Belegexemplare eingetroffen: „Akte X – Vertrauen Sie Niemandem“

Ich bin Akte X-Fan der ersten Stunde. Als Pro Sieben die erste Folge am 5. September 1994 ausstrahlte, war ich 14 Jahre alt, vom Golden Age of Science Fiction (twelve) also noch nicht allzu weit entfernt. Natürlich kannte ich damals schon Raumschiff Enterprise und Twillight Zone, meine Lieblingsserie war Twin Peaks, aber Akte X war noch mal was ganz anderes. Hier kulminierten Verschwörungstheorien, Aliens und das Übernatürliche zu einer einzigartigen, kultigen Mischung, die mich über viele Jahre gebannt vor der Mattscheibe hielt. Ausgestiegen bin ich dann kurz nach David Duchovny, da hatte die Serie für mich den berühmten Hai übersprungen und ihren Reiz verloren.

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Da die beiden deutschen SynchronsprecherInnen von Mulder und Scully, Benjamin Völz und Franziska Pigulla, mit ihren Kultstimmen maßgeblich zu der dichten Atmosphäre der Serie beigetragen haben, habe ich mir beim meinem Rewatch der ersten vier Staffeln im letzten Jahr auch wieder die deutsche Fassung angesehen (obwohl ich inzwischen sonst alles im Original gucke).

Als man mich fragte, ob ich einige Kurzgeschichten für eine Akte X-Anthologie übersetzen wolle, habe ich keine Sekunde gezögert, den diese Mystery-Serie ist ein prägender Teil meiner Jugend gewesen. Dank der erneuten Sichtung der ersten Staffeln hatte ich auch den Tonfall der deutschen Stimmen im Kopf, während ich übersetzt habe. Und einige der Autoren haben diesen Tonfall von Mulder und Scully wirklich gut getroffen. Unter ihnen übrigens Brian Keene – jener Autor, mit dem meine Übersetzerkarriere vor einigen Jahren begonnen hat (seine Hauptfigur ist allerdings Skinner).

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„Akte X“ in prominenter Gesellschaft auf der Leipziger Buchmesse

Mit der kürzlich ausgestrahlten (und reichlich verstrahlten) zehnten Staffel konnte ich leider nicht viel anfangen, da ich sie (vor allem die Folgen von Chris Carter) für recht schlecht geschrieben halte. Da treffen die Kurzgeschichten in diesem Band (sicher nicht alle), die unterschiedlichen Zeiträume im Akte X-Universum abdecken Ton und Atmosphäre deutlich besser.

Solche Franchisegeschichten sind ja nicht jedermanns und -fraus Sache, aber wer nochmal Lust auf die gute Alte Akte X-Atmosphäre hat, sollte sich dieses Anthologie nicht entgehen lassen. Sie enthält 15 Geschichten. Meine Lesetipps:

Non Gratum Anus Rodentum von Brian Keene, in der Direktor Skinner von seiner Vergangenheit in Vietnam eingeholt wird.

Die Bestie von Little Hill von Peter Clines, eine amüsante Geschichte, in der es Scully und Mulder mit Rednecks und vermeintlichen (?) Aliens im Gefrierschrank zu tun bekommen.

Späte Einsicht von Aaron Rosenberg, in der sich Walter Skinner mit einer widerspenstigen Dame aus der Buchhaltung rumschlagen muss.

Bisher kenne ich allerdings auch nur die sechs Geschichten, die ich übersetzt haben. Den Rest muss ich noch lesen. Aber vertrauen Sie mir und kaufen Sie Vertrauen Sie niemandem, erschienen bei Cross Cult in der Übersetzung von Claudia Kern, Sabine Elbers, Helga Parmiter Susanne Picard und Markus Mäurer.

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