Werkstattbericht: vom Hilfsverb und Verb „war“

Ich gehe gerade mit der Suchfunktion sämtliche Sätze durch, in denen das Hilfverb war (also die Vergangenheitsform von sein) vorkommt. Solche Hilfsverben sind natürlich wichtig bei der Bildung bestimmter Zeitformen, wie dem Plusquamperfekt, der in einem solche Roman, der in der dritten Person in der Vergangenheitsform, also dem Perfekt geschrieben ist. Das Plusquamperfekt ist die Vorvergangenheit (oder auch abgeschlossene Vergangenheit), die immer dann zum Einsatz kommt, wenn es um Ereignisse geht, die vor der aktuellen Handlung, die ja im Perfekt beschrieben wird, passiert sind. Da wird dem Verb dann noch das Hilfsverb sein oder haben zur Seite gestellt.

Hier mal ein Beispiel:
Die Männer im Kommunikationsgraben waren zweifellos in Deckung gegangen …

Sie gingen nicht in Deckung, sondern befanden sich bereits dort – also: waren gegangen. Man könnte auch schreiben hatten Deckung gesucht, aber da ist nicht so eindeutig, ob  sie auch Deckung gefunden haben.

Im Englischen heißt das: The men in the communications trench were no doubt hunkered down …

Wobei ich hier jetzt etwas unsicher bin. Die Handlung in Deckung zu gehen, ist ja abgeschlossen, aber sie befinden sich immer noch in Deckung. Vielleicht kann mir da einer der Grammatikexperten weiterhelfen.

Ich könnte wohl auch schreiben: Die Männer befanden sich zweifellos in Deckung. Aber im Deutschen spricht man ja eher von in Deckung gehen. Manchmal verändert sich bei einer Übersetzung auch die grammatikalische Form bzw. die Zeit, weil im Deutschen einfach eine andere Ausdrucksweise für den Vorgang üblich ist.

Aber war taucht nicht nur im Plusquamperfekt auf. Oft (natürlich nicht immer) ist es auch Faulheit oder Schlamperei:

Sein erster Schuss traf den Watschler, der ihm am nächsten war stand, direkt ins Gesicht, schleuderte ihn auf dessen Hintermann und schickte beide zu Boden.

Hier dient das war keiner grammatikalischen Funktion, es wird nicht zu Bildung des Plusquamperfekts benötigt. Es ist kein Hilfsverb sondern ein vollständiges Verb. Es geht einfach um den Watschler (untoter Soldat), der ihm am nächsten ist). War kann vieles bedeuten, stand, saß, lag. Wenn aber aus der Handlung hervorgeht, welche dieser Aktionen gemeint ist, kann man sie auch mit einem präzisen Verb etwas eleganter ausdrücken. Dadurch verringert sich die Anzahl der unzähligen Wortwiederholungen mit war und waren, und die Formulierung bzw. Aussage wird präziser.

Warum darauf achten?

Wortwiederholungen nerven und ermüden den Leser. Ein breiterer Wortschatz sorgt für Abwechslung, liest sich flüssiger und der Leser kann sich die Handlung bildlicher vorstellen.

Bei all dem muss man natürlich darauf achten, dass man dem Original treu bleibt und inhaltlich nichts verändert.

Nachtrag:

Natürlich kann man nicht jedes war als Verb austauschen. Oft ist es auch wichtig, richtig oder hat so gar eine bestimmte Wirkung. Einer der berühmtesten Romananfänge aller Zeiten fängt in der deutschen Übersetzung mit ganz der Wiederholungen des Verbs war an:

Es war die beste und die schönste Zeit, ein Jahrhundert der Weisheit und des Unsinns, eine Epoche des Glaubens und des Unglaubens, eine Periode des Lichts und der Finsternis. Es war der Frühling der Hoffnung und der Winter des Verzweifelns. Wir hatten alles, wir hatten nichts vor uns; wir steuerten alle unmittelbar dem Himmel zu und auch alle unmittelbar in die entgegengesetzte Richtung – mit einem Wort, die Periode glich der unsrigen so wenig, daß ihre lärmendsten Tonangeber im Guten wie im Bösen nur den Superlativgrad des Vergleichens auf sie angewendet wissen wollten.

Quelle: aus Charles Dickens »Eine Geschichte von zwei Städten«. http://gutenberg.spiegel.de/buch/7038/2

It was the best of times, it was the worst of times, it was the age of wisdom, it was the age of foolishness, it was the epoch of belief, it was the epoch of incredulity, it was the season of Light, it was the season of Darkness, it was the spring of hope, it was the winter of despair, we had everything before us, we had nothing before us, we were all going direct to Heaven, we were all going direct the other way–in short, the period was so far like the present period, that some of its noisiest authorities insisted on its being received, for good or for evil, in the superlative degree of comparison only.

Quelle: Charles Dickens »A Tale of Two Cities«

Wie man sieht, kommt das englische Verb was im Original viel häufiger vor. In der deutschen Übersetzung hat der Übersetzer es also auch deutlich reduziert, ohne dass der Text seine Wirkung verliert. Wobei die Übersetzung inhaltlich nicht so ganz richtig ist. Das worst of times wird hier zu schönste Zeit gemacht. Damit geht der Gegensatz, der den ganzen Beginn ausmacht bei diesem ersten Beispiel verloren.

Zweiter Nachtrag – hier ist die wesentlich bessere Übersetzung vom Suhrkampverlag:

Es war die beste und die schlimmste Zeit, ein Jahrhundert der Weisheit und des Unsinns, eine Epoche des Glaubens und des Unglaubens, eine Periode des Lichts und der Finsternis: es war der Frühling der Hoffnung und der Winter der Verzweiflung; wir hatten alles, wir hatten nichts vor uns; wir steuerten alle unmittelbar dem Himmel zu und auch alle unmittelbar in die entgegengesetzte Richtung – mit einem Wort, diese Zeit war der unsrigen so ähnlich, dass ihre geräuschvollster Vertreter im guten wie im bösen nur den Superlativ auf sie angewendet wissen wollte.

Serienneustarts Herbst 2013 – Teil 1: die Sitcoms

In den USA hat die neue TV-Saison begonnen und viele neue Serien sind an den Start gegangen. Ich habe es auf mich genommen, mir einige der Pilotfolgen anzusehen und werde ich zu jeder von ihnen ein paar Sätze schreiben.

Ich fange mit den Sitcoms an. Vielleicht liegt es ja an mir, aber bis auf „Raising Hope“ und „Community“ habe ich in den letzten vier Jahren keine neue Sitcom gesehen, die mich ähnlich begeistern konnte, wie einst „Eine schrecklich nette Familie“, „Two and Half Men“, (zumindest zu Beginn), „The Big Bang Theory“, „How I Met Your Mother“ oder „King of Queens“. Ich habe den Eindruck, dass die große Sitcomzeit endgültig (oder zumindest vorerst) vorbei ist.

Mom – Pilotfolge: eine neue Sitcom von Chucke Lorre. Der Pilot kann einen uninspirierten Cameo von Alan Harper aufweisen, ist ansonsten aber einfach nur nervig. Hier geht es um eine alleinerziehende Alkoholikerin, die als Kellnerin arbeitet und nahe am Wasser gebaut ist. Lahme Gags und flache Figuren. Hat mich nicht einmal zum Lachen gebracht. Werde ich nicht wieder einschalten.

 

Trophy Wife – Pilotfolge: diese Familiensitcom, in der es um die titelgebende Trophäenfrau geht, die sich mit den Ex-Frauen ihres Mannes, die auch die Mütter seiner Kinder sind, rumschlagen muss, ist einfach nicht mein Fall. Schlecht gemacht ist sie aber nicht. Trotzdem habe ich nach zehn Minuten wieder abgeschaltet.

 

The Michael J. Fox Show – Pilotfolge: toll, dass Fox wieder im TV zu sehen ist. Hier wird seine Parkinson-Erkrankung offensiv thematisiert und muss für viele Gags herhalten. Die sind zumindest teilweise ganz witzig, reichen aber nicht an seinen Auftritt in „Curb your Enthusiasm“ heran. Der Pilot war durchwachsen, die Krankheit wurde zu offensichtlich bzw. zu häufig thematisiert. Ich hoffe, das ändert sich noch. Michael J. Fox offensiver und humorvoller Umgang mit der Krankheit ist bewundernswert, trägt aber auf Dauer keine ganze Serie. Mal schauen, wie es weitergeht.


The Crazy Ones – Pilotfolge: Robin Williams in einer Serie von David E. Kelley! Warum ist vorher noch niemand auf diese Idee gekommen. Williams ist einfach perfekt für die extrovertiert-genial-verrückten Figuren von Kelley. Hier geht es um einen alternden Werbeprofi, dessen Ruhm am Verblassen ist, und der mit Hilfe seiner Tochter (Sarah Michelle Geller) versucht, die Firma zu retten.
Die zweitbeste neue Sitcom, die ich bisher gesehen habe, aber schade, dass es nur ein Zwanzigminüter ist, in diesem kurzen Format können sich die intelligenten und cleveren Drehbücher aus der Kelley-Schmiede nicht so richtig entfalten. Die Sendung lohnt sich aber allein schon wegen Robin Williams.

 

Brooklyn-Nine-Nine – Pilotfolge: Zur Abwechslung mal eine Copcomedy, ein Format, dass ich seit „Sledge Hammer“ nicht mehr gesehen habe. Und gar nicht so unwitzig, wenn auch teilweise etwas zu albern. Auch zündet nicht jeder Gag, aber die Serie hat definitiv Potential.

 

Back in the Game – Pilotfolge: Die beste der neuen Sitcoms, mit schwarzem, politisch unkorrektem Humor, James Caan als altem Stinkstiefel, einer alleinerziehenden Mutter, die einst eine hervorragende Baseballspielerin am College war, und jetzt das Team ihres völlig untalentierten Sohnes trainiert. Die Serie hat Charme, und wirkt nicht so gekünstelt, konstruiert und gewollt wie die meisten anderen Sitcoms.

Alle neuen Sitcoms habe ich nicht gesehen, das sind einfach zu viele und darauf habe ich auch gar keine Lust. Dads von Seth McFarlan soll auch ziemlich unlustig sein, Welcome to the Family wurde von NBC schon wieder eingestellt. The Goldbergs will ich mir noch ansehen.

Im zweiten Teil wird es um die neuen Dramaserien der Networks gehen, darunter Sleepy Hollow, Marvel’s Agents of the S.H.I.E.L.D, Blacklist und Hostages.

Die Entwicklung der amerikanischen Sitcom

Da TV-Serien ja ein Schwerpunkt meines Blogs sind, hier ein längerer Eintrag zur Entwicklung der amerikanischen Sitcom. Der ist ursprünglich, in leicht abgewandelter Form, ein Kapitel in meiner Bachelorarbeit Die Darstellung von Armut und Unterschicht in amerikanischen TV-Serien, analysiert am Beispiel der Serien „Raising Hope“ und „Shameless“ gewesen.

 
Da es sich um einen akademischen Text für eine deutsche Universität handelt, ist er sprachlich etwas trocken und langweilig geworden. Aber die wollen das so (seufz).
Hauptsächlich orientiere ich mich in diesem Kapitel an dem Buch „Honey, I’m Home: Selling the American Dream“ von Gerard Jones.

Die Entwicklung der amerikanischen Sitcom

Das Format der Sitcom ist älter als das Fernsehen selbst. In den 1920er und 30er Jahren erfreute sich das in den USA weitverbreitete Radio großer Beliebtheit. Eines der gängigen Formate war die „Situational Comedy“ (Sitcom). Vorbilder dafür waren Comicstrips. Die Sitcoms bestanden vor allem aus familientauglichen Sendungen und sogenannten Vaudevilleshows. Meist waren diese ethnischen Komödien, in denen Einwandererfamilien oder einzelne Figuren aus Irland, Italien oder anderen europäischen Ländern durch die kulturellen Unterschiede in komische Situationen gerieten.

Diese Sitcoms wurden wie viele andere Radiosendungen, die auf den Networks wie NBC, CBS oder ABC liefen, von Unternehmen (wie z. B. Kraft Food) gesponsert (vgl. Jones, 24). Diese Unternehmen übten erheblichen Einfluss auf die Inhalte der Sendungen aus. Der Großteil der Radiohörer (und damit auch der Werbezielgruppe) gehörte zur konservativen Mittelschicht, dementsprechend bestanden die Sponsoren auf unkritische, konservative Themen.

Der Start des Fernsehens verlief, anders als der des Radios, etwas holprig. Es dauerte lange, bis der Fernseher Einzug in die Mehrheit der US-Haushalte hielt. Auch für die Fernsehsender verlief der Start eher schleppend. Aufgrund der hohen Kosten für die Technik konnten es sich nur die größten Radiosender (also Networks wie NBC, ABC und CBS) leisten, ins TV-Geschäft einzusteigen. Hinzu kamen technische Hürden: Aufgrund fehlender Aufnahmekapazitäten wurden Sendungen live aufgeführt und waren in der Produktion sehr teuer, auch die Übertragung über den großen nordamerikanischen Kontinent stellte sich als schwierig heraus. Es gab nur wenige Zuschauer, was es für Werbekunden wenig attraktiv machte. Es war der Sport, genauer gesagt Baseball, der dem Fernsehen endgültig zum Erfolg bei den Zuschauern verhalf (vgl. Jones, 39).

Sitcoms gab es in den ersten Fernsehjahren noch nicht. Ende der 1940er Jahre konnten aber Sitcoms wie „Ozzie and Harriet“ und „My Friend Irma“ erste Erfolge feiern. Ethnische Sitcoms wie „The Goldbergs“ und „Mama“ folgten einem Muster, dass sich bis zu „Famous Teddy Z.“ von 1989 hielt (vgl. Jones 45). The older generation struggles under its traditional culture as the younger one apes American values (Jones, 45). Die ethnischen Sitcoms kamen im Zuge des Red Scares in Schwierigkeiten, Assimilation und die Verleugnung der eigenen Herkunft verbreitete sich immer mehr im Land und machte es solchen Sendungen schwierig, sich zu halten.

In den1950er Jahre präsentierten Sitcoms eine homogene, assimilierte Gesellschaft, die ausschließlich amerikanische Werte vertrat. Man wandte sich von größeren sozialen Gruppen ab  und konzentrierte sich auf die Familie (vgl. Jones 61). Es entstanden Shows mit Namen wie „My favorite Husband“, „The Honeymooners“, „Father knows best“ und „I love Lucy“.

… middle- and working-class family sitcoms to promote the commodities necessary for middle-class assimilation, but also to position working-class characters as stern object lessons in the battle to promote a „classless“ American post–World War II idyll. (Williams, 8)

Hinter den Sitoms dieser Zeit steckte also nicht nur die Absicht, die Zuschauer zu unterhalten, sondern eine politische und eine wirtschaftliche Agenda, die dabei helfen sollte die Zivilgesellschaft im Sinne von amerikanischen Werten und dem Corporate America umzustrukturieren und umzuerziehen.

Der Erfolg dieser Serien lag aber nicht an dieser ideologischen Agenda, die den meisten Zuschauern vermutlich gar nicht bewusst war. I love Lucy“ came along at the moment when Americans were finally putting the depression and the war behind them and trying  to shift back into “normalcy,” which for women meant domesticity (Jones, 70).
Die Darstellung dieser „Normalität“ zeichnete sich allerdings nicht durch wirklichen Realismus aus, sondern durch Kombination aus idealisierter Realität und komödiantischer Überzogenheit, wenn z. B. Lucy, für ihren vermeintlich vom Heimweh befallenen Partner ein kubanisches Dorf in der Wohnung samt Esel und Hühnern nachbaut.

Der Erfolg dieser Sitcoms hängt auch mit der steigenden Verbreitung von TV-Geräten zusammen, standen sie 1952 nur in 24 Prozent der Haushalte, waren es 1956 schon 72 Prozent (vgl. Jones, 73)

Sitcoms liefen oft nach dem gleichen Schema ab. Im Mittelpunkt steht eine Familie, die die klassischen amerikanischen Werte und Familienstrukturen repräsentiert. Die Mutter bleibt als Hausfrau zu Hause, kümmert sich um die Kinder und sorgt dafür, dass das Essen auf dem Tisch steht, wenn der Familienvater von seinem harten Arbeitstag zurückkommt. Dabei leben diese Familien in einer Art Blase, in der jeder Tag abläuft, als hätte es den vorigen nicht gegeben. Mit jeder neuen Folge wird ein Resetknopf gedrückt, der verhindert, dass es folgenübergreifende Handlungen gibt. Eine Folge besteht meist daraus, dass kleinere Probleme gelöst werden müssen, was im Verlauf für allerlei komische Situationen sorgt, am Ende aber mit Hilfe amerikanischer Werte gelöst werden kann.

Diese Familien leben meist in den „Suburbs“, den Vorstädten Amerikas und sind Teil der antikommunistischen Ideologie der 1950er Jahre. William Levitt, the master builder of the earliest mass market suburbias, put it most succinctly: „No man who owns his own house and lot can be a Communist. He has to much to do. (Jones, 89).

Die Sitcom wurde zum ideologischen Vehikel des Corporate America, sie präsentierten den Zuschauern, wie sie mit ihrem Familienleben zum Wohle Amerikas beitragen konnten, zum Kampf gegen den Kommunismus und zum Konsum, der neuen Religion des Corporate America. Die Familien in den Sitcoms leben den konsumorientierten Lebensstil vor, für den die Werbeunterbrechungen die passenden Produkte liefern. Die idealisierte Sitcomfamilie wurde zur „City upon a Hill“ für eine neu entstandene Fernsehnation.

Aber auch damals gab es schon Ausnahmen, Sendungen, die nicht hundertprozentig in das Schema passten und durchaus subversive Untertöne enthielten, wie z. B. „Make Room for Daddy“, eine Sendung, in der es um die Familie Nelson geht, die versucht, dem Ideal der amerikanischen Familie zu entsprechen, dieses Ziel aber stets verfehlt. Die Sendung machte sich über die Künstlichkeit und Bigotterie dieses Ideals lustig.

Bis zu Beginn der 1960er Jahre hatte sich bei den Sitcoms ein Schema verfestigt, das die nächsten 10 Jahre, mit nur kleinen Variationen, anhalten sollte (vgl. Jones, 134). Die drei großen Networks („The Big Three“: NBC, ABC und CBS) beherrschten das Feld. Die Sitcom war zu einem ähnlichen Massenprodukt geworden, wie die vielen Gebrauchsgegenstände, die in den Werbepausen angepriesen wurden.

Die großen Sitcoms der 60er Jahre waren „The Andy Griffith Show“ und „The Dick van Dyke Show“. „The Andy Griffith Show“ spielt in einer Kleinstadt in North Carolina. … one could never be quite sure whether the townsfolk were being mocked or sympathized with (Jones, 140). Eine Ambivalenz, die man auch bei „Raising Hope“ und „Shameless“ wiederfindet.

Aber in diesem Jahrzehnt gab es auch einen Bruch mit dem Idealbild der Normativität. In „The Beverly Hillibillies“ zieht eine Hinterwäldlerfamilie nach einer Erbschaft in die feine Gesellschaft von Beverly Hills ein und stellt die Homogenität der amerikanischen Gesellschaft infrage, laut Jones soll dies aber das einzig relevante soziale Thema gewesen sein, dass man mit dieser Sendung in Verbindung bringen könne, ansonsten würde sie sich weit abseits jeglicher Realität bewegen (vgl. Jones, 166).

In „The Munsters“ und „The Addams Family“ rücken gesellschaftliche Außenseiter in den Fokus. Das kann durchaus den Einflüssen von Gegenkulturen wie den Beatniks und später der Hippiebewegung zugeschrieben werden. Die jüngere Generation lehnt sich gegen die Homogenität der älteren auf. Hier zeigt sich, dass Sitcoms durchaus den Zeitgeist widerspiegeln, wenn auch auf abstrakte und codierte Weise. Wobei es das primäre Ziel von „The Munsters“ ist, zu zeigen, wie sich die Außenseiter anpassen können, um von der normalen Gesellschaft akzeptiert zu werden. Man erkennt zwar gewisse heterogene Anteile in der Gesellschaft an und auch eine gewisse Gegenkultur, aber am Ende ist es Ziel, diese wieder zu assimilieren. Damit hat sich die Serie selbst das subversive Potenzial entzogen und reiht sich zu den Sitcoms ein, die amerikanische Werte vertreten.

In den 1970er Jahren befassten sich Sitcoms wie „The Mary Taylor Moore Show“ auf differenziertere Weise mit dem Thema Emanzipation, als es noch Shows wie „I Love Lucy“ getan haben. Hier geht es um eine junge Frau, die versucht sich beruflich in einer Männerdomäne durchzuschlagen. Mary Taylor Moore wurde Vorbild für viele amerikanische Frauen (und auch für die Sitcom „Roseanne“), was nicht darüber hinweg täuschen sollte, dass die Sendung viele ihre Lacher durch sexistische Witze bezieht, die zwar durchaus kritisch behandelt werden, am Ende aber auch vom Sexismus der Zuschauer leben.

In den 70ern versuchte man etwas mehr Schärfe und Sozialkritik in das Sitcomformat zu bringen, in dem man z. B. die britische Sitcom „Til Death do us apart“ adaptierte. Die Sendung hieß „All in the Family“ und lief 10 Jahre sehr erfolgreich. Auch wenn sie etwas softer ausfiel als das britische Vorbild, war sie doch ein Meilenstein im amerikanischen Fernsehen, da es die erste Sendung war, die sich mit ernsthaften Themen wie, Rassismus, Homosexualität, Vergewaltigung, Abtreibung usw. auseinandersetzte.

„All in the Family“ geht mit einer ähnlichen Ambivalenz an diese Themen heran, wie „Shameless“. Familienvater Archie Bunker ist ein politisch völlig unkorrekter Rassist, der trotzdem auf eine sentimentale Weise präsentiert wird, die es dem Zuschauer schwierig macht, ihn nicht als Helden der Sendung zu sehen. Dadurch werden diese kontroversen Themen nicht direkt konkretisiert, zentraler Inhalt sind nicht die gesellschaftlichen Missstände, für die sie sorgen, sondern die persönlichen Konflikte der Protagonisten, und wie sie damit umgehen. Die Serie bricht thematisch zwar Tabus, folgt aber noch zu sehr dem Muster der frühen Ethnic Comedys, in denen Stereotypen vor allem zu Belustigung verwendet werden.

All in the Family“ could be viewed on different levels. Liberals, intellectuals, the upper middle class, the „New Youth“ could see their beliefs vindicated, if they wished. At the same time old white conservatives found a new hero and felt that the world had acknowledged them (Jones, 211).

Zu den erfolgreichsten Sitcoms der 80er Jahre gehören „The Cosby Show“ und „Alf“, beides Sendungen, in denen es um den Wert einer intakten Familie geht. Erst „Married with Children“ brach 1987 mit diesem Ideal der Familie. Hier sind die Hölle die anderen Familienmitglieder, bildlich sogar in einer Episode dargestellt, in der Al Bundy tatsächlich in die Hölle kommt, nur um festzustellen, dass es sich dabei um sein Haus und seine Familie handelt. Die Serie beschäftigt sich durchaus mit dem Thema Armut, ist dabei aber so überzogen und zynisch, und seine Protagonisten verhalten sich so dumm, dass dabei jegliche soziale Relevanz verpufft.

Anders ging es die Serie „Roseanne“ an. „Roseanne“ is more attached to its happy resolutions, but it does show the optimism of the genre beginning to crack (Jones, 266).

Es gab immer wieder einzelne Sitcoms, die kontroverse Themen aufgegriffen haben, diese aber letztendlich nicht auf ernsthafte bzw. differenzierte Weise behandeln konnten, da sie zu sehr im gängigen Schema des Sitcom-Formats gefangen waren. Die wohl erfolgreichste Sitcom in der Arbeiterklasse seit „Roseanne“ ist „King of Queens“, die von 1998 bis 2007 lief. Zwar sind die Protagonisten einfache Arbeiter (die Hauptfigur Doug Heffernan arbeitet für einen Paketdienst) und die finanziellen Probleme der Heffernans werden gelegentlich thematisiert, insgesamt, folgt die Serie aber dem klassischen Sitcomschema, ohne dabei kontroverse Themen zu behandeln.

Mitte der 90er Jahre verschob sich der Fokus bei Sitcoms ein wenig von Familien hin zum Freundeskreis, vor allem durch den Erfolg der Serie „Friends“, gefolgt von Sitcoms wie „Sex and the City“, „Big Bang Theory“ und „How I Meet Your Mother“ (letztere Serie setzt übrigens auf eine innovative Narration, die man bei Sitcoms vorher so nicht gesehen hat).  Zwar gab es solche Freunde-Sitcoms zuvor schon, wie z. B. die sehr erfolgreiche Serie „Cheers“, aber nicht in dieser Anzahl. Hier zeigte sich eine deutliche Verschiebung von Werten und Lebensgefühl in den 90er Jahren, weg von klassischen Familienwerten hin zu einer hedonistischen, individualisierten Lebensweise abseits alter Modelle.

Eine der wenigen Ausnahmen ist „Malcolm in the Middle“ (2000-2006), die das Leben von Malcolm und seiner dysfunktionalen Familie zeigt, die sich stets am Rande zum Abstieg in die Unterschicht befindet.

Aktuell befindet sich die Sitcom ein wenig in der Krise. „Big Bang Theory“ fährt zwar immer noch Rekordquoten ein, hat sich thematisch aber stark abgenutzt, ebenso wie „How I Met Your Mother“. Durch den Erfolg der Kabel-TV-Dramaserien ist das Interesse an Sitcoms (vor allem nach dem klassischen Schema) stark zurückgegangen. Viele werden nach ein bis zwei Staffeln wieder eingestellt, Ausnahmen sind teilweise Sitcoms, die thematisch ungewöhnliches Terrain betreten, wie „Parks and Recreation“ über eine Forstbehörde, oder „Community“ über ältere Studenten auf dem zweiten Bildungsweg an einem staatlichen College.

Statt weiter auf das klassische Sitcommodell zu bauen, hat man einzelne Sitcomelemente in Dramaserien wie „Shameless“ übernommen.

 

Literatur

Jones, Gerard. „Honey, I’m Home: Selling the American Dream“. New York: St. Martins Press 1992.

Ausblicke und Einblicke (mein Arbeitsplatz und ein Textauszug aus „Das Blut der Helden“)

Das hier ist übrigens der Blick aus meinem Arbeitszimmer, in dem ich momentan einen Großteil meiner Zeit mit Übersetzen verbringe:

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Hier ein Blick auf den jüngst ergrünten Sportplatz, der einst mein Hauptaufenthaltsort in der Kindheit war, und auf dem ich jetzt zum Ausgleich gelegentlich am Fußballtraining meiner alten Mannschaft teilnehme. Ist ein guter Platz geworden.

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Und hier hängt der SF-Kalender 2014 von Timo Kümmel mit Titelbildern aus dem Atlantis Verlag über den Ausdrucken meiner aktuellen Atlantis-Übersetzung. Titelbilder meiner Übersetzungen sind in dem Kalender allerdings nicht vorhanden, da es bisher ausschließlich Horrorbücher waren, die von Mark Freier bebildert wurden.

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Wie gesagt, momentan bin praktisch rund um die Uhr mit Übersetzen beschäftigt. So langsam nähere ich mich der Hälfte des ca. 600 Seiten langen Romans, in dem amerikanische Soldaten mit steampunkigen Gerätschaften (wie künstlichen Federwerkhänden) gegen kaiserliche Zombiesoldaten in den Gräben des Ersten Weltkriegs kämpfen. Demnächst folgt noch ein Klappentext, aber hier erst mal ein längerer Auszug, aus der noch unlektorierten und unkorrigierten Rohfassung meiner Übersetzung:

Burke wechselte seine Pistole in die linke Hand, während er in der Tasche seines Mantels mit den Fingern seiner rechten Hand nach der Extramunition kramte, die er dort aufbewahrte.
Die Kreatur wog ihren Kopf erst in die eine, dann in die andere Richtung, wie ein Hund, der über etwas nachdachte, das ihm zuvor noch nicht begegnet war.
Hastig zog Burke das Magazin seiner Pistole heraus und fing an, die Kugeln in die Kammer zu schieben, während er den Blick keine Sekunde von dem Ding vor ihm ließ.
In seinen Augen schimmerte eine Art listiger Intelligenz.
»Scheiße«, murmelte Burk leise.
Der Watschler sprang wie ein Sprinter von seinen Hinterbeinen aus nach vorne und rannte den Graben entlang auf ihn zu.
Burke gelang es einen Schuss abzufeuern, dann einen zweiten, beide trafen den Watschler im fleischigen Bereich seines Brustkorbs, aber sie verlangsamten ihn nicht im geringsten. Er versuchte gerade den dritten und finalen Schuss auf den Schädel der Kreatur anzusetzen, als diese mit der Wucht eines Güterzugs in ihn hineinknallte.
Er ging hart zu Boden, das volle Gewicht des Dings lag auf seiner Brust, und sein Hinterkopf hatte etwas Unnachgiebiges getroffen, was ihn für einen Moment benommen machte.
Er schüttelt seinen Kopf, um ihn klar zu bekommen und öffnete die Augen, nur um zu sehen, wie der Watschler mit unverhohlenem Hunger zu ihm herabstarrte. Einstmals war er ein blonder, kräftig gebauter Deutscher gewesen, über einsneunzig groß und einhundert Kilo schwer. Jetzt war seine Haut grau und von schwarzen Venen durchzogen, die aus dem langsam verwesenden Fleisch hervorstanden, seine Augen bestanden aus einem von gelbem Eitern umrandeten dünnen Weiß.
Burke zögert nicht; er schwang seine Pistole herum und zielte auf das Gesicht der Kreatur.
Nur um sie mit einem Rückhandschlag aus der Hand geschlagen zu bekommen.
Hilflos, ohne Waffe unter dem Watschler gefangen, sah Burke mit Entsetzen, wie das Ding seinen Mund öffnete und abgebrochene Zähne entblößte, von denen ein dicker, grün-grauer Schleim tropfte. Der Biss eines Watschlers war giftig, und die Rettungskräfte mussten schnell handeln, um einen Mann zu retten, der das Pech hatte, gebissen zu werden. Das Gift, das durch einen Watschlerbiss übertragen wurde, breitete sich mit unglaublicher Geschwindigkeit im Körper aus und verursachte eine rasende Infektion, lähmende Schmerzen und schließlich den Tod. Die wirklichen Pechvögel würden sich selbst in Watschler verwandeln und einige Stunden später wieder auferstehen, wenn die Transformation abgeschlossen war. Gott sei Dank passierte das nicht sehr oft.
Die Kreatur bäumte sich auf, zog ihren Kopf wie eine Schlange zurück, bereit zuzuschlagen, dann schoss der Kopf nach unten auf Burkes ungeschützten Nacken zu.
Während er sich voll und ganz darauf konzentrierte, die geifernden Kiefer von seinem ungeschützten Fleisch fernzuhalten, tat Burke das Einzige, was ihm in diesem Moment einfiel.
Er schob die Prothese an seinem linken Arm in den Mund der Kreatur und rammte sie zwischen dessen Kiefer.
Aus früheren Erfahrungen wusste Burke, wie stark der Biss eines Watschlers sein konnte; sein linker Arm und die Hand waren drei Jahre zuvor von einem zermalmt worden, was schließlich eine Amputation erforderte. Aber eine Hand zu verlieren, war besser, als sein Leben zu verlieren. Dieses Mal schloss sich der Kiefer der Kreatur mit einem lauten Klirren um die Metallhaut seines Unterarms und zerquetschte ihn wie eine Blechdose.
Das einst menschliche Wesen zog seinen Kopf in der Hoffnung zur Seite, von der falschen Gliedmaße fortzukommen, um erneut zu versuchen das weiche Gewebe an Burks Hals zu erreichen, musste aber zu ihrem eigenen Frust und Burkes Schrecken feststellen, dass sich die Zähne im verdrehten Metall von Burkes mechanischem Arm verfangen hatten.
Für einen Moment erstarrten beide und durchbohrten sich gegenseitig mit Blicken, dann drehte der Watschler durch und schlitzte Burkes Gesicht mit überlangen Fingernägeln auf, trat mit seinen Füßen nach ihm und versuchte sich, aus der heiklen Position zu befreien.
Der Tobsuchtsanfall des Watschlers führte nur dazu, dass sich seine Zähne noch tiefer in der verdrehten Masse verfingen, die einst Burkes Unterarm gewesen war.

Wo man mich trifft: Buchmessecon 2013

Veranstaltung: Buchmessecon

Ort: Bürgerhaus Dreieich-Sprendlingen (bei Frankfurt)

Datum: 12. Oktober 2013

Zeit: ab 11.00 Uhr

Eintritt: 10 Euro
Wie jedes Jahr im Oktober findet parallel zur Frankfurter Buchmesse im nahegelegenen Dreieich-Sprendlingen eine kleine Veranstaltung (ca. 300 Besucher) für Freunde und Freundinnen der phantastischen Literatur statt. Der Bucon ist eine sogenannte Convention, also eine Art Fandomtreffen mit Programmpunkten.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder zahlreiche Fantasyautoren (und auch ganz wenige Science Fiction Autoren), die auf dem Con Lesungen und Fragestunden halten werden. Unter anderem: T.S. Orgel, Oliver Plaschka, Kai Meyer, Tom Finn, Michael Peinkofer, Bernhard Hennen uvm.
Und Markus Heitz … tja, kaum gewinnt er mal nicht den Deutschen Phantastik Preis (der auf dem Bucon verliehen wird), schon lässt er sich nicht blicken …

Dazu gibt es noch einige themennahe Programmpunkte mit Vorträgen und Diskussionen, z. B. Rober Vogel über die Dreharbeiten von »Dr. Who«, das Perry Rhodan Verlagspanel, ein Programmpunkt über den Worldcon 2014 in London uvm.

Auch Übersetzer- und Bloggerkollege Frank Böhmert wird mit Ralf Steinberg einen Programmpunkt abhalten:

»Der SFCD übersetzt:
Ralf Steinberg im Salongespräch mit Frank Böhmert:
Mit Kind und Kegel in die Zombie-Apokalypse

Frank Böhmert plaudert mit Ralf Steinberg über seine aktuellen Jugendbuchübersetzungen. Frank Böhmert, zweifacher Vater, übersetzt seit vielen Jahren Kinder- und Jugendbücher; dabei spielen erstaunlich oft die Genres SF, Fantasy und Horror eine Rolle. Erstaunlich selten werden diese Bücher, meist sehr gut geschrieben und oft kleine Bestseller, in unserer Szene wahrgenommen. Das wollen wir ändern! Ralf Steinberg, dreifacher Vater, in den einschlägigen Foren als »lapismont« bekannt, schreibt Rezensionen für den Fantasyguide und hat etliche von Franks Übersetzungen gelesen. Frank liest coole Stellen, Ralf stellt kluge Fragen, beide stammeln rum. Das Publikum darf auch mal. Ein Salongespräch für:
– Eltern, die sich fragen, mit welchen Büchern sie ihre Kinder verdammt noch mal zum Lesen kriegen!
– Kinder, die sich fragen, warum ihnen ihre Eltern immer so verdammt langweilige Bücher schenken und nicht solche! »

Hier das komplette Programm: http://www.sftd-online.de/bucon/bcprog13/programm13.html

Mich persönlich interessieren die Programmpunkte inzwischen nicht mehr so sehr. Mir geht es mehr darum, Leute zu treffen, mit denen ich den Rest des Jahres nur Kontakt über das Internet habe. Daraus ergeben sich tolle und interessante Gespräche, und ab und zu lernt man auch ganz neue, faszinierende Leute kennen.
Aus dem Horrorforum haben sich viele Foristen angekündigt, ebenso wie aus dem  Forum der Bibliotheka Phantastika. Die SF ist meist nur schwach vertreten, aus den Foren von SF-Fan.de und dem SF-Netzwerk sind mir nur wenige Ankündigungen bekannt.

Wer vor Ort ist und mich persönlich kennen lernen möchte, so sehe ich aktuell ungefähr aus:

Ich-bucon

Das Foto ist vom Bucon 2012, der Bart wird morgen etwas kürzer sein, die Haare ähnlich und ich werde die gleichen Klamotten anhaben. Sprecht mich einfach an.

Noch eine Warnung zum Schluss: Die Verpflegung auf dem Bucon ist traditionell eine Katastrophe, da die Pächter des Bürgerhauses es nicht auf die Reihe bekommen, etwas über dem Niveau von schlabbrigen Siedewürstchen auf den Teller zu zaubern. Stellt euch also vorsichtshalber auf Selbstverpflegung ein.

Stand der Dinge – Oktober 2013

Nach einer Woche Umzugsstress bin ich endlich mit fertig mit dem Ausräumen der zahlreichen Umzugskartons, in denen sich unzählige Bücher befunden haben (geistige Notiz:mehr E-Books, weniger Print anschaffen); Schreibtisch und Bücherregale sind zusammengeschraubt, meine Büchersammlung ist endlich wieder vereint und ich komme nach sieben arbeitsreichen Tagen endlich wieder zum Übersetzen.

Am Dienstag den 1. Oktober war die Schlüsselübergabe in Berlin und ich bin jetzt offiziell Ex-Berliner. Ein komisches Gefühl, nach vier Jahren in der Bundeshauptstadt. Vieles (vor allem das vielfältige Kulturangebot) wird mir fehlen. Da herrscht im Westerwald eher tote Hose. Dafür habe ich hier jetzt wieder die Möglichkeit regelmäßig ins Fußballtraining zu gehen (zurück wird in meiner momentanen Verfassung noch gehumpelt).

Im Zuge des Umzugs habe ich mir zum Übersetzen ein extra Büro eingerichtet, damit ich in Zukunft Arbeit und Privatleben besser trennen kann. Soll heißen, dass ich mich nicht mehr so leicht ablenken lasse, wenn ein Fernseher oder mein gemütliches Bett direkt neben dem Arbeitsplatz steht.

Hier ein Foto von meinem neuen Arbeitsplatz. Und damit ich auch immer fleißig und motiviert bin, habe ich mir ein Foto von meinem großen Idol direkt über den Schreibtisch gehängt. Der Dude wird von nun an über meine Produktivität wachen. 🙂

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Ansonsten bin ich noch mitten in der Übersetzung von »Das Blut der Helden« und gleichzeitig noch auf Arbeitssuche. Auf das Ergebnis meiner Abschlussarbeit warte ich immer noch.