Wo man mich triff: Lesung mit Don Winslow am 1.11 in Berlin

Mein aktueller Lieblingskrimiautor heißt Don Winslow. Von ihm stammen z. B. die beiden arschcoolen Surferkrimis »Pacific Privat« und »Pacific Paradise«, in denen der lässige Boone Daniels erst mit den Ermittlungen beginnt, nachdem er zur Gentlemen‹s Hour ein paar Wellen mit seinen Kumpels geritten ist. Die beiden Romane sind aber nicht nur Krimis, sondern ein sehr stimmungsvolles und atmosphärisch dichtes Potrait einer ganzen Region, inklusive der Geschichte des Surfens.

Weitaus epochaler ist »Tage der Toten«, ein Koloss von einem Roman, der in epischer Breite über 30 Jahre »War on Drugs« zwischen den USA und Mexiko (bzw. Lateinamerika) beschreibt. Der Roman ist ziemlich brutal, absolut desillusionierend, aber auch ungemein spannend. Das Erschreckende ist, dass er sich sehr nah an der Realität und den tatsächlichen Ereignissen hält, also ziemlich authentisch ist.

Am 1.11 um 19.30 Uhr geht die Lesung im Festsaal Kreuzberg los. Veranstalter ist die Krimibuchhandlung Hammett: http://www.hammett-krimis.de/

Design des Blogs geändert

Nachdem ich heute den Hinweis bekommen habe, dass Kommunikationsdesigner davon abrieten, helle Schrift auf dunklem Grund zu verwenden, weil es Menschen gibt, die das nicht gut lesen könnten und es nicht so gut im Gedächtnis bleiben solle, sehe ich mich in meinem Entschluss bekräftigt, mein Design zu ändern. Ich habe es eigentlich lieber schlicht und es hat mich immer gestört, dass ich bei meinem alten Design keine Menüleiste unter der Titelzeile translate or die anbringen konnte. Wenn man WordPress kostenlos nutzt, muss man sich an die vorgegebenen Designs halten.

Deshalb die Änderung. Wobei ich mit dem blauen Header noch nicht so zufrieden bin. Ich muss mal schauen, ob ich ein ähnliches Design mit grünem Header finde. Aber von der Struktur und dem weißen Hintergrund soll der Blog jetzt so bleiben. Das alte Design mit schwarzem Hintergrund, grauer Schrift und orangenen Überschriften war doch zu knallig.

Blog ergänzt bzw. aktualisiert

Nachdem ich gestern meine ersten Visitenkarten mit der Berufsbezeichnung: Übersetzer – Englisch-Deutsch

bestellt habe, habe ich heute meinem Blog eine Aktualisierung beigefügt. Und zwar die Seite: Meine Übersetzungen auf der man einen kurzen Infotext über mich als Übersetzer findet sowie eine Auflistung meiner bisherigen Übersetzungen. So kann sich jeder ein Bild über meine bisherige Arbeit machen. Ich denke eine solche Infoseite gehört zu einem professionellen Auftreten dazu. Falls tatsächlich mal ein potenzieller Auftraggeber über meinen Blog stolpern sollte, kann er sich auf dieser Seite kurz und bündig über mein bisheriges Schaffen und meine Referenzen informieren.

Übersetzungshilfe: Chinese fire drill

Für meine aktuelle Übersetzung von „The Teratologist“ von Edward Lee und Wrath James White könnte ich mal etwas Hilfe gebrauchen.

Die beiden Journalisten, die einen seltsamen und geheimnisvollen Milliardär interviewen sollen, finden sich plötzlich in einer unerwarteten und seltsamen Situation wieder, die ihre gesamten Pläne über den Haufen wirft.

Der leicht cholerische Westmore meint daraufhin: „Weird? It’s a fuckin‘ Chinese fire drill. It’s FUCKED UP.”

Es geht um “Chinese fire drill”. Das ist eine (inzwischen als rassistisch angesehene) Redewendung für eine chaotische Situation. Mir will aber partout keine entsprechende deutsche Redewendung einfallen.

Mein erster Gedanke war: „Seltsam? Das sind verfickte Chaostage. Das ist total BESSCHISSEN.“ Aber das passt nicht wirklich und hört sich seltsam.

Das sind so Redewendungen, mit denen ich normalerweise zum Übersetzerstammtisch gehen würde, um mir Tipps zu holen, aber der nächste ist erst nach dem Abgabetermin. Deswegen versuche ich es mal über den Blog.

Kennt jemand eine entsprechende deutsche Redewendung für solche chaotischen Situationen?

Übersetzungstipps: Hilfreiche Internetseiten

In letzter Zeit erhalte ich immer wieder mal Anfragen bezüglich Tipps zum Übersetzen. Jüngst in Bezug auf hilfreiche Internetseiten. Da ich schon längst einen Eintrag darüber machen wollte, hier meine Antwort an den Fragesteller:

Wirklich hilfreiche Seiten für Literaturübersetzungen sind sehr rar im Internet, oder zumindest mir nicht bekannt.

Ganz hilfreich ist diese Liste mit sogenannte „false friends“, also Begriffen und Wörtern, die man im ersten Impuls vermutlich falsch übersetzen würde, weil es einen ähnlich klingenden Begriff im Deutschen gibt, der aber eine andere Bedeutung hat: http://www.englisch-hilfen.de/en/words/false_friends.htm
Auch die Unterschiede zwischen American English und British English sind wichtig: http://www.englisch-hilfen.de/words/ae-be.htm

Vor allem benutze ich die Seite http://www.dict.cc/?s=flop als Onlinewörterbuch. Die ist sehr gut und hat viele Sprichwörter und Redewendungen.
Außerdem gibt es noch http://www.leo.org/, manchmal lohnt es sich auch bestimmte Wörter auf beiden Seiten zu suchen. Ich mache das mit Wörtern, die ich eigentlich kenne, nur um zu schauen, ob es vielleicht noch andere Bedeutungen gibt, die im Kontext vielleicht besser passen.

Der Oxford Advanced Learners Dictionary ist sehr hilfreich bei seltenen Wörtern. http://oaadonline.ox…ctionary/entree den gibt es sowohl für amerikanisches als auch britisches Englisch.

Für umgangssprachliche Ausdrücke und Slang ist der http://www.urbandictionary.com/ sehr hilfreich.
Und für die Umrechnung von Maßeinheiten benutze ich http://www.convertworld.com/de/

Desweiteren kann ich nur empfehlen möglichst viele Bücher auf Englisch zu lesen und auch Serien zu schauen. Vor allem Serien, in denen viel mit Dialekten und Slang geredet wird (z. B. „The Wire“, „Deadwood“, „Life on Mars“ usw.)

Infos von Übersetzern findet man im Internet leider nur sehr spärlich. Hier und da hat mal ein Übersetzer einen Blog, auf dem er einen Einblick in seine Arbeit gibt, aber die sind sehr selten und werden meist nur unregelmäßig gepflegt. Auf meinem Blog weiße ich immer auf solche Seiten hin, wenn ich sie entdecke.
Literatur zum Übersetzen ins Deutsche ist auch nicht so einfach zu finden. Da habe ich bisher noch nicht wirklich was Tolles entdeckt.

Für Tipps und Hinweise bin ich sehr dankbar.

Wo man mich trifft: Bucon 2012

Seit einigen Jahren fahre ich jedes Jahr zum Buchmesseconvent in Dreieich-Sprendlingen. Der findet immer am Samstag (dieses Jahr der 13. Oktober) parallel zur Frankfurter Buchmesse statt, auch wenn er nichts damit zu tun hat. Dreieich liegt direkt vor Frankfurt und macht es so möglich, dass man beides besuchen kann.

Die Homepage zum Con: http://www.buchmessecon.info/

Der Bucon ist ein klassischer Con wie man ihn im SF- und Fantasy-Fandom üblicherweise findet. Wobei der Bucon seinen Schwerpunkt auf phantastische Literatur setzt. Wie auf der Buchmesse stehen also Bücher und deren Autoren im Mittelpunkt. Nur das die Teilnehmerzahl mit ca. 300 Besucher etwas niedriger ist als auf dem massenhaften Gewühl der Buchmesse.

Der Bucon beginnt um 11.00 Uhr und geht bis ca. 20.00 Uhr. In diesem Zeitraum finden 4 parallele, jeweils einstündige Programmpunkte statt, in denen vor allem Autoren aus ihren Büchern vorlesen und sich den kritischen Fragen ihrer Leser stellen. In den letzten Jahren ist die Fantasy immer stärker vertreten, während die Science Fiction fast gänzlich verschwunden ist (was daran liegt, dass sich einfach keine SF-Autoren für den Con melden). Es dominieren also die Fantasyautoren und von denen ist das who is who der deutschen Fantasy vertreten: Kai Meyer, Markus Heitz (der dort jedes Jahr seinen DPP abholt), Bernhard Hennen, Christoph Hardebusch, Thomas Fink, Richard Schwartz, Bernd Perplies, Gesa Schwartz und zahlreiche noch nicht bekannte Nachwuchsautoren, von denen ich ohne den Bucon vermutlich nie gehört hätte.

Die Science Fiction ist in diesem Jahr vor allem durch Perry Rhodan in Form von Chefredakteur Klaus N. Frick und einigen Autoren vertreten.

DPP: Um 19.00 Uhr wird dann der DPP der Deutsche Phantastik Preis in unterschiedlichen Kategorien verliehen.

Danach gibt es noch ein Konzert der Gruppe Elfenthal.

Dazu kommen noch zahlreiche Aussteller (vor allem Kleinverlage wie z. B. Atlantis und Wurdack) im großen Saal.

Hier das Programm: http://www.sftd-online.de/bucon/bcprog12/programm12.html

In den ersten Jahren bin ich immer von Programmpunkt zu Programmpunkt gehetzt, ohne Zeit zum Essen oder für Gespräche zu haben. Hier könnten die Veranstalter ruhig etwas Pausenzeit mit einplanen.

In den letzten Jahren gehe ich kaum noch zu den Programmpunkten. Vor allem weil ich Lesungen in der Regel langweilig finde (da wird immer so viel vorgelesen), und viel lieber unterhaltsame Gespräche mit den interessanten Besuchern führe, die ich sonst nur über das Internet kenne.

Ich werde dort mit Ralph und Michael von Fantasyguide.de aufschlagen. Dieses Jahr ist unsere Seite mal nicht für den DPP nominiert.

Und die beste Nachricht zum Schluss: Der bisherige Pächter des Bürgerhauses in Dreieich, in der der Con stattfindet, ist rausgeschmissen worden, was auf gute Chancen für eine genießbare Verpflegung hoffen lässt.

Hier noch Bilder aus den letzten Jahren:

(von vorne links: Torsten Scheib, Ralf Steinberg, Markus Mäurer (das bin ich); von hinten links: Michael Schmidt, Holger M. Pohl, Chris Schlicht)

So sieht übrigens der DPP aus. Und der HMP. 🙂