Belegexemplar eingetroffen: phantastisch! Nr. 63

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Mein Belegexemplar der aktuellen phantastisch! ist eingetroffen, die, nachdem kürzlich bekannt wurde, dass die Nautilus eingestellt wird (die ich allerdings nie gelesen habe), das letzte regelmäßig erscheinende gedruckte Phantastikmagazin in deutscher Sprache ist, das den Schwerpunkt nicht auf Blockbusterfilmen hat (dabei denke ich an die Geek, die aber auch einen kleinen Literaturteil hat).

Nach erstem Durchblättern habe ich schon einige Artikel entdeckt, auf deren Lektüre ich mich freue. Ein Interview mit dem in Deutschland viel zu wenig stattfindenden Tim Powers, von dem auch viel zu wenig auf Deutsch veröffentlicht wird. Ich finde es sehr löblich, dass die phantastisch! Autoren interviewt, die bei uns (oder zumindest bei den deutschen Verlagen) aktuell nicht so hoch im Kurs stehen, wie in der letzten Ausgabe z. b. Gregory Benford.

Auch freut es mich, dass Achim Schnurrer einen Bericht über das PAN-Branchentreffen in Köln geschrieben hat, das im April stattfand und an dem ich auch teilgenommen habe. Eigentlich wollte ich auch einen Bericht schreiben, habe es aber irgendwie nicht auf die Reihe bekommen.

Mit einem kurzen Artikel stellt Christian Endres Paolo Bacigalupi vor, dessen Debütroman The Wind Up Girl (Biokrieg) ich großartig fand, und dessen aktueller Roman The Water Knife (Water) im letzten Jahr auch außerhalb des Genres für Aufsehen sorgte. Muss ich unbedingt noch lesen.

Gespannt bin ich auch auf den Artikel über die neue Reihe an phantastisch-historischen Serien, wie dem ausgezeichneten Penny Dreadful mit der herausragenden Eva Green, einer Horrorserie, die in der dritten Staffel leider etwas überhastet zum Abschluss gebracht wurde. Oder die großartige Verfilmung von Susanna Clarkes Jonathan Strange und Mr Norrel. The Frankenstein Chronicles und Houdini und Doyle interessieren mich eigentlich nicht, aber vielleicht ändert der Artikel das ja.

Was ich nicht lesen werde, ist die Kurzgeschichte Der Holzkobold von Brian Stavely. Denn diese Geschichte um einen melancholischen kleinen Holzdieb kenne ich schon, da ich sie übersetzt habe. Stavley Fantasyroman der verlorenen Thron kann ich übrigens nur empfehlen.

An dieser Stelle möchte ich mich mal bei den Machern der phantastisch! bedanken, die es seit 63 Ausgaben schaffen, vier Mal im Jahr immer pünktlich und auf gleichbleibendem Niveau Phantastisches abzuliefern. Auch, wenn ich mir hier und da eine etwas kritischere Auseinandersetzung mit dem Genre wünschen würde. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau, und die phantastisch! bleibt ihrer Linie konsequent treu.

6 Gedanken zu “Belegexemplar eingetroffen: phantastisch! Nr. 63

  1. Bei Penny Dreadful und den Tripods hab ich nach der Lektüre gleich zugeschlagen – hatte zwar beides bereits auf dem Radar, aber jetzt kam sozusagen das Tüpfelchen aufs i.
    Die Story fand ich nicht so toll, aber sie liest sich gut. 🙂

    • Auf den ersten Blick wirkt „Penny Dreadful“ wie ein schon oft gesehenes historisch-phantastisches Mash-Up mit bekannten Literaturfiguren wie Dracula usw. Aber die Inszenierung findet auf einem Niveau statt, wie ich es bei einer solchen Serie bisher noch nicht gesehen habe, auch was die herausragenden Darstellerleistungen angeht.

      • Ja, nach zwei Folgen kann ich da zustimmen. Durchaus auch schaurig inszeniert, die Atmo passt. Die erste Frankenstein-Kreatur erschien mir zwar etwas zu „naiv-gutmütig“, aber da gibt es ja offensichtlich noch eine andere.

  2. Mit „Story“ oben meinte ich übrigens die in der PHANTASTISCH!. 😉

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