Bericht vom Bucon auf Fantasyguide.de

Fantasyguide.de-Mastermind Ralf Steinberg, der mich zusammen mit dem Ernstfall Michael Schmidt zum diesjährigen Bucon begleitet hat, hat einen ausführlichen und reichhaltig bebilderten Bericht über die phantastische Veranstaltung verfasst. Ich kann mich dem nur anschließen. Die Vergrößerung des Hauptsaals ist eine großartige Idee, da es jedes Jahr mehr Besucher werden, von denen sich auch immer mehr kostümieren.

Der Bucon ist eine vielfältige Veranstaltung mit tollem Publikum geworden. Ich fühle mich da immer wieder wohl und freue mich über die zahlreichen faszinierenden Gesprächen mit interessanten Gesprächspartnern, die ich sonst teilweise das ganze Jahr nicht zu sehen bekomme. Auch wenn die Zeit nicht ausreicht, sich mit allen ausreichend zu unterhalten.

Hier durchblättert molosovsky gerade das von mir erworbene Vellum von Hal Duncan in der Übersetzung von Hannes Riffel.

(Foto von Ralf Steinberg)

(Foto von Ralf Steinberg)

Ansonsten habe ich beim Atlantis Verlag voll zugeschlagen, der neben den üblichen SF-Serien von Dirk van den Boom und Stefan Burban auch immer wieder interessante Experimente im Programm hat.

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Veranstaltungstipp Phantastik: Bucon 2015

Für Freunde phantastischer Literatur ist die Frankfurter Buchmesse (anders als die Leipziger Buchmesse mit ihrer Fantasyleseinsel) eher uninteressant. Doch nicht weit von ihr entfernt findet am Buchmessesamstag in Dreieich Sprendlingen sozusagen die phantastische Parallelweltveranstaltung zur Buchmesse statt. Der Buchmessecon (kurz Bucon).

Hier trifft sich das Phantastikfandom aus ganz Deutschland bzw. dem deutschsprachigen Raum. Dazu gibt es zahlreiche Lesungen von eher unbekannten Autorinnen und Autoren bis hin zu Größen wie Wolfgang Hohlbein, Markus Heiz, Bernhard Hennen, Oliver Plaschka oder Tommy Krappweis. Dazwischen verirrt sich hier und da auch mal ein Vortrag, wobei mir persönlich da das Angebot etwas zu dünn ist (da sind andere Cons wie der Elstercon oder der Dortcon etwas besser aufgestellt). Was ich besonders vermisse, sind die Podiumsdiskussionen, die es früher einmal gab.

Ich besuche den Bucon seit etwa 10 Jahren, und die meiste Zeit gab es drei parallele Programmschienen und um die 300 Besucher. In den letzten zwei, drei Jahren war schon ein deutlicher Anstieg der Besucherzahlen auf 500+ zu bemerken, im letzten Jahr hat man darauf reagiert, und die Programmschiene erweitert. In diesem Jahr sind die parallelen Programmpunkte auf unübersichtliche 7 Programmschienen mit insgesamt 56 Veranstaltungen angewachsen (und für molo war immer noch kein Platz da!), was für viele Besucher sicher die Qual der Wahl bedeutet.

Das ist bei mir allerdings nicht der Fall, da ich Lesungen (die ich meist langweilig finde, ich lese furchtbar gerne Bücher, aber lasse mir nur ungern vorlesen) nur äußerst selten besuche. Mir geht es darum, mich mit Freunden und Internetbekannten zu treffen und zu unterhalten, die ich sonst nur selten oder gar nicht sehe.

Den Abschluss der Veranstaltung bildet traditionell die Verleihung des Deutschen Phantastik Preises.

Falls mich jemand von der Seite anquatschen möchte, nur zu – so sehe ich aus:

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Naja, vielleicht doch eher so:

Ich-bucon

Wo man mich trifft: Bucon 2012

Seit einigen Jahren fahre ich jedes Jahr zum Buchmesseconvent in Dreieich-Sprendlingen. Der findet immer am Samstag (dieses Jahr der 13. Oktober) parallel zur Frankfurter Buchmesse statt, auch wenn er nichts damit zu tun hat. Dreieich liegt direkt vor Frankfurt und macht es so möglich, dass man beides besuchen kann.

Die Homepage zum Con: http://www.buchmessecon.info/

Der Bucon ist ein klassischer Con wie man ihn im SF- und Fantasy-Fandom üblicherweise findet. Wobei der Bucon seinen Schwerpunkt auf phantastische Literatur setzt. Wie auf der Buchmesse stehen also Bücher und deren Autoren im Mittelpunkt. Nur das die Teilnehmerzahl mit ca. 300 Besucher etwas niedriger ist als auf dem massenhaften Gewühl der Buchmesse.

Der Bucon beginnt um 11.00 Uhr und geht bis ca. 20.00 Uhr. In diesem Zeitraum finden 4 parallele, jeweils einstündige Programmpunkte statt, in denen vor allem Autoren aus ihren Büchern vorlesen und sich den kritischen Fragen ihrer Leser stellen. In den letzten Jahren ist die Fantasy immer stärker vertreten, während die Science Fiction fast gänzlich verschwunden ist (was daran liegt, dass sich einfach keine SF-Autoren für den Con melden). Es dominieren also die Fantasyautoren und von denen ist das who is who der deutschen Fantasy vertreten: Kai Meyer, Markus Heitz (der dort jedes Jahr seinen DPP abholt), Bernhard Hennen, Christoph Hardebusch, Thomas Fink, Richard Schwartz, Bernd Perplies, Gesa Schwartz und zahlreiche noch nicht bekannte Nachwuchsautoren, von denen ich ohne den Bucon vermutlich nie gehört hätte.

Die Science Fiction ist in diesem Jahr vor allem durch Perry Rhodan in Form von Chefredakteur Klaus N. Frick und einigen Autoren vertreten.

DPP: Um 19.00 Uhr wird dann der DPP der Deutsche Phantastik Preis in unterschiedlichen Kategorien verliehen.

Danach gibt es noch ein Konzert der Gruppe Elfenthal.

Dazu kommen noch zahlreiche Aussteller (vor allem Kleinverlage wie z. B. Atlantis und Wurdack) im großen Saal.

Hier das Programm: http://www.sftd-online.de/bucon/bcprog12/programm12.html

In den ersten Jahren bin ich immer von Programmpunkt zu Programmpunkt gehetzt, ohne Zeit zum Essen oder für Gespräche zu haben. Hier könnten die Veranstalter ruhig etwas Pausenzeit mit einplanen.

In den letzten Jahren gehe ich kaum noch zu den Programmpunkten. Vor allem weil ich Lesungen in der Regel langweilig finde (da wird immer so viel vorgelesen), und viel lieber unterhaltsame Gespräche mit den interessanten Besuchern führe, die ich sonst nur über das Internet kenne.

Ich werde dort mit Ralph und Michael von Fantasyguide.de aufschlagen. Dieses Jahr ist unsere Seite mal nicht für den DPP nominiert.

Und die beste Nachricht zum Schluss: Der bisherige Pächter des Bürgerhauses in Dreieich, in der der Con stattfindet, ist rausgeschmissen worden, was auf gute Chancen für eine genießbare Verpflegung hoffen lässt.

Hier noch Bilder aus den letzten Jahren:

(von vorne links: Torsten Scheib, Ralf Steinberg, Markus Mäurer (das bin ich); von hinten links: Michael Schmidt, Holger M. Pohl, Chris Schlicht)

So sieht übrigens der DPP aus. Und der HMP. 🙂