Linktipp: to think outside the pink box – über die Englischkenntnisse der Deutschen

Ich höre und lese immer wieder, dass gute Englischkenntnisse heute ja nichts mehr Besonderes seien. Inzwischen könne doch jeder Englisch sprechen. Fühlt man diesen Englischkenntnissen mal auf den Zahn oder erlebt sie live in der Praxis, merkt man, dass es doch sehr unterschiedliche Ansichten darüber gibt, was gute Englischkenntnisse sein sollen.
Mein persönliches (völlig subjektives) Urteil, die meisten Deutschen sprechen nicht mal ansatzweise so gut Englisch, wie sie glauben. Das ist jetzt nicht abwertend oder verurteilend gemeint. Aber diese Selbstüberschätzung kann im beruflichen (und auch privaten) Kontakt mit Muttersprachlern zu peinlichen und auch geschäftsschädigenden Reaktionen führen. Da kann es sich durchaus lohnen, ein paar zusätzliche Euro in einen guten Übersetzer oder einen Mitarbeiter mit wirklich guten Sprach- und Kulturkenntnissen zu investieren. (Hallo, hier bin ich!!!!!!!! 🙂 Kontaktinformationen finden Sie hier: https://translateordie.wordpress.com/impressum/ )

Diesem Thema widmet jetzt Spiegelonline eine Kolumne. Warum man Freunden nichts Gutes tut, wenn man ihnen einen »white elephant« schenkt, und warum es für ein seriöses Unternehmen in die Hose gehen kann, wenn man eine »pink box« verschickt: http://www.spiegel.de/karriere/ausland/denglisch-die-sprachschnitzer-deutscher-manager-und-politiker-a-903581.html

Nachtrag: Es geht mir übrigens nicht darum, dass man akzentfreies, fließendes Englisch spricht. Das tun auch die meisten Muttersprachler nicht. In Irland wird zum Beispiel kein „th“ ausgesprochen, und ich habe damals keine Empfehlung fürs Gymnasium bekommen, weil ich in der sechsten Klasse das „th“ nicht hinbekommen habe! Versucht mal einen Schotten zu verstehen, oder jemandem mit Cokney-Akzent. Die Aussprache ist relativ unwichtig, denn es gibt nicht die richtige oder perfekte Aussprache. Scheut Euch nicht, mit starkem deutschen Akzent zu sprechen (ich weiß, wovon ich rede), das kann bei Amerikanern z.B. auch Sympathiepunkte bringen.

Mir geht es nur darum, dass man sich im geschäftlichen, professionellen Kontext etwas Mühe geben sollte, um der Kultur, in der man Geschäfte machen möchte, etwas Respekt entgegen zu bringen.