Geek 4 – Reizthema Übersetzungen

Am 19. Dezember erscheint die vierte Ausgebe des Magazins Geek. Darin enthalten ist auch ein Artikel von Christian Endres, der sich mit dem Thema Übersetzungen beschäftigt. Was sich im Laufe der Jahre an Übersetzungen verändert hat. Worauf dabei geachtet wird und wie Übersetzungen teilweise bei den Lesern ankommen. Dazu kommen einige Übersetzer wie Andreas Helweg (George R.R. Martin), Gerald Jung (Terry Prachtett) oder Frank Böhmert (Herbie Brennan) zu Wort.

Und auch meine Wenigkeit darf sich kurz äußern. Dabei gehe ich darauf ein, wie es ist, als Anfänger gleich zu Beginn relativ bekannte Autoren zu übersetzen und warum Verlage und Übersetzer ruhig noch etwas mehr Öffentlichkeitsarbeit in Bezug auf diese Tätigkeit machen könnten.

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(Quelle: http://www.paninicomics.de/geek-4-i8664.html

Der Artikel ist insgesamt sehr ausgewogen und abwechslungreich. Er beschäftigt sich sowohl mit den unterschiedlichen Übersetzungen von Tolkiens Werk wie auch mit Mangas, Superheldencomics und Franchise-Übersetzungen (Stark Trek) – es geht auch um Eindeutschungen und Änderungen von bestehenden Übersetzungen.

An dieser Stelle muss ich Christian Endres loben, der bereits im Phantastikmagazin Phantastisch mehrfach auf das Thema Übersetzung eingegangen ist.

„Geek“ ist das Nachfolgemagazin der Space View, die nie so ganz mein Fall gewesen ist (und dieses Jahr eingestellt wurde). Der „Geek“ werde ich jetzt aber mal eine Chance geben. In der Eigenbeschreibung des Magazin heißt es:

Geek! vereinigt das ganze Universum der Science Fiction, ob in Filmen, TV-Serien, Romanen, Comics, Games, der Wissenschaft oder dem Internet. Das Magazin bietet einen umfangreichen Genreüberblick in Form unzähliger Rezensionen, News, Ausblicke, Hintergrundartikel, Interviews, Reportagen und Analysen. Dazu gibt es ausgewählte Highlightthemen aus den Bereichen Fantasy und Horror. (Quelle: http://www.paninicomics.de/geek-S641.html)

Wer mehr über Christian Enders und seine zahlreichen Aktivitäten erfahren möchte, kann ja mal auf seinem Blog vorbeischauen: http://www.christianendres.de/

„Jacks magische Bohnen“ – jetzt als E-Book erhältlich

Meine Übersetzung von Brian Keenes „Jacks magische Bohnen“ ist jetzt als E-Book erhältlich. Bei amazon kann man in das erste Kapitel reinlesen: http://www.amazon.de/Jacks-magische-Bohnen-ebook/dp/B00AGMC0BY/ref=sr_1_1?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1354887717&sr=1-1

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Hier die Verlagsinfo:

Es geschieht im Bruchteil einer Sekunde. In einem Moment sind die Kunden im Supermarkt noch ganz normal und friedlich, und im nächsten Augenblick verwandeln sie sich in blutrünstige Psychopathen, die nur noch alle möglichen Gräueltaten im Sinn haben! Einzig Jack, Sammi, Angie und Marcel scheinen immun zu sein gegen den Wahnsinn, der den Rest der Stadt infiziert hat. Aber können sie lange genug am Leben bleiben und einander lange genug trauen, um das Geheimnis von Jacks magischen Bohnen zu lüften?

Eine von Brian Keenes desolatesten und brutalsten Novellen als deutsche Erstausgabe. Mit vier Bonus-Kurzgeschichten vom Meister des modernen Extrem-Horrors, der längst in einem Atemzug mit Stephen King und Clive Barker genannt wird!

Und hier eine kleine Kostprobe:

»Wir sind der Kopfsalat. Wir wissen alles. So ist es immer gewesen und so wird es immer sein. Der Kopfsalat ist weise. Jetzt töte die alte Schachtel.«

Es war schwierig, mit Kopfsalat zu argumentieren. Wie sie gesagt haben – sie sind weise. Achselzuckend ließ Ben seine Schürze auf den Boden fallen, eilte durch den Laden und schlug die alte Frau zu Boden. Ihr Kopf krachte gegen das Linoleum. Es hörte sich sehr laut an. Das Geräusch ließ Ben lächeln. Er trat ihr von der Seite ins Gesicht. Die Zähne der alten Frau rutschten unter die Bananenauslage. Der Kopfsalat hatte recht. Es waren nicht ihre echten Zähne.

Und aus der Kurzgeschichte „This Is Not An Exit“

»Hast du jemals einen getötet?«

Er leckt sich über die Lippen, während er mich fragt, und ich kann anhand seiner Miene sagen, dass er es nicht wirklich wissen möchte. Sein Blick huscht in der Hotelbar hin und her, bevor er zu mir zurückkehrt. Egal was ich sage, meine Antwort wird von ihm kaum wahrgenommen werden. Die Frage ist nur Formsache. Er sehnt sich nach dem Akt des Geständnisses. Er hat getötet, und es frisst ihn auf. Es lastet auf ihm. Er muss es erzählen.

»Was?« Ich tue, als sei ich über die Frage schockiert.

Der junge Mann ist vielleicht ein- oder zweiundzwanzig. Ist immer noch dabei, seine Grenzen zu lernen, wenn es um Alkohol geht. Seine gelallten Worte sind kaum wahrnehmbar, aber die leeren Bierflaschen vor ihm verraten alles. Er lehnt sich näher zu mir, fällt beinahe vom Hocker.

»Hast du schon einmal jemanden getötet?«

Das ist der Gesprächseinstieg. Eine Gelegenheit sich zu erleichtern. Oder zu prahlen.

Ein Zugang.

Ich schließe Zugänge.

Und noch eine Kostprobe aus “ ‚Der King‘, in: Gelb“

Das Licht wurde gedimmt und tauchte sie in Dunkelheit. Das Publikum wurde ruhig, und statisches Rauschen explodierte aus den Lautsprechern. Dann begann eine unheimliche Art von Musik. Ein Licht erschien am Ende des Theaters. Die Darsteller traten, jeder von ihnen eine einzelne Kerze tragend, hinter dem Publikum ein. Die Truppe ging langsam den Mittelgang hinunter und sang, als sie die Bühne erreichten.

»Habt ihr das Gelbe Licht gesehen? Habt ihr das Gelbe Zeichen gefunden?«

Als sie vorbeizogen, musste Finley sich zwingen, dem Drang zu widerstehen, nach ihnen zu greifen, um sie zu berühren. Die Ähnlichkeit zu ihren Alter Ego war verblüffend. Die Schauspielerin, die Janis Joplin spielte (die die Königin spielte), war ein perfektes Duplikat, bis hin zur blau getönten Haut, die ihr Gesicht im Tod geziert haben musste. Ihr folgte Jim Morrison (ein aufgedunsener Aldones) und John Lennon (ein Thale mit frischen Blutspuren auf der Kleidung). Mama Cass, Jimi Henrix, Sid Vicious … die Prozession fuhr fort, bis zwei Dutzend Schauspieler die Bühne betreten hatten.

»Schau dir das an!« Kathryn deutete auf die  25 Cent großen Bluttropfen in der Spur des Schauspielers. »Schauerlich. Ich kann kaum erwarten, was sie mit Kurt Cobain gemacht haben …«

Finley schauderte. »Gute Spezialeffekte. So viel ist sicher.«

 

Die gedruckten Fassungen dürften in Kürze folgen.