Fit ohne Geräte – Erster Zwischenbericht

Hier mein erste Eintrag zu dem Thema.

Die ersten fünf Wochen habe ich jetzt hinter mir, und bisher ist es mir gelungen, das Programm mit vier Mal pro Woche Training (je 20-40 Minuten) konsequent durchzuziehen. Ist gar keine Quälerei, sondern macht richtig Spaß. Man kann die vier wöchentlichen Einheiten grob in vier Hauptgruppen unterteilen: Drücken, Beine, Ziehen und Core. Wenn man die Übungen in korrekter Haltung durchführt, wird aber meist der ganze Körper mit trainiert.

Mit dem Drücken hatte ich anfangs etwas Schwierigkeiten, da ich praktisch Arme aus Pudding habe (bzw. hatte). Anfangs habe ich keine fünf Liegestütze am Stück hingekommen und die Übungen immer in der vereinfachten Variante ausgeführt. Inzwischen ist es schon deutlich besser geworden. Der Trizeps hat schon sichtbar und spürbar an Umfang zugenommen. Der Bizeps auch, aber nicht ganz so deutlich.

Meine Oberschenkelmuskulatur war dadurch, dass ich immer Fußball gespielt habe, regelmäßig Fahrrad fahre, jogge und Wandern gehe immer ganz gut ausgebildet, weshalb ich mit den Übungen für die Beine keinerlei Schwierigkeiten hatte. Das Einzige, was mir bei den ersten beiden Übungseinheiten Probleme bereitet hat, war erstaunlicherweise, die Arme während der Kniebeugen ausgestreckt zu halten. Das geht aber inzwischen ohne Probleme.

Das Ziehen wird von mir leider etwas vernachlässigt, weshalb der Deltamuskel noch nicht sichtbar zugelegt hat. Aus dem einfachen Grund, dass ich keine passenden Gegenstände habe, um einige der Übungen durchzuführen. Das Türziehen, eine Bewegung, die dem Rudern gleichkommt, kann ich nicht so gut durchführen, da sich unsere Türen dadurch verziehen würden, und das aus Metallstangen bestehende Treppengeländer ist reichlich unbequem, weshalb die Übungen daran zu stark auf mein angeschlagenes Knie gehen. Die Übungen ersetze ich teilweise durch andere.

Wie man sieht, nicht wirklich gut für Klimmzüge geeignet, aber was Besseres habe ich nicht.

Wie man sieht, nicht wirklich gut für Klimmzüge geeignet, aber was Besseres habe ich nicht.

Das umgekehrte Bankdrücken führe ich übrigens mit einem Wischmopp durch. 🙂 Die beiden Stühle sind eigentlich zu klein, da ich meine Arme auf dem Rücken liegend ganz ausstrecken müsste, aber so hoch würde ich mich aktuell gar nicht ziehen können. Das kommt dann in der Wiederholung der ersten zehn Übungswochen.

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Beim Core geht es vor allem und die Körpermitte, also Bauchmuskeln usw. Die Übungen sind recht anstrengend und schweißtreibend, aber kein Problem.

Das zehnwöchige Programm ist das einfachste, das Anfängerprogramm im Buch von Mark Lauren. Das ziehe ich jetzt einmal durch, um zu sehen, wie gut es funktioniert, dann wiederhole ich es einmal, um dann die schwierigeren Übungsvarianten durchzuführen, und es individuell auf meine Bedürfnisse bzw. Notwendigkeiten abzustimmen. Beine muss ich z. B. nicht so viel trainieren, mich dafür mehr auf die Arme konzentrieren. Danach geht es dann mit der nächsten Stufe weiter.

Der Bauchumfang hat jetzt noch nicht wirklich sichtbar abgenommen, dafür sind fünf Wochen zu wenig, aber ich merke, wie die Bauchmuskulatur unter der Wampe straffer wird. Ein klein wenig besser gehen die Hosen aber zu. Allerdings werden die Hosenbeine enger, wenn die Oberschenkelmuskulatur zunimmt (was ich bei meinen engsten Hosen schon merke). Um neue Hosen komme ich also nicht herum.

Gewichtsmäßig hat sich nicht viel getan, ist eher etwas mehr geworden, da die Muskulatur zunimmt. Aber ich habe ja auch kein Übergewicht und meine Ernährung nur teilweise (vermutlich unzureichend) umgestellt.

Im neuen Jahr werde ich noch Joggingeinheiten ins Programm mit einflechten. Ist aber doof, wenn es so früh dunkel wird und ich erst mit dem Training anfangen, wenn ich mein Tagespensum an Brotarbeit erledigt habe. Da muss ich mir noch was einfallen lassen.

Und jetzt kommt das WICHTIGSTE! Dadurch, dass ich bei diesem trüben Wetter beruflich bedingt die meiste Zeit vor dem Computer sitzend verbringe, hatte ich mich in den letzten zwei Monaten oft recht schlapp und antriebslos gefühlt. Das hat sich durch das Training geändert. Die Übungen sind zwar tierisch anstrengend und verursachen ordentlich Muskelkater, aber danach fühle ich mich nicht erschöpft, sondern fitter und lebendiger. Obwohl ich in den letzten fünf Wochen einiges an Übersetzungsaufträgen zu erledigen hatte, war ich so energiegeladen, dass ich noch einige längere und aufwendigere Blogeinträge verfasst habe und es endlich auf die Reihe bekommen habe, einige Kurzgeschichten fertigzustellen, von denen eine ja inzwischen schon online ist.

Bisher hat es sich also richtig gelohnt, mit diesem Trainingsprogramm anzufangen. Ob ich alle Übungen immer richtig ausführe und damit das Optimale raushole, weiß ich nicht, aber Fortschritte sind deutlich spürbar und zu sehen.

4 Gedanken zu “Fit ohne Geräte – Erster Zwischenbericht

  1. Hauptsache, ich erkenne Dich wieder!

  2. Halte einfach nach einem Elfenhulk Ausschau, der seine grazile Gestalt gegen 85 Kilogramm gebalte Muskelkraft eingetaucht hat. 🙂

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