Erscheinen zu viele Bücher? (Teil 2 von 2)

Hier geht es zum ersten Teil, der die Frage, ob zu viele Bücher erscheinen, aus Perspektive von Autorinnen und Verlagen behandelt. Im unten stehenden Beitrag versuche ich die Sicht des Buchandels, von Leserinnen, Blogerinnen/Rezensentinnen und Übersetzerinnen einzunehmen und blicke am Schluss noch mit einem Fazit auf die Gesamtlage und formuliere meine Theorie dazu.

Buchhandel

In den Buchhandel habe ich die wenigsten Einblicke, auch wenn ich mit ein paar Buchhändlern befreundet bin. Ich vermute, dass aus Sicht des Buchhandels zu viele Bücher erscheinen. Ganz einfach, weil es für sie immer schwieriger wird, einen Überblick über den Markt und die Neuerscheinungen zu behalten. Denn von den Buchhändlerinnen wird erwartet, dass sie mit den angebotenen Titeln vertraut sind, dass sie wissen, was alles neu erscheint. Eine Sisyphusarbeit.

Hinzu kommt noch, dass den Buchhandlungen immer wieder von Leserinnen vorgeworfen wird, den gesuchten Titel nicht vorrätig zu haben. In Diskussionen über den Buchhandel und seine Zukunft lese ich immer wieder, dass Leserinnen nicht mehr in die Buchhandlung gehen, weil sie dort das, was sie suchen, sowieso nicht finden. Geht mir übrigens auch oft so, aber ich finde auch gerne das, was ich nicht suche.

Nur, bei immer mehr Neuerscheinungen fehlt den Buchhandlungen einfach der Platz im Regal und im Lager, um alles, was von den Kundinnen gewünscht wird, vorrätig zu halten. Ich könnte mir also vorstellen, dass Buchhändlerinnen froh wären, wenn sich die Programmangebote zwar vielfältig aber doch etwas übersichtlicher Gestalten würden. Kleinere, unabhängige Verlage haben es sowieso schwer in den Buchhandlungen aufgrund der dominierenden Präsenz der großen Verlage.

Leserin

Für mich als Leser ist es erst einmal eine gute Sache, wenn möglichst viele Bücher erscheinen. Denn das bietet mir große Auswahl und Vielfalt. Ich gehöre nämlich zu jenen, die nicht immer mehr vom Gleichen lesen möchten. Wer meinen Blog ein wenig verfolgt, weiß, dass ich Bücher aus den unterschiedlichsten Bereichen bespreche. Selten lese ich zwei Bücher aus einem Genre hintereinander.

Doch je mehr Bücher erscheinen, desto unübersichtlicher wird es. Was Phantastik angeht, habe ich in den vergangenen Jahren versucht, einen Überblick über die neuen Vorschauen der größeren Verlage zu liefern und hob jene Titel hervor, die mich besonders interessiert haben. Im Rückblick kann ich sagen, dass ich geschätzte 90% der Bücher, die ich mir als interessant notiert habe, nicht gelesen habe. Einfach, weil es zu viele sind. Man muss sich von dem Gefühl lösen, etwas zu verpassen, wenn man nicht alles schafft, was einen interessiert. Das nimmt den Druck vom Lesen und sorgt dafür, dass man die Lektüre wieder entspannter genießen kann. Mut zur Lücke!

Ich habe Facebook-Freundinnen, die haben Schwierigkeiten, überhaupt Bücher zu finden, die sie interessieren, die ihnen gefallen, obwohl sie Literaturliebhaber sind. Teilweise haben sie sogar den Glauben an die Literatur verloren. Mir fällt es ehrlich gesagt schwer, das nachzuvollziehen. Ich vermute, dass sie einen sehr speziellen Lesegeschmack und ganz besondere und spezifische Ansprüche und Erwartungen an ihre Lektüre stellen.

Was das angeht, bin ich viel offener und leichter zu begeistern. Von den 60 bis 80 Büchern, die ich im Jahr lese, gefallen mir geschätzte 80% auch gut. Jene Titel, die als was ganz Besonderes herausragen, sind natürlich seltener. Aber ich komme nicht mal bei den aktuellen Neuerscheinungen, die mich interessieren, halbwegs hinterher, obwohl ich schon so viel lese, und mich ja auch noch für ältere Bücher interessiere.

Überblick verloren?

Als jemand, der sich mit Literatur und Genres beruflich wie privat beschäftigt, würde ich gerne einen Überblick über den Markt und die Neuerscheinungen haben, doch das ist aufgrund der schieren Fülle einfach nicht möglich. Ich habe es inzwischen aufgegeben. Die Vorschauen gehe ich einmal durch, notiere mir aber nichts mehr. Bis die Titel dann in einem halben Jahr erscheinen, habe ich die Hälfte sowieso wieder vergessen. Gelesen wird dann, was mir zum Erscheinungszeitpunkt oder in den Folgemonaten auf anderem Wege ins Auge fällt, durch Empfehlungen, Rezensionen oder einfach in der Buchhandlung. So fällt die Lektüreauswahl deutlich entspannter aus.

Aber ich kann natürlich nicht von mir auf andere schließen. Jede Leserin ist anders. Und auch ich finde es schade, wenn mir durch die schiere Masse an Veröffentlichung besonders interessante Titel entgehen. Ich lese gerne vielfältig, habe aber auch bestimmte Themen, die mich besonders interessieren.

Paradoxerweise habe ich beim Stöbern in den Buchhandlungen in meiner Umgebung (leider nur Thalia) das Gefühl, dass die Vielfalt immer weiter schrumpft. Zumindest entdecke ich dort immer weniger Bücher, die mich interessieren. Inzwischen bin ich durch das Internet und die Vorschauen ziemlich gut informiert, hoffe aber beim Stöbern in der Buchhandlung auf Titel zu stoßen, die mir unbekannt sind, die ich einfach so draufloskaufe, ohne eine Rezension dazu gelesen zu haben. Leider wird die Ausbeute bei jedem Buchhandlungsbesuch kleiner (zumindest bei den Buchhandelsketten und Provinzbuchhandlungen in meiner Umgebung, in Berlin im Otherland oder bei Dussmann sieht das schon anders aus)

Liegt das an mir? Am Programm der Verlage? Oder an den Einkäufern der Buchhandlungen? Vermutlich eine Mischung aus allem.

Was ich mir wünsche

Als Leser würde ich mir wünschen, dass genauso viele Bücher erscheinen, wie es für den Markt und alle an der Produktion und dem Verkauf Beteiligten am Besten ist, in der Hoffnung, dass auf diese Weise das für mich als Leser interessanteste und vielfältigste Angebot entsteht. Was ich nicht brauche, ist eine Flut von austauschbaren Titeln, die alle gleich getrimmt sind, Trends hinterherhecheln und als Auftragsarbeiten für Verlage geschrieben wurden.

Auch wünsche ich mir, dass Bücher nicht so schnell wieder aus den Regalen der Läden verschwinden und so schnell aus der Backlist der Verlage. Durch die aktuelle Schnelllebigkeit des Geschäfts werden viele Titel schon nach zwei Jahren oder schneller verramscht und sind vergriffen. Das setzt mich als Leser unter Druck, mir Bücher möglichst schnell zu kaufen, bevor sie vergriffen sind (und ich lasse mich nicht gerne unter Druck setzen) und degradiert die Bücher, die so schnell verramscht werden, zu billiger Wegwerfware.

P.S. da ich auch gerne Bücher auf Englisch lese und regelmäßig auf dem dortigen Büchermarkt stöbere, bin ich sowieso hoffnungslos verloren, was die schiere Menge an für mich infrage kommenden Titeln angeht.

Übersetzerin (Lektorin, Illustratorin, Grafikerin, Korrektorin)

Als Übersetzer bin ich natürlich daran interessiert, dass möglichst viele Titel (vor allem aus anderen Sprachen) erscheinen. Denn je mehr Titel aus dem (für mich englischsprachigen) Ausland eingekauft werden, desto größer stehen meine Chancen, weiterhin Aufträge zu bekommen. Ich habe noch keinen Status erreicht, bei dem mir die Verlage die Bude einrennen. Es gibt immer wieder mal Phasen, in denen etwas Flaute herrscht, was Übersetzungsaufträge angeht (jetzt gerade zum Beispiel) und dann wieder Phasen, in denen alle auf einmal anfragen.

Als Leser würde ich mich über viel mehr Übersetzungen aus nicht-englischsprachigen Ländern freuen. Aus Japan z. B., denn es gibt nur sechs Übersetzerinnen, die aus dem Japanischen ins Deutsche übersetzen (ob es an den niedrigen Honoraren liegt, oder wirklich nur so wenige sind, weiß ich nicht), was für mich als Japan-affinen Menschen sehr schade ist.

Als jemand, der mit vielen deutschsprachigen Autorinnen befreundet ist, würde es mich freuen, wenn noch mehr von ihnen Chancen bei größeren Verlagen und mehr Verträge erhalten würden. Wobei es in den letzten Jahren ja durchaus eine Entwicklung dahin gab.

Übersetzungen aus anderen Ländern tragen zur kulturellen Vielfalt bei, eröffnen uns Leserinnen einen Blick auf die Welt, ohne verreisen zu müssen. Eine gesunde, gleichmäßige Mischung aus allen oben genannten Varianten wäre wohl die ideale Lösung, solange ich weiterhin genügend Aufträge erhalte, um meinen Lebensunterhalt als Übersetzer verdienen zu können. 😉

Bloggerin/Rezensentin

Verfasst man Buchbesprechungen, hängt es wohl davon ab, wie man seinen Schwerpunkt gesetzt hat. Im Feuilleton fällt auf, dass pro Saison/Halbjahr meist die zehn bis zwanzig gleichen Bücher gehäuft besprochen werden und auch in den Literatursendungen im Fernsehen wiederholt auftauchen. Aktuell wären das z. b. Patria Fernando Aramburo, Prawda von Felicitas von Hoppe, Hain: Geländerroman von Esther Kinsky und einige andere. Bestimmte Titel gelten einfach als die Toptitel der Saison. Wie genau das zustande kommt, wie diese Dynamik in den Redaktionen entsteht? Ich weiß es nicht. Aber irgendwie muss man sich wohl einschränken, um einen breiteren literarischen Diskurs untereinander führen zu können. Keine Ahnung, ob den professionellen Kritikern wie Denis Scheck oder Thea Dorn zu viele Titel erscheinen (vermutlich zu viele Schlechte 😉 )

Beschränkt man sich mit seinem Literaturblog auf ein bestimmtes Genre, dürfte es deutlich einfacher sein, noch den Überblick zu bewahren und regelmäßig aktuelle Titel zu besprechen, aber selbst dann könnte man an seine Grenzen stoßen.

Auf meinen Blog bespreche ich einfach, worauf ich Lust habe. Bisher hatte ich den Anspruch, jedes von mir gelesene Buch zu besprechen, wenn auch manchmal nur mit ein paar Sätzen. Davon werde ich dieses Jahr abweichen.

Karla Paul schrieb auf Facebook:

Bei mir wirkt es auch oft eher abschreckend. Denn wenn ich sehe, okay, ein Titel erhält schon 3-4 Seiten in der Vorschau und großes Buchhandelspaket, weshalb sollte ich ihn noch als besonders empfehlen? Da wende ich mich doch lieber zum großen Teil den Büchern zu, die dieses Programm nicht erhalten.

Dem werde ich mich anschließen. Buchrezensionen schreibe ich in erster Linie für andere Leserinnen, um ihnen Bücher zu empfehlen, die mir besonders gut gefallen haben (manchmal bespreche ich aber auch Bücher, die ich nicht so toll fand, zu denen mir aber schon beim Lesen viel einfällt). Bücher, die sowieso überall besprochen werden, muss ich da ja nicht unbedingt besonders hervorheben. Wobei es da auch Ausnahmen gibt, wie zum Beispiel kürzlich mit Mariana Lekys Was man von hier aus sehen kann, das ja wirklich überall besprochen wurde und ein Bestseller ist, zu dem mir aber so viele Gedanken kamen, die ich dann unbedingt aufschreiben musste.

Insgesamt möchte ich aber viel lieber die kleinen, unentdeckten Perlen vorstellen, jene Titel, die kaum Beachtung finden und nur selten besprochen werden oder schon wieder vergessen sind. Jene Bücher, die sich von der Masse an gleich wirkenden Mainstreamtiteln abheben, die kein Werbebudget haben, kein Spitzentitel sind und vielleicht schon vor Erscheinen vom Verlag als Abschreibtitel abgestempelt werden.

Fazit

Erscheinen also zu viele Bücher?

Die kurze Antwort: Ich weiß es nicht.

Die lange Antwort: Nachdem ich jetzt versucht habe, die Frage aus verschiedenen Perspektiven anzugehen, tendiere ich zur Antwort: Ja, es erscheinen zu viele Titel.

Die Statistiken zeigen, dass die Zahl der Buchkäufer und Buchkäufe inzwischen zurückgeht. Wenn also immer mehr Bücher für immer weniger Käufer erscheinen, wird der Kuchen unter immer mehr Autoren in immer kleinere Stücke aufgeteilt. Da besteht die Gefahr einer Kannibalisierung des Buchmarkts, dass sich die neu erscheinenden Bücher alle gegenseitig so viele Käufer wegnehmen, dass sie sich alle nicht rentieren.

Man könnte jetzt annehmen, dass sich der Markt selbst regulieren und gesundschrumpfen wird, aber nachdem ich seit einigen Jahren mitbekomme, wie (vor allem die größeren Konzern) Verlage arbeiten und funktionieren, habe ich da so meine Zweifel. Ähnlich wie die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklafft bzw. der Mittelstand immer weiter nach unten abrutscht, während sich das Vermögen von ihm zur Oberschicht verschiebt, so scheint auf dem Büchermarkt die Midlist immer weiter wegzubrechen, während sich Gewinne und Verkäufe auf wenige Bestsellertitel konzentrieren (zumindest mein Eindruck).

Die Vorschüsse und Werbebudgets für Midlistautorinnen sinken, die wiederum immer mehr Bücher in immer kürzere Zeit schreiben müssen, um davon zu leben. Kann mir keiner erzählen, dass die Qualität der Bücher nicht darunter leiden würde.

Meine Theorie lautet also, dass dadurch, dass immer mehr Bücher erscheinen, der Markt nicht nur unübersichtlicher wird, sondern auch die Qualität der Bücher sinkt. Weil die Autorinnen weniger Zeit haben, daran zu arbeiten, die Lektorinnen und Korrektorinnen, die Texte unglaublich schnell durcharbeiten müssen und dadurch auch die Zahl der Fehler im fertigen Buch steigt (von der literarischen Qualität mal ganz abgesehen).

Auch die Autorinnen, die sich zunächst noch freuen, leichter an einen Verlagsvertrag gekommen zu sein, könnten langfristig darunter leiden, weil sie eben ständig unter immer größer werdendem Druck arbeiten müssen, Zeitdruck bei der Arbeit zum einen, aber auch der Druck, dass die Bücher in immer kürzeren Zeitspannen erfolgreich werden müssen, bevor sie als Flop abgeschrieben werden.

Ihnen bleibt auch keine Zeit, vom Verlag aufgebaut zu werden und sich mit mehreren Büchern eine treue Leserschaft zu erarbeiten. Wenn jedes zweite Buch unter einem neuen Pseudonym erscheint, weil der vorige Name schon im Buchhandel als „verbrannt“ gilt, verliert man die (wenigen) Fans der vorangegangenen Bücher womöglich wieder, weil die das mit dem Pseudonym gar nicht mitbekommen.

Weniger Titel pro Halbjahr, in die aber mehr Arbeit gesteckt werden kann, für die die freiberuflichen Mitarbeiterinnen (vor allem die Autorinnen) mehr Honorar und Zeit erhalten, würden dem Markt und den Büchern meiner Meinung nach gut tun. Ich merke es ja als Übersetzer, wie ein Text darunter leidet, wenn ich nicht genügend Zeit dafür habe.

Ich bin übrigens nicht der Einzige, der sich aktuell mit dem Thema beschäftigt. Die Autorin Melanie Lahmer hat einen sehr lesenswerten Artikel darüber geschrieben, unter welchem Druck Autoren aktuelle stehen und was sie alles tun müssen, um auf dem Markt bestehen zu können.

Und Verlegerin und Autorin Zoe Beck äußerst sich dazu, wie man einen Verlag finden könnte und ob man dafür unbedingt eine Agentur braucht.

Und hier noch ein Bild für die Blogvorschau auf Facebook und Twitter. 😉

6 Gedanken zu “Erscheinen zu viele Bücher? (Teil 2 von 2)

  1. Was soll man da kommentieren, Du hast da fast alles so benannt, wie ich es auch sehe.
    Verlagsvorschauen ignoriere ich inzwischen fast komplett aus den nämlichen Gründen.
    Es ist zwar nicht leicht, Perlen zu finden, die noch niemand sonst fand, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass man am besten einfach seinen Leseinteressen folgt. Es gibt immer mal wieder Reaktionen zu Büchern, bei denen ich es nie erwartet habe. Darum bemühe ich mich auch andersherum, stets mitzuteilen, wenn mich ein Blogpost inspirierte.

    Also: Sehr guter Artikel!

  2. Kann mich meinen Mitrednerinnen nur anschließen – gute Artikel, die natürlich ein gesundes Maß an Defätismus ausstrahlen müssen, weil die Dinge sind, wie sie sind. 😉

  3. Ich schaue mir die Vorschauen nur von den Verlagen an, die auch sonst mein Bücherregal füllen, weil ich weiß, da kommt vielleicht was, das genau meinen Geschmack trifft. Bei allem anderen lasse ich mich einfach treiben und von Rezensionen und Empfehlungen anderer inspirieren. Bei neuen Büchern bin ich sowieso eher zögerlich. Da gibt es nur eine Handvoll Autoren, denen ich die nächste Neuveröffentlichung druckfrisch aus den Händen reiße. Ich lese auch viele ältere Titel, einfach weil es da noch soviel Auswahl gibt 😀

  4. Vielen Dank für die Artikel!
    Sie stimmen zwar nicht unbedingt fröhlich, aber die meisten Punkte sehe ich genau wie du.
    Irgendwann implodiert das ganze System – ich hoffe allerdings, dass das noch ein paar Jahre dauert …

    • Ich hege die leise Hoffnung, dass es doch was mit dem Gesundschrumpfen wird und bei jenen Verlagen, die in dieser Spirale gefangen sind, noch Einsicht einkehrt. Es gibt ja auch bei den großen Publikumsverlagen welche, die umsichtiger an die Sache herangehen. Es bleibt wohl abzuwarten, wie die Digitalisierung den Buchmarkt in den nächsten Jahren weiter verändern wird. Wie du in deinen Artikeln geschrieben hast, gibt es da ja nicht den einen Verantwortlichen, sondern eine Dynamik, die sich aus verschiedenen Faktoren entwickelt und teilweise selbstständig gemacht hat.

      • Ich fürchte mich ehrlich gesagt vor den ganzen Flatrates. Diese Entwicklung mag aus LeserInnen-Sicht ganz praktisch und günstig sein, aber für Autoren ist das teilweise wirklich inaktzeptabel.
        Auf der anderen Seite werden auch gedruckte Bücher teilweise wie blöd von den Verlagen an Blogger und Rezensenten rausgehauen. Ich habe neulich etwas von 10% gelesen (ich weiß nicht, ob diese Zahl stimmt), und das ist enorm viel. Vor allem, wenn der Markt und die Leser ohnehin übersättigt sind. Dann fallen auch noch die wenigen wirklich interessierten Leserinnen weg, weil sie das Buch auch für lau bekommen können. Und ob die Reichweite jeweils groß genug ist, um mehr als eine Handvoll Leserinnen anzusprechen?
        Aber das ist auch wieder ein eigenes Thema wert – und unter Bloggerinnen auch nicht unumstritten, was ich in letzter Zeit so mitbekomme.

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