Aktuelles: phantastische Netzstreifzüge 4

Ein paar letzte Streifzüge durchs Netz, bevor ich am Mittwoch zur Leipziger Buchmesse aufbrechen und als Dinosaurier ohne Smartphone für drei Tage vom Internet abgeschnitten sein werde.

Interessante englischsprachige Fantasyrezensionen gibt es auf http://www.fantasybookcafe.com/
Nachdem Bloggerin Kristen es schon einmal 2012 veranstaltet hat, gibt es im April 2014 erneut den Women in SF & F Month, wo sie und Gastblogger sich mit dem Thema Frauen in der Science Fiction und Fantasy beschäftigen werden. Finde ich spannend, da ich mich dem Thema ja kürzlich selbst gewidmet habe.

Auf Lake Hermannstadt weist Anubis darauf hin, dass Februar: Women in Horror Recognition Month war, und gibt einige persönliche Empfehlungen dazu: Women in Horror und Fantasy.

Krimiautorin Zoe Beck (die immer wieder interessante Beiträge für das CULTurMAG schreibt) hat sich in einem Artikel dem ersten Satz im Roman gewidmet, beschreibt, was er für sie bedeutet und stellt einige interessante erste Sätze vor.

Ich sehe es ähnlich wie Beck. Ein guter, origineller erster Satz ist immer ein super Einstieg in einem Roman und einer der ersten Eindrücke, die ein Autor hinterlässt. Beim Stöbern in der Buchhandlung lese ich immer den ersten Satz, wenn mir ein Buch ins Auge springt. Das ist nicht das einzige Kaufkriterium, spielt aber durchaus eine Rolle. Natürlich kaufe und lese ich auch Bücher mit gewöhnlichen 08/15-Anfängen, aber nur wenn mich Klappentext, die ersten Seiten und/oder Kritiken neugierig genug machen. Nur Klappentext und Kritiken, sind etwas, auf das der Autor wenig Einfluss hat, beim ersten Satz sieht die Sache schon anders aus.

Hier ein Satz, der mir besonders in Erinnerung geblieben ist: »Jorgensen war der Erste, den sie aßen.« Das Buch selbst konnte da nur teilweise mithalten, hat sich aber insgesamt gelohnt.

Paul Weimer ruft auf SF-Signal.com dazu auf, die große europäische Mauer in der Fantasy einzureißen: Silk Road Fantasy and Breaking the Great Wall of Europe

Für alle, die genug von Fantasy haben, die auf westeuropäischen, mittelalterlichen (oder viktorianischen) Szenarien basiert, stellt er einige Autorinnen und Autoren vor, die sich anderer kultureller Einflüsse bedienen. Z. B. Saladin Ahmeds Throne Of The Crescent Moon, das in einem Kalifat spielt, vor allem arabische Einflüsse hat, mir persönlich aber zu langweilig und simpel strukturiert ist, so dass ich es bisher erst zur Hälfte gelesen habe. Es gibt weitaus mehr Bücher, die ein nicht-europäisches Szenario benutzen, als Weimer sie hier aufzählt. Wenn ich von der Buchmesse in Leipzig zurück bin, werde ich vielleicht mal ein paar aufzählen, die mir einfallen.

In meinem Bücherregal hat sich inzwischen der neue Ted Chiang Das wahre Wesen der Dinge eingefunden. Lesen konnte ich ihn noch nicht, aber Christian Endres war schneller und hat ihn auf diezukunft.de besprochen. Ich werde mich dazu äußern, wenn ich das Buch durch habe.

Chiang wer? Das ist der amerikanische Kurzgeschichtenautor, den Denis Scheck unlängst in seiner Sendung Druckfrisch empfohlen hat. Auch Heyne-SF-Cheflektor Sascha Mamczak empfiehlt Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes.

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Nachtrag: Simone Heller empfiehlt zwei interessante interaktive Texte vor, die versuchen, das elektronische Medium zu ihrem Vorteil zu nutzen: http://www.simone-heller.de/lesenswertes-am-sonntag-2/

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