Die Wasserfälle von Iguazú in Argentinien

Fortsetzung des Berichts Foz do Iguaçu

Man hatte uns empfohlen, die Wasserfälle auch von der argentinischen Seite aus zu besuchen, da sie dort naturbelassener sein sollen. Der Trip war an einem Tag zu schaffen. Also sind wir mit dem Bus über die Grenze nach Puerto Iguazú, von wo aus es mit einem anderen Bus weiter zum Besucherzentrum ging. Der argentinische Busfahrer hatte eindeutig Otto aus Die Simpsons zu seinem Idol erkoren und heizte mit halsbrecherischer Geschwindigkeit den Berg hinauf. Doch wir sind – wieder erwarten – lebend dort angekommen.

An einem hübschen Leuchtturm vorbei ging es dann hinab zu den Wasserfällen. Der Weg zum Fluss runter schlängelte sich in Serpentinen. Je näher man den Wasserfällen kam, desto schwüler und desto höher wurde die Luftfeuchtigkeit, die gefühlt bei 120% lag. Wir waren innerhalb von Sekunden völlig durchnässt, schwitzen stark und haben enorm viel Wasser verbraucht. Immer wenn die Serpentinen wieder in die andere Richtung führte, wurde es kurz recht angenehm, bevor es wieder in die natürliche Sauna ging. Unten angekommen waren wir ganz erschöpft.

Einige der Fotos stammen von Thomas Gruner.

Aber es hatte sich gelohnt, denn am Fuße der Klippen konnten wir mit einem Boot zu einer kleinen Insel vor den Wasserfällen übersetzen. Dort angekommen blickte ich zum Himmel und sagte in etwa: »Oho, sehet, mir deucht dort naht ein Unwetter.« Dunkle, nein wirklich finstere Wolken zogen sich am Horizont zusammen, türmten sich auf und rollten bedrohlich in unsere Richtung. Statt die Insel zu erkunden – so wie alle anderen -, sind wir mit dem nächsten Boot zurück, die Klippen wieder hochgekraxelt und zur Bushaltestelle vor dem Besucherzentrum, wo wir den nächsten Bus zurück in die Stadt nahmen.

Dort am Busbahnhof angekommen, legte das Unwetter dann richtig los. Wir hatten keine Ahnung wann und wo der nächste Bus zurück nach Brasilien ging. Während Thomas und ich im strömenden Regen warteten, frage sich Lea bei den Einheimischen durch und konnte in Erfahrung bringen, dass der letzte Bus des Tages bald abfahren würde. Da hatten wir richtig Glück gehabt, dass wir durch das drohende Unwetter früher als geplant zurück sind, sonst hätten wir ein teueres Taxi nehmen müssen.

Und im nächsten Bericht geht es dann über die sauberste Stadt Brasiliens mit dem Zug weiter nach Paranagua und mit dem Boot hinüber zur Honiginsel.

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