Meine Lektüre März 2016

13. Paul Auster – Mond über Manhattan
14. Alex Marshall – A Crown for Cold Silver
15. James Tiptree Jr. – Doktor Ain
16. Will Adams – Das Gottesgrab

Paul Auster – Mond über Manhattan (Reread)

P1000744

Siehe hier.

Alex Marshall – A Crown for Cold Silver

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Sprachlich ausgezeichnet geschriebener Fantasyroman, der immer wieder mit den Genreerwartungen spielt und sie gegen die Wand fährt. Die alternde Heldin erinnert ein wenig an Gemmels Druss (wenn auch nicht ganz so alt). Hat mir gut gefallen, aber etwas hat gefehlt, um mich vollends zu begeistern. Leider kann ich nicht genau benennen, was, aber es ist wohl vor allem eine Geschmacksfrage. Trotzdem eine volle Leseempfehlung für diesen originellen Fantasyroman, in dem Marshall völlig beiläufig eine Welt beschreibt, in der Männer und Frauen vollkommen gleichberechtigt sind und auch wie selbstverständlich das eigene Geschlecht ehelichen.

James Tiptree Jr. – Doktor Ain

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Die frühen Science-Fiction-Kurzgeschichten von Tiptree, die schon einmal andeuten, wohin die Reise noch gehen wird. Herrlich durchgeknallter Humor und teils radikale Ideen, die man vor allem im Kontext ihrer Zeit sehen sollte. Es sind auch ein paar Geschichten dabei, die mir überhaupt nicht gefallen haben, aber bei einer solchen Kurzgeschichtensammlung kann nicht jeder Schuss ein Treffer sein. Doktor Ain ist chronologisch gesehen, der erste Teil der wunderbar aufgemachten und hervorragend übersetzten Gesamtausgabe des Septime Verlags. Ich bin etwas spät dran, werde die Reihe aber auf jeden Fall weiterlesen.

Will Adams – Das Gottesgrab

P1000767

Eigentlich sind solche Archäologiethriller á la Steve Berry und Dan Brown genau mein Ding, und das Gottesgrab enthält auch alle notwendigen Zutaten, mit seiner in Ägypten spielenden Handlung, in der nach dem Grab von Alexander dem Großen gesucht wird, aber irgendwie stimmt die Mischung nicht. Erfrischenderweise ist der Held Daniel Knox kein Superagent wie man ihn z. B. bei Berry oder Clive Cussler hat, aber er kann noch so häufig auf den Kopf und ins Gesicht geschlagen werden, teils mit harten Waffen, es hat keine Auswirkungen. Kurz darauf scherzt er wieder rum, als wäre nichts gewesen. Es gibt auch zu viele POV-Figuren, die zu viel Platz bzw. Zeit erhalten, was von den beiden im Klappentext erwähnten Hauptfiguren ablenkt und dem Leser nicht erlaubt, sich mit ihnen zu identifizieren und/oder mit ihnen mitzufiebern. Sie sind nur zwei unter vielen. Richtig Spannung wollte bei mir auch nicht aufkommen. Adams streut zwar immer wieder historische Texte und archäologische Fakten mit ein, aber die bleiben nur Staffage, anders als bei Dan Brown kann man hier nicht wirklich mitfiebern. Statt einer packenden Schnitzeljagd fahre die Figuren hier von A nach B und wieder zurück nach A, lesen mal was, schauen sich ein paar Artefakte an, bekommen eins über die Rübe gezogen und schon geht es weiter. Dabei bietet die Geschichte Alexander des Großen und den Verbindungen von Makedonien nach Ägypten eigentlich spannenden Geschichtsstoff. Aber diese ganze Geschichte mit den bösen Unternehmern, die das alles für den makedonischen Freiheitskampf tun, wirkt zu konstruiert und aufgesetzt. Die ultrakurzen Kapitel, die teilweise nur über eine halbe Seite gehen, bis schon hektisch zur nächsten Figur geschnitten wird, tragen ihr übriges zur inkonsistenten und holprigen Handlung bei. Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, da ich mir hier Abenteuer á la Indiana Jones erhofft hatte, aber erhalten habe ich nur halbgares, holpriges Stückwerk, das eher an die Serie Relic Hunter erinnert.

 

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