care? – (auf Guardian.com) In Großbritannien scheint man sich darüber aufzuregen, dass sich ein Mitglied des Parlaments Pornos angesehen hat. Früher war es ein Skandal, wenn selbsternannte Moralapostel in hohen Ämtern gegen Prostitution und Sittenverfall wetterten und sich dann selbst mit Edelnutten erwischen ließen. Wenn Präsidenten Oralverkehr mit der Praktikantin hatten, oder Bunga Bunga mit Minderjährigen feierten. Heute reichte es schon aus, Pornos zu gucken.

Das scheint mir symptomatisch zu sein, für eine Zeit, in der sich eine Hysteriekultur ausbreitet, die kaum noch Grenzen zu kennt. Kinder werden in abgedunkelten Schulen eingesperrt, damit sie nicht von der finsteren Sonne zu Asche verbrannt werden. Es geht eine Wissenschafts- und Medizinfeindlichkeit um, die jeglicher Vernunft und Rationalität entbehrt und dem Irrglauben anhängt Masernimpfungen seien schlimmer als die Krankheit selbst. Im Internet verbreiten sich die abstrusesten Verschwörungstheorien, selbst unter Menschen, die ich eigentlich für vernünftig und intelligent halte.

Die sensationsgeile, Hysterie verbreitende Medienberichterstattung tut dazu ihr Übriges und sorgt dafür, dass der komplette Journalismus für tot erklärt wird und viele Menschen selbst seriösen, investigativen und gut recherchierten Artikeln keinen Glauben mehr schenken.

Das gab es natürlich auch schon früher in der einen oder anderen Form, aber ich habe den Eindruck, dass die Welt um mich herum immer bekloppter wird.

Laurie Penny on the porn debate: the genie of unlimited filth is out of the bottle and no law can stop us polishing our lamps – (Auf Newstatesman.com) Die Feministin Laurie Penny sieht die Pornodebatte etwas pragmatischer. Im Blame-Game ist jetzt die Pornografie wieder an der Reihe und wird unter anderem für die Ermordung eines jungen Mädchens verantwortlich gemacht.

I do not want to live in a world where the government and a select few conservative feminists get to decide what we may and may not masturbate to, and use the bodies of murdered women or children as emotional pawns in that debate.

Dem kann ich mich nur anschließen. Obwohl wir in einer aufgeklärten und relativ liberalen Zeit leben, werden die Attacken und Eingriffsversuche konservativer Wertevertreter gegen den Schutz der Privatsphäre immer aggressiver und massiver. Vielleicht auch gerade deswegen.

In Großbritannien wollen Schulen jetzt der Polizei melden, wenn Kinder GTA oder Call of Duty spielen. Das muss man sich mal vorstellen. Da wollen Pädagogen, die zum Schutz und zur Ausbildung unserer Kinder da sind, jene als potenzielle Amokläufer bei der Polizei denunzieren, nur weil man von ihnen vermutet, dass sie Computerspiele mit etwas härterem Inhalt spielen! Wenn das mal keine hysterische Reaktion von Menschen ist, die eigentlich mit besonnenem Vorbild vorangehen sollten.

Schulen wollen der Polizei melden, wenn Kinder »GTA« oder »Call of Duty« spielen  (auf derStandard.at)