Programmvorschau Herbst/Winter 2017/18: Bastei Lübbe

Hier kann man sich die Vorschau von Bastei Lübbe als PDF runterladen. SF und Fantasy geht ab Seite 80 los.

Science Fiction

Das ist ein Perry Rhodan-Roman von Christian Montillon und Oliver Fröhlich im Programm. Bei PR habe ich es mal mit den ersten Silberbänden versucht, war historisch gesehen ganz interessant, aber nach Band 3 habe ich das Interesse verloren. Heftroman ist einfach nicht meins, und auch nicht solche Franchiseuniversen bzw. Endlosserien.

Prisma ist Margarete Fortunes Fortsetzung von New Sol, das mir ja gut gefallen hat. Ob mich Band 2 aber noch interessiert, nachdem in Band 1 die Katze aus dem Sack gelassen wurde, weiß ich noch nicht. Man sollte den Klappentext nicht lesen, wenn man New Sol noch nicht gelesen hat, da wird nämlich der große Twist gespoilert.

Und dann ist da noch eine Anthologie zur Honor Harrington-Endlosserie von David Weber mit Kurzgeschichten von Timothy Zahn und einigen Autoren, die ich nicht kenne (siehe Cover). Nix für mich. Ach ja, ein neuer Roman zur Serie ist mit Operation Janus auch dabei.

Neben Cross Cult hat jetzt auch Bastei Lübbe Doctor Who-Romane im Programm. Ich erwähnte es schon, der Franchisekram ist nichts für mich (auch wenn ich mir die Serie sehr gerne ansehe, Matt Smith ist mit mein Lieblingsdoctor).

Fantasy

Südafrikanische Autoren stehen ja gerade hoch im Kurs, Roger Smith im Krimi, Lauren Beukes in der Science Fiction und Charlie Human was Urban Fantasy angeht. Mit Der Fluch des Feuers von Mark de Jager ist jetzt wohl auch klassische Fantasy dabei. Scheint mir Grim-and-Gritty-Fantasy im Stil von David Gemmel und Joe Abercrombie zu sein. Da ich mich sehr für südafrikanische Literatur interessiere, merke ich mir das Buch mal vor.

Die Dreizhen Gezeichneten von Judith und Christian Vogt scheint mir klassische Städtefantasy zu sein, der Klappentext hat mich noch nicht neugierig gemacht. Mal die ersten Kritiken abwarten.

Bastei Lübbe hat ein wirklich abwechslungsreiches Programm mit sehr interessanten AutorInnen. Eine davon ist Clair North (alias Cathrine Webb), deren Die vielen Leben des Harry August viele positive Kritiken erhielt, und das ich dringend mal lesen muss, bevor ich mich dann eventuell an Das Spielhaus begebe.

Alben und Trolle, da schlägt mich schon der Titel in die Flucht, bevor ich beim Klappentext angekommen bin, diese nordische Völkerfantasy erinnert doch stark an Bernhard Hennes Elfen-Welt. Nix für mich. Aber interessant zu sehen, dass die Völkerfantasy auch nach Abflauen des Booms noch nicht ganz totzukriegen ist. Und schön zu sehen, dass auch weiterhin deutsche AutorInnen in den großen Publikumsverlagen eine Chance bekommen (wie oben auch die Vogts)

Tochter der Götter von Amanda Bouchet scheint dem Marketing nach Fantasy mit einem der griechischen Mythologie entlehnten Szenario zu sein, mit ganz schrecklichen Covern, die eindeutig Richtung Romantasy gehen. Auch nix für mich, aber thematisch immerhin mal was anderes.

Robert Jackson Benett hingegen ist auf jeden Fall was für mich und die Stadt der Tausend Treppen steht ganz oben auf meiner Leseliste. Diese Trilogie (Die Stadt der Träumenden Kinder ist Band 3) soll ein wirklich originelles Fantasysetting abseits der üblichen Klischees und Kulissen haben. Leider wird der zweite Band Die Stadt der toten Klingen (erscheint am 29. September) nicht mehr von der von mir hochgeschätzten Eva Bauch-Eppers übersetzt, wie ich gerade sehe. Mag ich ja gar nicht, wenn mittendrin der Übersetzer wechselt (auch wenn ich selbst schon als Übersetzer bei zweiten Bänden von Reihen eingestiegen bin). Vielleicht hol ich es mir doch lieber im Original.

Horror

Ein John Sinclair-Roman von Wolfgang Hohlbein – ist wohl Band 2 – der erste erscheint Ende September. Sinclair und Perry Rhodan stehen wohl aktuell wieder hoch im Kurs zu stehen, wenn sowohl Bastei Lübbe als auch Fischer Tor Romane aus diesen beiden Serien in ihr Programm aufnehmen. Meins ist beides nicht. Aber schon interessant. Es heißt ja, die Heftromanleser würden langsam aussterben, im Sinne, dass kein Nachwuchs hinter den inzwischen meist ergrauten Herren (die mit diesen Heften aufgewachsen sind) nahkommt.

Leider hat man auch weiterhin den unsäglichen Larry Correia im Programm, den ich hier weiterhin ignorieren werde.

Fazit

Gefällt mir ganz gut, das Programm von Bastei Lübbe. Eine gelungene Mischung aus originellen Titeln abseits ausgetretener Genrepfade und dem ganzen Franchise- und Serienkram, der auch sein Publikum hat. Wobei die Science Fiction doch etwas schwach aufgestellt ist. Auch hier scheint sich der Trend nicht anzuhalten.

3 Gedanken zu “Programmvorschau Herbst/Winter 2017/18: Bastei Lübbe

  1. Oh je … das sieht aber im Bereich Science Fiction wirklich mau aus.
    Eine aktuelle Trilogie und einige wenige (uralte) Endlosreihen – aber kein einziger(!) alleinstehender Roman?!?
    Der Rückzug von Bastei Lübbe aus der SF scheint so gut wie vollzogen zu sein.

    • Ja schade, dabei gäbe es ja noch genügend interessante SF-Titel zum Übersetzen, und sich er auch einige deutschsprachige SF-AutorInnen, die ins Programm passen würden.

  2. Hat dies auf Treffpunkt Phantastik rebloggt und kommentierte:
    Eine gelungene Mischung aus originellen Titeln abseits ausgetretener Genrepfade und dem ganzen Franchise- und Serienkram ..

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