Erscheinen zu viele Bücher? (Teil 1 von 2)

Auf Facebook und Twitter schrieb Karla Paul kürzlich:

Heute die ersten Mails zu den Herbstvorschauen erhalten und weine jetzt inmitten der teils noch ungelesenen Frühjahrsstapel leise vor mich hin. 100.000 Neuerscheinungen jährlich (ungefähr, Selfpublishing unklar), 3 Monate Zeit zum Abverkauf, noch vor ET Abschreibungstitel (und die Autor_Innen wissen nichts davon), auch das gehört zum Buchmarkt. Puh. Ich freue mich für jeden, der heute eine Chance auf Veröffentlichung erhält, aber hunderttausend Titel jedes Jahr, das ist einfach viel zu viel. Diese Massen will doch eigentlich keiner, und dass dann ein Großteil sogar vernichtet werden muss, totaler Wahnsinn!

Leider kann ich nicht auf den Beitrag und die wirklich hochinteressante Diskussion darunter, an der sich viele Profis aus dem Buchbereich beteiligen, verlinken. Vieles, was ich hier aufführe, wird dort auch erwähnt. Da müsst ihr auf Facebook einfach bei Karla Paul vorbeischauen.

Ausgehend davon werde ich versuchen in diesem Beitrag der Frage: Erscheinen zu viele Bücher? aus verschiedenen Perspektiven nachzugehen. Aus Sicht der Leserin, der Autorin, der Übersetzerin, des Verlages und des Buchhandels. Da der Text ziemlich lang geworden ist, teile ich ihn in zwei Blogeinträge auf. Los geht es mit der Perspektive der Autorinnen und der Verlage. Ich benutze inzwischen übrigens nur noch die weibliche Form als die allgemeine Form für beide Geschlechter, wenn keine konkrete Person gemeint ist.

Weiterlesen