Reread: Tad Williams – Der Drachenbeinthron

Diesen Beitrag gibt es auch auf Fantasyguide.de. Dort hat sich mein Chefredakteur Ralf die Mühe gemacht, all die AutorInnen, die ich nennen mit Links zu Rezensionen und Autorenseiten zu verlinken. Wer also mehr darüber wissen möchte, sollte den Artikel auf dem Fantasyguide lesen. (Ist übrigens spoilerfrei bzw. verrät nicht mehr als der Klappentext).)

Als ich dieses Buch zum ersten Mal Mitte/Ende der 90er Jahre las, war mir gar nicht bewusst, dass es bereits 1989 erstmals erschienen ist. Im Rückblick stellt das einen interessanten Zeitpunkt dar. Man könnte von einem Wendepunkt in der Fantasyliteratur sprechen. Die 70er und 80er Jahre sowie die erste Hälfte der 90er waren durch jene Fantasy geprägt, in denen ein einfacher Bauern/Küchen-oder-sonstwas-Junge verborgene Kräfte entdeckt und damit die Welt vor dem Bösen rettet. Dazu begibt er sich unter Anleitung eines älteren, weisen Mentors (oft mit magischen Fähigkeiten), der mehr ist, als er auf den ersten Blick zu sein scheint, auf eine Reise (Quest) um einen magischen Gegenstand zu finden, der ihm beim Kampf gegen den Oberbösewicht helfen soll. Unterwegs trifft er dann noch unterschiedliche Gefährten, mit unterschiedlichen Fähigkeiten, die somit eine bunte Heldengruppe bilden.

Die bekanntesten Autoren dieser Schiene sind David Eddings (Belgariad-Saga), Raymond Feist (Midkemia-Saga), Robert Jordan (Das Rad der Zeit) und Terry Brooks (Shannara). Alle von Tolkien beeinflusst – mal mehr, mal weniger. Dabei bewegen sie sich häufig in leicht romantisierten Fantasywelten, die noch weit von den brutalen und zynischen Grim-and-Gritty-Werken entfernt sind, wie sie heute gerne gelesen werden (George Martin, Joe Abercrombie, Mark Lawrence). Wobei es das bei Autoren wie Michael Moorcock(Elric, Corum), Fritz Leiber(Fafhrd und der graue Mausling) und Karl Edward Wagner (Kane) in gewissem Maße auch schon gab und vor allem bei Stephen Donaldsons Chroniken von Thomas Covenant, mit seinem ambivalenten Antihelden. Aber die Bauernjungenfantasy weist auch deutliche Märcheneinflüsse auf und geizt in der Regel nicht mit Magie und magischen Wesen. Politische Intrigen finden durchaus statt, halten sich aber in Grenzen und besitzen meist nur eine überschaubare Komplexität.

Die übliche Fantasyrichtung wurde deutlich vom Rollenspiel beeinflusst (das wiederum von den Fantasywerken Tolkien und Robert E. Howards beeinflusst wurde). Die Werke von R. A. Salvatore (Die Saga vom Dunkelelfen), Ed Greenwood (Elminster) und Margaret Weis und Tracey Hickman (Die Drachenlanze) spielen häufig in Welten, die auf Rollenspielen wie Dungeons and Dragons basieren. Es gibt ein festes Regelwerk für Magie, von Tolkien beeinflusste Rassen wie Zwerge, Orks und Elfen, und meist eine Heldengruppe, die aus Vertretern der unterschiedlichen Rassen mit speziellen Fähigkeiten besteht.

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Standing on the shoulders of giants

Und hier kommt jetzt Tad Williams mit einem Küchenjungen als Helden … Moment mal, hatte ich nicht weiter oben etwas von Wendepunkt in der Fantasy geschrieben? Ja, Williams bedient sich durchaus klassischer Elemente. Simon Mondkalb ist ein einfacher Küchenjunge auf dem Hochhorst, der Burg des Königs. Der einzige Drache, gegen den er kämpft, ist die Küchenchefin Rachel. Simon ist ein Waisenjunge, der sich orientierungslos durch den Alltag träumt, bis der Hofgelehrte Doktor Morgenes auf ihn aufmerksam wird und ihn als Lehrling zu sich nimmt. So weit so bekannt, die Prämisse kennt man auch schon von Raymond Feists Midkemia Saga. Nur dass Magie in Osten Ard, der Welt in der Simon lebt, nicht so offensichtlich ist und direkt beim Namen genannt wird. Morgenes ist vor allem Arzt und Schriftgelehrter, der Simon mit allerlei langweiligem Zeugs traktiert, wie z. B. lesen lernen.

Was Williams Geschichte bis zu diesem Zeitpunkt von seinen Vorgängern unterscheidet, ist der Detailreichtum, mit dem er das Leben auf der Burg ausführlichst über mehrere Hundert Seiten beschreibt. Da fühlte ich mich teilweise schon an Mervyn Peaks Gormenghast erinnert. Wobei es zwischendurch durchaus auch schon um Politik ging. Vor allem um den steinalten König, der schließlich stirbt, und dessen Platz auf dem Thron sein Erstgeborener Elias einnimmt. Ein einst starker und selbstbewusster Krieger, der nun unter dem unheilvollen Einfluss des zwielichtigen Priesters Pyrates steht, der sich mit dunklen Mächten eingelassen hat.

Und hier geht es jetzt (nach etwa 250 richtig los): Simon muss alleine aus der Burg fliehen, findet erste Verbündete und begibt sich auf eine Queste. Währenddessen steigert Williams aber auch den Anteil an den politischen Geschehnissen. Immer öfters wechselt die Handlung von der Hauptfigur Simon zu einem der unzähligen Adligen, die sich mit dem repressiv werdenden König und dessen Schergen rumschlagen müssen, bis schließlich alle Anzeichen auf Krieg stehen.

Und genau diese Mischung macht den Unterschied. Hofintrigen, Diplomatie, große Schlachten usw. gab es auch in der Fantasy der 70er und 80er Jahre, aber nicht in diesem Ausmaß und mit dieser Detailtreue auf solch komplexe Weise miteinander verwoben, wie es danach erst wieder George R. R. Martin gelingen wird. Wobei Williams auf dessen Grad an Brutalität und Zynismus verzichtet. Vom Tonfall und der Stimmung her, ist er das deutlich näher an Eddings. Martin nannte Tad Williams übrigens auch als einen seiner Einflüsse für Das Lied von Eis und Feuer.

Obwohl Williams mit viel Aufwand und Können seine eigene Welt erschafft, ihr eine eigene Historie und eine eigene Mythologie verleiht, löst er sich nicht ganz von Tolkien. Die langlebigen schönen Sithi sind eindeutig mit Elben/Elfen verwandt. Die Trolle erinnern zumindest ein wenig an die Hobbits, auch wenn sie mit dem Eifer von Zwergen kämpfen. Der Sturmkönig Ineluki erinnert stark an Sauron, der einst in einem gut aussehenden Körper auf Erden wandelte und im zweiten Zeitalter den »Ring sie alle zu beherrschen« schmiedete; Ineluki erschuf ein Schwert, seine rote Hand, die aus fünf Getreuen besteht, erinnert an die Nazgûl, die Ringgeister. Aber Williams gelingt es, diese Ähnlichkeiten auf Oberflächlichkeiten zu beschränken bzw. sie so zu verfremden und mit anderem Material (germanische Mythologie, japanische Sprache usw.) anzureichern, dass es kaum auffällt.

Ich habe Der Drachenbeinthron vor ca. 15 Jahren das erste Mal gelesen. Dass er nicht zu meinen absoluten Lieblingsbüchern avanciert ist, die ich alle paar Jahre wieder lese, lag vermutlich an unglücklichem Timing, aber Feist, Tolkien, Moorcock, Salvatore und Goodkind fielen mir einfach früher in die Finger. Damals hatten mich Bücher auch um so mehr fasziniert, je mehr Magie sie enthielten. Und ähnlich wie bei Martin, wurde die hier im ersten Band nur sehr spärlich eingesetzt. Nichtsdestotrotz habe ich das Buch als sehr gut in Erinnerung.

Mit Rereads ist das so eine Sache. Häufig spielt ein gewisser Nostalgiebonus eine Rolle, da man sich an die behüteten, sorgenfreien Tage seiner Kindheit bzw. Jugendzeit erinnert, in der man die Bücher zum ersten Mal las. Man ist also emotional mit dem Buch verbunden und liest es eventuell durch die rosarote Nostalgiebrille. Was ich nicht unbedingt als schlecht empfinde. Ist doch schön, wenn ein Buch ein Stück Kindheitsatmosphäre zurückbringt. Es ist aber auch riskantes Unterfangen, da man (zumindest ich) in der Kindheit und Jugendzeit als relativ unerfahrener Leser sehr viel unbefangener und unkritischer gelesen hat. Was bedeuten kann, dass man beim Reread feststellt, dass man das Buch inzwischen total furchtbar findet, was die positive Erinnerung ein wenig trüben kann (ging mir bei der Drachenlanze so).

Bei den meisten Büchern, die ich noch einmal lese, stelle ich aber fest, dass sie mir noch genauso gut gefallen wie damals. Das ist auch bei Der Drachenbeinthron der Fall. Da ich mich nur noch an einzelne Schlüsselszenen und wage Handlungsverläufe erinnern konnte, ist die Lektüre auch zu (fast) keinem Zeitpunkt langweilig gewesen. Und sobald mir ein Name bekannt vorkam (wie z. B. Camaris, von dem ich noch weiß, dass er eine wichtige Rolle spielen wird) habe ich mich über die zurückkehrende Erinnerung gefreut. Ich hatte also immer noch einen Riesenspaß, mit Simon durch die Wildnis zu fliehen und allerlei schreckliche Abenteuer zu erleben. Die Szenenwechsel zu Protagonisten, die nur ein oder zwei Mal überhaupt im Buch vorkommen, empfand ich allerdings als etwas langweilig, aber diese Kapitel waren zum Glück immer recht kurz gehalten. Das ist eventuell auch dem Charakter des Auftaktbandes zu dieser vierbändigen Serie geschuldet, der vor allem als Prolog für die eigentliche Geschichte dient.

Der Drachenbeinthron ist gut gealtert und macht auch noch 25 Jahre nach Ersterscheinung viel Spaß und kann locker mit aktueller Fantasy mithalten. Ich würde sogar so weit gehen, dass es heutzutage nur wenige Werke gibt, die es schaffen an Williams Werk heranzukommen.

Ich habe übrigens die alte Ausgabe von Fischer gelesen, in der Übersetzung von Verena C. Harksen. Eine andere gibt es auch nicht, aber zumindest eine von Andy Hanemann überarbeitete Fassung, die vor einigen Jahren bei Klett/Cotta erschienen ist. Obwohl mir die ursprüngliche Fassung der Übersetzung ganz gut gefällt, kann ich mir gut vorstellen, was da zum Teil vielleicht überarbeitet wurde, da sie sich stellenweise doch etwas holprig liest – nicht im Sinne von schlecht, sondern eher als Geschmacksfrage, vor allem was den Stil angeht.

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Krieger der Vergangenheit: Die Wikinger von Byzanz

Heute um 23.00 Uhr läuft auf N24 aus der Reihe Krieger der Vergangenheit die Folge Die Wikinger von Byzanz (für die ich die Übersetzung gemacht habe). Im Original heißt die Reihe Ancient Black Ops, was sogar besser passt, da es nicht um einfache Krieger geht, sondern um Elitespezialeinheiten. In diesem Fall um die Warägergarde, eine Gruppe von Wikinger-Söldner, die sich in Konstantinopel (not Istanbul) in den Dienst des byzantinischen Kaisers gestellt haben, und dessen Reich ordentlich aufmischten. Der bekannteste von ihnen ist wohl Harald Hadrada, der später König von Dänemark wurde. Er stellte sich als genialer Taktiker heraus, dem es (anders als die übliche Haudrauf-Taktik der Wikinger) mit List und Tücke gelang, selbst als uneinnehmbare Festungen zu erobern. Da in der Doku einige seiner interessanten Taktiken gezeigt werden, ist sie auch für Fantasyautoren interessant, die auf der Suche nach guten Ideen für Schlachtverläufe sind.

Hier noch der offizielle Text von N24:

Als Leibgarde des byzantinischen Kaisers Basileios II. oder als dessen Reservebataillon – die Waräger genossen den Ruf einer gefürchteten Spezialeinheit im Mittelmeerraum. Diese unerschrockenen Wikinger zeichneten sich nicht nur durch den Gebrauch besonderer Waffen und Foltermethoden aus, sondern auch durch ihre maßlose Kriegslust. Einer ihrer stärksten Männer war Harold, dessen Taktiken ihn, so genial wie gefürchtet, zu einem der größten Krieger seiner Zeit machten.

Filme, die ich in letzter Zeit (den letzten Monaten) gesehen habe

Der Mohnblumenberg – Wunderbarer Ghibli-Film, der eine einfache aber mitreißende Geschichte mit beschwingtem Humor und liebenswürdigen Figuren erzählt.

Das Königreich der Katzen – Nicht ganz so guter Ghibli-Film, der aber trotzdem Spaß macht; denn Katzen gehen immer, vor allem wenn man erfährt, was sie so treiben, wenn man nicht hinschaut.

Inside Lewin Davis – Katzen gehen immer; auch in diesem melancholischen Film der Coen-Brüder über einen Folkmusiker in den 60er Jahren, der nichts auf die Reihe bekommt und von einem Fettnäpfchen ins nächste tritt.

The Equalizer – In diesem durchgestylten und brutalen Actionfilm von Antoine Fuqua spielt Denzel Washington einen Heimwerkerkönig, der ganz ohne bärtigen Assistenten einen Haufen russischer Schurken mittels Werkzeugen und Heimwerkerbedarf ihrer Final Destination zuführt; was nicht unbedingt originell ist, aber zumindest auch nicht langweilig.

The Grandmaster – Meisterhaft bebildertes Kampfkunstepos über das Ende einer Ära im China des 2. Weltkriegs, das neben den großartig choreografierten Kämpfen eine ruhige aber durchaus dramatische Geschichte erzählt, die vielen Wuxia-Fans die gerne Kloppereien a lá Ip Man sehen, zu langweilig sein könnte.

House of the Devil – Atmosphärisch dichte Hommage an die Horrorfilme der 70er und 80er Jahre, in der im Prinzip nichts passiert, bei der ich mich aber trotzdem (zu meiner eigenen Überraschung) kaum gelangweilt habe, und bei der nur das Ende deutlich enttäuscht.

Only God Forgives – Nachdem mir Drive und Valhalla Rising sehr gut gefallen haben, kann ich mit diesem Werk von Winding Refn überhaupt nichts anfangen, da es zwar versucht eine kunstvolle Meditation über Gewalt zu sein, aber eigentlich nur gähnende Langweile unterbrochen von sinnloser Brutalität zu bieten hat.

300 – Rise of an Empire – Durchaus unterhaltsam inszenierte Quasifortsetzung von 300, die dem ersten Teil aber nichts Neues hinzufügen kann und deren Hauptfiguren alle etwas blass bleiben.

Genug gesagt – Sympathische und unaufgeregte Beziehungskomödie – mit James Gandolfini in einer seiner letzten Rollen – die einem mit einem wohligen Gefühl zurücklässt.

Don Jon – Unterhaltsamer Beziehungsfilm über einen pornosüchtigen Hengst, dem es nicht gelingt, seine beiden Hobbys (Frauen und Pornos) unter einen Hut zu bekommen.

Mud – Ausgezeichnetes Krimi-Coming-of-Age Südstaatendrama mit einem Matthew McConaughey, der noch nie so gepflegt ausgesehen hat.

Drecksau – Eine Irvine-Welsh-Verfilmung, von der ich mir dank des Trailers eigentlich mehr erwartete habe, denn statt einer durchgeknallten Komödie bekommt man hier eher ein Psychodrama über einen sich in einer Abwärtsspirale befindenden korrupten Cop, der nach Trennung von seiner Familie langsam den Verstand verliert.

12 Years a Slave – Obwohl gut gespielt, hat er mir nicht gefallen, da mir bei Zusehen jegliches Zeitgefühl gefehlt hat und die 12 Jahre wirkten, als wären es nur wenige Monate.

Prisoners – Großartiges Entführungsrama um verschwundene Kinder und Selbstjustiz, das dank seiner herausragenden Hauptdarsteller unter die Haut geht und bis zum Ende spannend bleibt.

Riddick – Ganze netter Aufguss von Pitch Black, der aber eigentlich nur aus der Vin-Diesel-Show besteht, die nach der ersten Stunde ihren Reiz verliert.

American Hustle – Schicke Gaunerdramödie über Trickbetrüger in den 70ern, mit ausgezeichneten Darstellern, die allerdings von ihren Frisuren an die Wand gespielt werden.

John Dies at the End – Durchgeknallte Horrorkomödie von Don Coscarelli, dem ich für seinen nächsten Film ein ordentliches Budget wünsche, der sich aber auch so durch originelle Einfälle wie dem Wursttelefon zu helfen weiß.

Und zum Schluß noch einen Trailer zu dem Film aus der Liste, der mir am besten gefallen hat:

Buchempfehlung: Dies sind die Abenteuer – Star Trek: 40 Jahre von Thomas Höhl, Mike Hillenbrand

Perry Rhodan Chefredakteur Klaus N. Frick hat  mich mit seiner aktuellen Besprechung auf die Idee gebracht, dieses Buch mal hier im Blog vorzustellen. Inzwischen ist es leider vergriffen und gebraucht nur teuer zu bekommen, aber interessant ist es trotzdem. Die Rezi erschien ursprünglich vor einigen Jahren auf Fantasyguide.de

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40 Jahre Star Trek. Für mich sind es erst 16 Jahre (inzwischen über 20). Seit der Erstausstrahlung von „Star Trek – Das nächste Jahrhundert ( im Folgenden als Next Generation bezeichnet)“ 1990 im ZDF, ist mir das Universum von Gene Roddenberry ein Begriff. „Next Generation“ und „Deep Space Nine“ habe ich (Jahrgang 79) komplett im Fernsehen verfolgt. Die alte Serie immer mit Genuss geschaut, „Voyager“ und „Enterprise“ wegen Langeweile nach der ersten Staffel abgebrochen, die Filme aber natürlich alle gesehen. Das war es schon mit meiner Beschäftigung mit dem Star-Trek-Universum. Ich bin nie zu Conventions gegangen, habe keine Fanzines oder Sachbücher gelesen und mich auch in keiner Weise sonst mit Star Trek beschäftigt. Ich bin also kein Trekkie. Sondern einfach ein Laie, der über die Hintergründe der Serie überhaupt nicht Bescheid weiß. Und als solcher Laie bespreche ich auch dieses Buch.

Der Leser mag sich nun Fragen, wie ich als solcher Laie dazu gekommen bin, dieses Buch zu lesen. Nun es war damals auf Buchmessecon 2006 in Dreieich-Buchschlag, dass ich mangels interessanter Alternativen auf der Lesung von Mike Hillenbrand (einer der beiden Autoren) gelandet bin. Ich habe nicht viel erwartet, außer langweiligem Trekkie-Insidergebabbel. Ha, von Wegen. Mike Hillebrandts mitreißende und amüsante Präsentation hatte mich bereits nach wenigen Minuten gefesselt. Die von ihm vorgetragenen Kapitel waren äußerst witzig und interessant. Und seine humorvolle Vortagsweise tat ihr Übriges. Nach einer Stunde war ich mit dem Trekkievirus infiziert, und habe mir Buch samt Widmung gekauft.

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Das Buch versteht sich nicht als Standardwerk über Star Trek, sondern möchte abseits ausgetretener Pfade wandeln. 40 Jahre also 40 Kapitel, und weil es natürlich noch mehr zu schreiben gibt, gibt es noch kleine „Zwischenspiele“. Insgesamt 450 Seiten für lobenswerte 12 Euro.

Begonnen wird mit dem Anfang, also mit Gene Roddenberry. Eine kurze interessante Biografie ohne unnötigen Klatsch. Der interessierte Laie erfährt einiges über die faszinierende Persönlichkeit Roddenberrys, und vor allem über die vielen Kämpfe, die er in all den Jahren mit dem Studio ausfechten musste.

Die Geschichte der Serien und der Filme wird chronologisch abgearbeitet und mit vielen Anekdoten ausgeschmückt. Ich habe diese Kapitel als sehr ergiebig empfunden. Der erfahrene Trekkie hingegen wird vieles davon sicher schon kennen. Interessant für ihn dürften aber die Interpretationen der Autoren bezüglich der Gründe für den Erfolg bzw. Misserfolg der einzelnen Serien sein.

Besonders erwähnenswert sind die Kapitel, in denen die Autoren ihre eigenen Erfahrungen mit einfließen lassen. Die Begegnung mit Robert Beltram, Leonard Nimoys ersten Conbesuch. Die Interviews mit Gerhard Raible über die „Geldruckmaschine“ Star Trek, mit dem Star Trek Experten Richard Arnold und dem Autorenpaar Reeves-Stevens über die Romane. Es ist übrigens schade, dass nichts aus dem Kapitel über die besten Bücher geworden ist, denn mein Interesse daran wurde geweckt.

Dafür gibt es ca. 200 Fanzitate zum Jubiläum von Star Trek, die sich allerdings oft sehr ähneln. Viel interessanter fand ich die Alters- und Berufsangaben der Fans.

In einem meist witzigen und lockeren Schreibstil geben uns die Autoren einen Einblick in die Welt von Star Trek. Allerdings merkt man, dass sie sich die Kapitel untereinander aufgeteilt haben, wodurch es gelegentlich zu Wiederholungen kommt, die aber nicht weiter ins Gewicht fallen.

Ein Buch von Fans für Fans und für solche die es noch werden wollen. In mir hat Buch das Star-Trek-Fieber neu entfacht. Die ersten Bücher sind bestellt, die “Next-Generation”-DVDs stehen auf dem Weihnachtswunschzettel und der erste Fedconbesuch ist in Planung. Somit kann ich denn Autoren nur sagen: Mission erfüllt.

Nachtrag: Inzwischen sind ca. 7 Jahre vergangen. Die Next-Generation-DVDs stehen tatsächlich bei mir im Regal und der Fedcon-Besuch hat auch stattgefunden. Blieb aber der einzige, obwohl ich dort mit Avery Brooks, Kate Mulgrew, Jonathan Frakes und Armin Shimmerman viel Spaß hatte. Das restliche Gedöns mit Autogrammsessions, Kostümwettbewerb usw. ist aber nicht mein Fall.

Die beiden neuen Star-Trek-Filme habe ich im Kino gesehen, fand sie aber eher durchwachsen. Scheint mir eher so ein letzter Versuch zu sein, die ehemalige Cash-Cow zu melken.

 

Serienempfehlung: Penny Dreadful

Als eine Serie mit dem Titel Penny Dreadful angekündigt wurde, dachte ich da an eine Anthologiesendung mit abgeschlossenen Einzelfolgen auf durchschnittlichem Niveau, obwohl die Penny Dreadfuls aus dem 19. Jahrhundert in der Regel Seriengeschichten waren, die über einen längeren Zeitraum veröffentlicht wurden. Ich habe mich dann auch, anders als sonst, nicht weiter über die Serie informiert, sondern einfach reingeschaut, als mir dies Ende September dank Netflix möglich war.

Ich hätte nicht falscher liegen können. Dass man hier mehr als Durchschnittsware präsentiert bekommt, hätte schon durch den ausstrahlenden Sender Showtime klar sein sollen, aber auf welch hohem und gleichzeitig unterhaltsamen Niveau die Serie daher kommt, hat mich gleich in der ersten Folge von den Socken gehauen. Hier stimmt einfach alles: Drehbücher, SchauspielerInnen, Ausstattung, Literaturverwurstungen usw.

Penny Dreadful spielt im viktorianischen London, ungefähr zur selben Zeit, wie die im letzten Jahr angelaufene Serie Dracula (die in Deutschland am Montag auf VOX startet), und ähnelt dieser auch thematisch. Immerhin geht es um Vampire und Namen wie Mina Harker und Van Helsing tauchen auf. Wo aber Dracula, trotz interessanter Ansätze am eigenen oberflächlichen Pomp mit schwülstigen Dialogen, sinnlosem Kostümgedöns und peinlichem Pathos zugrunde geht (die Serie wurde nach der ersten Staffel eingestellt), zeigt Penny Dreadful, wo der Hammer über dem Pflock ins Herz des Vampirs hängt.

Von der Ausstattung her befindet man sich auf einem ähnlich hohen Niveau, wie Ripper Street; als Zuschauer fühlt man sich förmlich in die schmutzigen und vom Dampf aus den Fabriken vernebelten Straßen Londons hineingezogen, wo die an Schwindsucht erkrankten Dirnen einem hustend das Blut auf die polierten Schuhe spucken und eine Bande von lärmenden Straßenjungen einem den Geldbeutel aus der feinen Hose stibitzt, wo die Angst vor dem Ripper die Menschen eilige an dunklen Gassen vorbeihuschen lässt, hinein in die vermeintliche Sicherheit der flackernden Gaslichter.

Die Drehbücher und Dialoge sind noch mal eine Stufe über Ripper Street und die Darsteller sogar zwei Klassen besser. Allen voran Eva Green, die molosovsky kürzlich als weiblichen Klaus Kinskis bezeichnet hat (rein im schauspielerischen Sinne natürlich). Aber auch Timothy Dalton als ehrgeiziger und gnadenloser Adliger, der für seine Ziele auch über die Leichen von Freunden geht. Herauszuheben ist auch Rory Kinnear, der seiner Figur als widererweckter Kreatur eine poetische Traurigkeit verleiht, die ihreslgeichen sucht.

Inhaltlich ist die Serie eine Mischung aus Die Liga der außergewöhnlichen Gentleman und verschiedenen historischen Gruselstoffen aus der viktorianischen Zeit. Ich möchte hier jetzt nicht zu viel Spoilern, da ich selbst ja nicht über die Serie im Vorfeld wusste, und von jedem neuen Namen und Auftreten positiv überrascht wurde.

Im Prinzip geht es um einen Vater, der seine an ein übernatürliches Wesen verlorene Tochter zurückbekommen möchte. Dafür umgibt er sich mit einer illustren Schar teilweiser nicht weniger übermenschlicher Wesen und geht rücksichtlos auf die Jagd. Das ist aber nur die Grundstory, der rote Faden, der durch die Serie führt. Daneben gibt es noch viele andere Handlungsstränge, die zunächst nur lose oder gar nicht miteinander verbunden sind. Jede Figur hat ihre eigene Geschichte, der viel Raum eingeräumt wird, und die oft in einzelnen Folgen ausführlich erzählt werden. Dadurch gibt es keine klassische lineare Erzählstruktur, die durch kurze Flashbacks ergänzt wird, sondern immer wieder Einzelfolgen, die auf ihre ganz eigene Weise erzählt werden und dadurch für viel stilistische Abwechslung sorgen (anders als das monotone Dracula).

Eva Green ist eine Wucht. In der ersten Folge wirkt sie noch sehr stoisch und zeigt kaum eine Regung auf ihrem Gesicht, aber schon in der zweiten Folge, lässt sie während einer Séance so richtig die Sau raus, und zeigt, was für eine wandlungsfähige Schauspielerin sie ist. Eine Leistung, die im weiteren Verlauf der Serie sogar noch gesteigert wird. Auch Josh Hartnett liefert als geheimnisvoller amerikanischer Revolverheld eine gute Vorstellung.

Penny Dreadful ist gruselig, unheimlich, brutal, traurig, poetisch und vieles mehr. Hier werden nicht einfach klassische Schauergeschichten mit den Mitteln des modernen Fernsehens erzählt. Da steckt viel mehr drin.  Es werden unterschiedliche historische und literarische Themen kunstvoll zu einer eleganten und schaurigen Mischung verwoben.

Die Serie verdient es viel genauer analysiert zu werden (was ich vor Start der zweiten Staffel tun werde), aber in diesem Beitrag hier möchte ich ganz spoilerfrei auf sie hinweisen.

Bei Showtime gibt es eine interaktive Karte, auf der man die Schauplätze der Serie besuchen kann. Aber vorsicht, hier werden die Namen der Figuren gespoilert.

Und hier noch ein spoilerfreier Trailer, der einen guten Eindruck von der Serie vermittelt:

 

Captain Future: neue Hörspiele und alte Bücher

Am 21.11 2014 geht es mit den Captain Future Hörspielen (bzw. inszenierten Lesungen) von Highscore Music weiter (deren Internetseite ist leider nicht ganz so aktuell wie der Facebookauftritt).

Anders als bisher, werden keine Kurzgeschichten mehr vertont, sondern der erste (von Frauke Lengermann übersetzte) Roman Der Sternenkaiser. In Hörspielform werden es 5 Folgen sein, bis es dann (hoffentlich) mit meiner ersten Übersetzung weitergeht.

Für diejenigen, die die Hörspiele noch nicht kennen, sei gesagt, dass sie auf den Übersetzungen der Neuauflage im Golkonda Verlag basieren und die Originalsprecher der Zeichentrickserie (wie z. B. Wolfgang Völz) verwendet. Aus rechtlichen Gründen konnte man leider keine reinen Hörspiele daraus machen, sondern musste noch einen Erzähler einbauen, der es als inszenierte Lesung wirken lässt. Trotzdem gibt es für jede Rolle einzelne Sprecher, Musik und Geräusche, ganz wie bei einem Hörspiel.

Man muss die vorherigen Folgen nicht gehört haben, da diese zeitlich nach den Romanen angesiedelt sind. Der Sternenkaiser ist praktisch der Auftakt, so zusagen die Geburt des Zauberers der Wissenschaften, seine erste epische Schlacht gegen jene Schurken, die mittels Wissenschaft versuchen die Bewohner des Sonnensystems zu unterjochen.

“Captain Future – Der Sternenkaiser”
Folge 1: 21.11.2014
Folge 2: 05.12.2014
Als Download, Stream und auf CD.

 

Als ich am Wochenende auf dem Bucon in Dreieich war (Bericht folgt noch), machte mich Frank Böhmert darauf aufmerksam, dass das Bananenkistenantiquariat die alten Bastei-Ausgaben von Captain Future verkaufen würde. Die habe ich mir natürlich direkt unter den Nagel gerissen, da ich schon lange mal die alten Übersetzungen mit meinen vergleichen wollte. Die eingeschweißten Bücher stammen übrigens ursprünglich aus dem Besitz des kürzlich neu gewählten SFCD-Präsidenten Thomas Recktenwald, wie ein Namensstempel im Buchinnern offenbart.

Zu den alten Titelbildern enthalte ich mich mal, aber das eine weist doch eine erstaunliche Ähnlichkeit mit dem Todesstern aus Star Wars auf. :)

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Aktuelles: Phantastische Netzstreifzüge 28

DEN KÖNIG SPIELEN IMMER DIE ANDEREN | Der Deutsche Phantastik Preis 2014 – Am Samstag war Bucon (ein klitzekleiner Conbericht von mir folgt noch) und dort wurde wie jedes Jahr seit Anbeginn der Zeit der Deutsche Phantastik Preis verliehen. Wie auch in den letzten Jahren wurde die Verleihung von Hermann Ritter und Mike Hillenbrand moderiert. Die Fantasyautorin E. L. Greiff (Zwölf Wasser) war anwesend und hat sich ein paar kritische Gedanken dazu gemacht.

Jeder, der auch nur ein einziges Vorurteil gegenüber Fantasy und diesem ganzen eskapistischen Zeug hatte, wird sich nach der Veranstaltung darin bestätigt fühlen. Und das macht mich einfach fertig. Ich wünsche mir Durchlässigkeit und Neugierde, ich würde gern Menschen erreichen, die denken Fantasy et al. seien nichts für sie – und diese Menschen dann überraschen von der Qualität und Vielfältigkeit, von der Verspieltheit und philosophischen Tiefe, die das Genre in seinen ganzen Facetten auszeichnen. Was würde sich da besser eignen als ein Event wie die Verleihung des dpp? Ich rufe euch zu: Werdet erwachsen! Nehmt euch selbst und eure Kunst ernst! Und vor allem: Seid nicht vermeintlich lässig sondern stolz, zelebriert ein Fest der Kreativität.

Ich kann die Kritik durchaus nachvollziehen. Nach all den Jahren hat sich die Veranstaltung vielleicht zu sehr in selbstreferenziellem Geplänkel verfahren. Da die beiden Moderatoren bereits angekündigt haben, im nächsten Jahr nicht mehr durch den Abend zu führen, besteht jetzt auf jeden Fall die Chance, es im nächsten Jahr anders zu machen. Wenn die Phantastik und auch das Fandom aus ihrer eingeigelten Behaglichkeit hinaus nach Bedeutung und Aufmerksamkeit streben möchten, dann sollten sie sich auch entsprechend verhalten.

Das Unheimliche und das Wunderbare bei Tzvetan Todorov – Die für den DPP nominierte Phantastikautorin und Kulturwissenschaftlerin Alessandra Reß (Vor meiner Ewigkeit)geht im Geisterspiegel kurz auf zwei Aspekte der Fantastiktheorie von Todorov ein. Wer ein ausführliche Einführung in dessen Werk lesen möchte, dem sei das Buch Theoretisch phantastisch. Eine Einführung in Tzvetan Todorovs Theorie der phantastischen Literatur von Simon Spiegel empfohlen.

Watching the Future: From Other Shores – Derek Austin Johnson blickt für SF-Signal auf die Science Fiction Filme des Jahres zurück – vor allem unter dem SF-Aspekt. Ich habe davon bisher nur Edge of Tomorow (hat mir sehr gut gefallen) und The Congress (schon letztes Jahr auf dem FFF) gesehen. Aber aufgespaßt, das Jahr ist noch nicht vorüber, wie der Wortvogel mit seiner Kritik zu Autómata zeigt.

Neues von Stephen Baxter, Doctor Who und der Enterprise – Während die klassischen großen Genreverlage ihre SF-Programme immer weiter bis zu Bedeutungslosigkeit zurückfahren, wird diese Lücke zumindest teilweise von kleineren Verlagen und solchen, von denen man es nicht erwartet gefüllt (wie aktuell z. B. Kunstmann mit dem VanderMeer). Die Zukunft stellt das neue SF-Programm des Comicverlags Cross-Cult vor, wo inzwischen neben Franschiseromanen zu Star Trek und Dr. Who auch eigenständige Sachen erscheinen. Wie z. B. Steinfrühling von Stephen Baxter.

Dear Politics (a rant) – Autor Nick Harkaway (Der goldene Schwarm) zieht über die britische Politik vom Leder.

Preise, Preise! – Die Zukunft berichtet darüber, wie man SF-Urgestein Wolfgang Jescke den von einer kleinen Jury verliehenen Deutschen Science Fiction Preis (DSFP) und den von einem größeren Kreis an professionellen SF-Schaffenden verliehen Kurd Laßwitz Preis in München persönlich überreicht hat. Herzlichen Glückwunsch

Baupläne für eine bessere Welt - Und die Zukunft zum Dritten. Der oben schon erwähnte Simon Spiegel hat gut vorbereitet ein sehr interessantes Interview mit Kim Stanley Robinson geführt, dessen 2312 zu meinen Lieblingsromanen 2013 gehörte.

Manga-Café in Düsseldorf: 11.000 Comics zum Kaffee - Und Spiegel zum Dritten (diesmal aber online und nicht Simon). In Düsseldorf hat ein Manga-Café eröffnet. Coole Sache.

Und hier noch zum Schluss alle Nominierten und Preistträger des DPPs:

Bester deutschsprachiger Roman:
Ann-Kathrin Karschnick: “Phoenix – Tochter der Asche” (Papierverzierer)
Oliver Plaschka: “Das Licht hinter den Wolken” (Klett-Cotta)
Bernd Perplies: “Das geraubte Paradies” (Egmont-LYX)
Thilo Corzilius: “Dorn” (Piper)
Tian Di: “Reisende 3 – Diktatur” (Xin)

Bestes deutschsprachiges Romandebüt:
Gaby Wohlrab: “Eldorin – Das verborgene Land” (Vier Raben)
Sabrina Železný: “Kondorkinder – Die Suche nach den verlorenen Geschichten” (Mondwolf)
Simon André Kledtke: “Sarania – Das Vermächtnis der Magier” (UBV)
Alessandra Reß: “Vor meiner Ewigkeit” (Art Skript Phantastik)
Selma J. Spieweg: “Rattenauge … etwas Besseres als den Tod …” (Qindie)

Bester internationaler Roman:

Terry Pratchett: “Dunkle Halunken” (ivi)
George R. R. Martin: “Der Heckenritter von Westeros – Das Urteil der Sieben” (Penhaligon)
Stephen King: “Doctor Sleep” (Heyne)
Ben Aaronovitch: “Ein Wispern unter Baker Street” (dtv)
Peter V. Brett: “Die Flammen der Dämmerung” (Heyne)
Tad Williams: “Die dunklen Gassen des Himmels” (Klett-Cotta)
Brent Weeks: “Die blendende Klinge” (Blanvalet)
Jo Walton: “In einer anderen Welt” (Golkonda)

Beste deutschsprachige Kurzgeschichte:
Miriam Schäfer: “Claire” (aus: Weltentor 2013 Mystery [Noel])
Markus Heitkamp: “Soldat und Krieger” (aus: Krieger [Low])
Heike Schrapper: “Gotteskrieger” (aus: Krieger [Low])
Jacqueline Montemurri: “Reise in den Kosmos” (aus: Fremde Welt [Epv])
Barbara Wegener: “New Eden” (aus: Schockstarre #9 [Chichili])

Beste Original-Anthologie/Kurzgeschichten-Sammlung:
“Eis und Dampf” (Feder & Schwert)
Ann-Kathrin Karschnick & Torsten Exter [Hg]: “Krieger” (Low)
Steampunk “1851” (Art Skript Phantastik)
Peter Hellinger: “Die Schreiberlinge – Vampyrus” (art & words)
Jacqueline Montemurri: “Fremde Welt” (Epv)

Beste Serie:
“DSA – Das schwarze Auge” (Ulisses Spiele)
“Perry Rhodan” (VPM)
Tian Di: “Isrogant” (Xin)
Andrea Bottlinger: “Beyond” (Rohde)
Andreas Suchanek: “Heliosphere 2265″ (Greenlight Press)

Beste Grafikerin:
Mia Steingräber
Timo Kümmel
Arndt Drechsler
Gaby Wohlrab
Crossvalley Smith

Bestes Sekundärwerk:
“Geek!” (Panini Comics)
“Nautilus – Abenteuer & Phantastik” (Abenteuer Medien)
Thomas Michalski: “Lovecraft und Duve” (BoD)
“phantastisch!” (Atlantis)
Hermann Urbanek: “Die Perry Rhodan Chronik Band 3: 1981-1995″ (Hannibal)
Hermann Ritter & Michael Haitel: “Magira – Jahrbuch zur Fantasy 2013″

Beste Internet-Seite:
http://www.phantastik-couch.de
http://www.bibliotheka-phantastika.de
http://www.fantasy-news.com
http://www.fantasybuch.de
http://www.geisterspiegel.de

Quelle: Phantastik-News.de

Meinen Glückwunsch an alle Preisträgerinnen und Nomnierte.
Was die Internetseite angeht, ist es mir aber ehrlich gesagt ein Rätsel, wie die von einer kommerziell ausgerichteten GmbH betriebene Phantastik-Couch den Preis zum dritten Mal in Folge gewinnen konnte, obwohl auf der Seite in diesem Jahr über Monate Funkstille und Stillstand herrschte und neue Buchbesprechungen nur sehr unregelmäßig und in kleinen Dosen eintrudelten, was wohl Querelen in der Redaktion geschuldet war, wie man dem Forum der Seite entnehmen konnte. Ich mache keinen Hehl daraus, dass meiner Meinung nach es in diesem Jahr die Bibliotheka Phantastika verdient hätte, die über das Jahr hinweg immer wieder tolle Artikel und Besprechungen ungewöhnlicher und außergewöhnlicher gebracht hat, während andere Seiten nur die üblichen Verdächtigen und olle Kamellen besprechen.