Belegexemplar eingetroffen: Phase X 11 – Astronomie

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Es ist schon ein paar Tage her, dass mein Belegexemplar der aktuellen Ausgabe von Phase X eingetroffen ist. Darin enthalten, die von mir übersetzte Geschichte Verstreut entlang des Himmelsflusses von Aliette de Bodard, die ich jedem SF-Fan nur ans Herz legen kann. Das ist ganz große Science Fiction!

Für die nächste Ausgabe werde ich wieder eine Kurzgeschichte von de Bordard übersetzen, und zwar die mit dem Nebula-Award ausgezeichnete Geschichte Immersion.

Und hier eine Übersicht über die restlichen Beiträge in Phase X 11 – Astronomie:

Artikel:
Gerd Küveler: Vor 150 Jahren: Jules Vernes Reise zum Mond. Die Erfindung des naturwissenschaftlichen Romans
Ulrich Blode: Thadewalds Spaziergänge durch die Vernistik. Buchvorstellung
Ulrich Blode: Wunder der Schöpfung (1925). Rezension
Ulrich Blode: Fremde Welten und Zivilisationen. Eine Literaturauswahl
Ulrich Blode: Taschenuniversen en gros. Philip José Farmers »Welt der Tausend Ebenen«
Ulrich Blode: Universen. Eine Literaturauswahl
Colin Johnston: H. P. Lovecraft und der kosmische Horror. Übersetzung: Ulrich Blode
Kurd Laßwitz: Der tote und der lebendige Mars
Alastair Reynolds: Mein Leben in der Forschung. Übersetzung: Ulrich Blode
Ulrich Blode: Die Milchstraße. Eine Literaturauswahl
Ulrich Blode: Stephen Baxter, Sternenkinder (2004). Rezension
Ulrich Blode: Robert L. Forward, Das Drachenei (1980). Rezension
Ulrich Blode: Schwarze Löcher und Neutronensterne. Eine Literaturauswahl
Ulrich Blode: Die Kometenpanik. Postkarten aus dem Jahr 1910
Ulrich Blode: Gregory Benford, Zeitschaft (1980). Rezension
Ulrich Blode: Astronomen. Eine Literaturauswahl

Literatur:
Herbert W. Franke: Planet des Lichts. Story
Alastair Reynolds: Jenseits des Aquila-Grabens. Story, Übersetzung: Dirk van den Boom
Aliette de Bodard: Verstreut entlang des Himmelsflusses. Story, Übersetzung: Markus Mäurer
Georg Christoph Lichtenberg: Gnädigstes Sendschreiben der Erde an den Mond
Sendschreiben des Mondes an die Erde, zur Antwort auf das Sendschreiben der Erde an den Mond, in der Sammlung von Lichtenberg-Schriften
Kurd Laßwitz: Des Astronomen Rache. Gedicht

Die Titelabbildung stammt von Lothar Bauer.

Kaufen kann man das Magazin unter anderem im Shop des Atlantis Verlag.

Phase X 11 mit einer von mir übersetzten Kurzgeschichte

Auf Geborstene Kiefer gab es keine Sterne – dort, wo alles in fensterloser Dunkelheit lag; und wo sich ein schwaches gelbes Glühen an die Haut aller Gefangenen klammerte, ganz gleich welcher Farbe. Aber einmal in der Woche war es den Gefangenen – unter schwerer Bewachung durch San-Tay-Wärter – gestattet, das Deck der Gefängnisstation zu betreten. Bots klinkten sich an ihre Gesichter und Augen und zwangen sie, in die Dunkelheit zu starren – auf den Ereignishorizont des Schwarzen Loches, wo alles Licht in Spiralen nach innen strömte und verschwand, wo alles zu Bedeutungslosigkeit zermalmt wurde. Dort draußen befanden sich Körper – Gefangene, die man nach gescheiterten Fluchtversuchen in Raumanzüge gesteckt hatte und langsam auf einen Ort zutreiben ließ, an dem Zeit und Raum jegliche Bedeutung verloren. Wenn sie Glück hatten, waren sie bereits tot.
Von Zeit zu Zeit zuckte jemand zusammen, als die Bots ihn zurück ins Wachsein stachen; oder leises Stöhnen und Schreien von jenen erklang, die den Verstand verloren hatten. Geborstene Kiefer beugte und brach jeden; und die Gefangenen, die man zurück auf die Station der Glückseligkeit entließ, kehrten vermindert und gekrümmt zurück, fuhren jede Nacht weinend und aufgewühlt von der Erinnerung an das Schwarze Loch aus dem Schlaf hoch.

Das ist aus der Kurzgeschichte „Verstreut entlang des Himmelsflusses“ von Aliette de Bodard (eine Autorin, die man sich merken sollte). Die Geschichte mischt asiatische Einflüsse mit den Themen Revolution, Poesie und Familiengeschichte. Die Herausforderung bei der Übersetzung lag in den unterschiedlichen Erzählebenen, von denen eine im Präsens und eine in der Vergangenheitsform erzählt wird. Da musste ich immer höllisch aufpassen, dass ich im Präsens-Teil nicht wieder ins Präteritum verfalle. Es ist eine sehr schöne Geschichte, die moderne Technik mit Sprache, Poesie und Tradition verbindet. Eine der Gefangenen aus dem Abschnitt oben gelingt es auf besondere Weise mittels Sprache ihre Kontrollbots zu überwältigen.

Die Geschichte wird in der kommenden Ausgabe des Phanastikmagazins Phase X erscheinen.

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Hier noch der Ankündigungstext von der Seite des Atlantis Verlags:

Von Lothar Bauer stammt das Titelbild zur elften Ausgabe des Magazins “Phase X”, herausgegeben von Ulrich Blode. Die neue Ausgabe steht unter dem Motto “Astronomie”. Alle Beiträge liegen vor, wir planen das Erscheinen im Frühjahr. Die neue Ausgabe ist vorbestellbar. Wir gehen im Moment von ca. 150 Seiten Umfang aus, so dass der Preis vermutlich diesmal nicht wie bei den bisherigen Ausgaben bei 6,90 EUR liegen wird, sondern bei 8,90 EUR (alleine die Geschichte von Alastair Reynolds ist ca. 40 Seiten lang). Enthalten sind Geschichten von – wie gesagt – Alastair Reynolds, Kurd Laßwitz und Aliette de Bodard sowie Artikel und Berichte von beispielsweise Alastair Reynolds und Herbert W. Franke und über unter anderem H. P. Lovecraft und Jules Verne. Abgerundet wird auch diese Ausgabe durch viele Rezensionen.