Meine Lektüre Februar 2016

7. Frank Herbert – Der Wüstenplanet
8. Frank Hebben – Der Algorithmus des Meeres
9. Andre Marx – Die drei Fragezeichen: Insel des Vergessens
10. Kai Ashante Wilson – The Sorcerer of the Wildeeps
11. Bov Bjerg – Auerhaus
12. Paul S. Kemp – The Hammer and Blade

Frank Herbert – Der Wüstenplanet

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Jakob Schmidts grandiose Neuübersetzung dieses großen und zeitlosen Klassikers der SF-Literatur, der wahrlich nichts an Aktualität eingebüßt hat. Die Geschichte um Paul Muad’dib und den Wüstenplaneten Arrakis dürfte den Meisten (auch durch die Verfilmungen) bekannt sein. Es lohnt sich übrigens, mindestens auch die nächsten beiden Bände der Reihe zu lesen, da Paul dort eingehend und selbstkritisch über seinen Heldenmythos reflektiert und daraus seine Konsequenzen zieht.

Frank Hebben – Der Algorithmus des Meeres

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Sprachlich meisterhafte Novelle mit einem melancholischen Endzeitszenario, in dem einige verlorene Seelen in einer Wohngemeinschaft in einem ehemaligen Strandhotel die letzten Tage verbringen. Oder steckt doch mehr dahinter? Deutschsprachige Science Fiction, die ihresgleichen sucht. Großes Lob an den Begedia Verlag, zu veröffentlichen, was man bei den großen Publikumsverlagen vergeblich sucht. Und dann auch noch in einer so toll gestalteten Ausgabe. Ein Beweis dafür, dass es (auch sprachlich) anspruchsvolle Science Fiction aus Deutschland jenseits von Dietmar Dath gibt.
Ralf Steinberg hat das Buch auf für den Fantasyguide ausführlich besprochen: Und auch Josefons lobt das Werk in der SF-Rundschau in höchsten Tönen:

Andre Marx – Die drei Fragezeichen: Insel des Vergessens

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Ben Pack is back (Peters Opa aus Der unsichtbare Gegner, eine meiner Lieblingsfolgen). Na ja, genau genommen ist er verschwunden, aus dem Altenheim, obwohl er doch in seinem Haus sein sollte, wo er einst einen hundsgemeinen Nachbarn namens Ed Schnabel hatte. Und dann überfällt er auch noch eine Bank. Wie man sieht, haben die drei Detektive einiges zu tun, und sie tun es, auf die von Andre Marx unvergleichlich geschriebene Art, die dafür sorgt, dass ich trotz sonnleitnerchen und lektoralen Totalausfälle zumindest einem Autor der Reihe die Treue halte.

Kai Ashante Wilson – The Sorcerer of the Wildeeps

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Sprachlich außergewöhnliche Fantasy, vor einem afrikanisch anmutenden Hintergrund, in dem die Söldner wie dem Ghetto von The Wire entsprungen reden, während sich der Erzähler einer sprachgewaltigen, anspruchsvollen Sprache mit vielen altmodischen Begriffen aus dem Englischen bedient. Sehr ungewöhnliche Fantasy, die man aufgrund der sprachlichen Finesse des Autors nicht entgehen lassen sollte, auch wenn es manchmal anstrengend zu lesen ist.

Bov Bjerg – Auerhaus

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Roman über eine Jugend in der deutschen Provinz, im Stile von Sven Regener (Neue Vahr Süd), Frank Goosen (Liegen Lernen) oder Jan Brandt (Gegen die Welt), über eine Gruppe von Außenseitern, die sich in der Abiturphase in einer WG (dem Auerhaus) zusammentun und versuchen, sich gegenseitig gegen die Widrigkeiten des Erwachsenwerdens zu unterstützen. Was teilweise allerdings in die Hose geht. Sprachlich wie auch inhaltlich sehr entschlackt, prägnant und ohne unnötigen Ballast, aber auch nicht ganz so reichhaltig und mitreißend wie die oben genannten Werke.

Paul S. Kemp – The Hammer and Blade

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Sword and Sorcery über zwei sympathischen Halunken, die an Fafhrd und den grauen Mausling erinnern, gerne antike Gräber mit bösen Dämonen ausrauben und ständig in Schwierigkeiten geraten. Man merkt dem Buch vor allem Hinblick auf die Magie und die Dämonen an, dass Paul S. Kemp als Autor zuvor hauptsächlich in den Forgotten Realms unterwegs war. Seichte aber durchaus unterhaltsame Fantasy, die zwischendurch aber etwas arg langatmig und dünn geraten ist. Nach einem spannenden Anfang mit atmosphärisch dichten und lebendigen Beschreibungen der Stadt und ihres Armenviertels versandet die Handlung ein wenig in der von langweiligen Monstern bevölkerten Einöde, glücklicherweise halten die beiden Helden den Leser mit ihrem losen Mundwerk bei der Stange.

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