Meine neue Website: lesenswelt.de

Mit lesenswelt.de habe ich mir eine neue Internetseite zusammengebastelt. Translate Or Die begann 2012 ursprünglich als Webpräsenz meiner Übersetzertätigkeit. Ein von WordPress gehosteter Blog erschien mir die einfachste Lösung zu sein. Text reinkopieren, noch ein paar kleine Formatierungen anpassen, hier und da Bilder oder Videos einfügen und fertig. Unkompliziert und schlicht sollte es sein, mit Fokus auf den Texten. Von der beruflichen Präsenz ist der Blog mit der Zeit zum persönlichen Webspace geworden, auf dem ich über alles Mögliche schreibe, vor allem aber Bücher bespreche.

Doch so ab 2019, seit meinem beiden Knie-OPs, ist mir die Lust am Bloggen irgendwie abhandengekommen. Lag sicher auch daran, dass ich meine Schreibenergie auf meine Artikel für Tor Online konzentriert habe, für die ich bezahlt werde, und mit denen ich mir einen Teil meines Lebensunterhalts verdiene. Dazu ist mir das einfache Bloggen zur Routine geworden, die irgendwann langweilt.

Lesenswelt ist der Versuch, die Sache noch mal auf neue Weise anzugehen. Ursprünglich wollte ich mich einfach nur etwas mit Webdesign beschäftigen. Meine eigene Seite hosten (also bei einem Hostinganbieter) und auch komplett von Grund auf selbst zusammenbasteln. Dafür ist das Plugin Elementor übrigens eine große Hilfe (und die Youtube-Universität). Aber für die neue Seite ist mir halt nichts „Besseres“ als Buchbesprechungen eingefallen, die ich aber versuche, auf etwas ungewöhnliche Weise aufzuziehen und nach einem thematischen Konzept: Die Welt in Büchern erlesen.

Man kann es kaum lesen, das ist aber die New York Library, die ich 2018 vor Ort fotografiert habe.

Die erste Fassung der Seite und die erste Ausgabe standen schon über die Weihnachtsfeiertage, aber ich wollte mir noch zwei Monate Zeit nehmen, um an den Feinheiten zu feilen und die nächsten beiden Ausgaben fertigzustellen, damit ich mit meinem Monatsrhythmus nicht unter Zeitdruck gerate. Das Ausmaß der Besprechungen hat sich dann etwas verselbständigt. Plötzlich kamen mir ganz viele Ideen für Themen und Büchern. Inzwischen ist schon fast das komplette Jahr durchgeplant.

Jede Ausgabe von lesenswelt wird komplett neu entworfen, ohne vorgegebenes Schema oder Theme, immer dem Inhalt angepasst. Deshalb erscheint auch jede Ausgabe als neue Seite, nicht einfach als Blogbeitrag. So ein bisschen wie ein Magazinartikel mit Layout. Was die Praktikabilität des Designs angeht, muss ich mich sicher noch etwas eingrooven. Am besten liest es sich am PC, ist aber auch fürs Smartphone und Tablet in eine lesbare Form gebracht worden.

Immer am ersten jeden Monats gibt es eine neue Ausgabe mit Besprechungen zu Büchern, die alle zu einem bestimmten Thema passen.

lesenswelt#1: China im Wandel –
Die Neuerfindung der Diktatur

Das heißt aber nicht, dass ich Translate Or Die ganz schließen werde. Gelegentlich wird es hier sicher noch Beiträge geben, wie z. B. zuletzt den zu aktueller Musik.

Und hier noch der offizielle Vorstellungstext von lesenswelt

In pandemischen Zeiten voller Shutdowns, Lockdowns und Reisebeschränkungen, in einer Ära, in der die Klimakrise durch massiven CO2-Ausstoß angeheizt wird, ist es schwieriger geworden, die Welt zu bereisen, fremde Kulturen zu erleben und die letzte verbliebene Schönheit unserer Erde zu bewundern, während die Welt immer komplexer und komplizierter wird, sich exponentiell beschleunigt und uns über den Kopf wächst.

Lesenswelt hat es sich zur Aufgabe gemacht, Bücher zu besprechen, die uns in andere Länder und Kulturen reisen lassen, die uns die Welt mit all ihren Problemen erklären, die für uns Erfahrungen simulieren, die die Realität nicht ersetzen können, uns aber dabei helfen Empathie und Verständnis zu entwickeln.

Ich werde versuchen, keine klassischen Rezensionen abzuliefern, sondern etwas anders an die Bücher und ihre Themen heranzugehen. Ein Buch wird das Leitthema der jeweiligen Besprechung stellen, doch werde ich auch andere Bücher erwähnen, die vielleicht eine andere Perspektive auf die Thematik werfen oder eine gute Ergänzung sind. Es können auch mal Filme dabei sein, oder gar Musik. Mal schauen, wie es sich entwickelt.

Pro Jahr wird es nur zwölf Besprechungen geben, jeden Monat eine, da ich eben nicht einfach nur einen Text runterschreibe und auf meinen Blog stelle, sondern alles optisch und inhaltlich etwas aufwendiger aufbereite. Lesenswelt ist für die Lektüre am Computer optimiert, ich achte aber darauf, dass die Artikel auch auf Smartphone und Tablet lesbar sind.