Verschiedenes zum Übersetzen

Auf der Seite Schwarz auf Weiß berichtet die Übersetzerin Gabriele Haefs (Percy Jackson) über ihre Abenteuer beim Übersetzen. In Teil 4 erzählt sie auf sehr amüsante Weise von ihren Kontakten zu ambitionierten Nachwuchsübersetzerinnen und Übersetzern und deren Kampf gegen die Realität.

Ich bin selbst mal einer dieser Nachwuchsübersetzer gewesen, die bei einem erfahrenen Kollegen um Rat gebeten haben, wie der Berufseinstieg am besten gelingen könne. Wer diesen Blog hier schon länger verfolgt, weiß vielleicht, dass in meinem Fall das bedauernswerte Opfer meiner naiven Anfrage Frank Böhmert war, der darauf hin auf seinem Blog den Beitrag Literaturübersetzer werden – aber wie? verfasste, mit dem für mich alles begann. Zu sehr kann ich Frank aber damals (2009) nicht genervt haben, da wir heute noch Freunde sind und er mir schon mal Unterschlupf gewährt, wenn ich in Berlin bin.

Sechs Jahre sind nach dieser ersten Anfrage und meinen ersten Überlegungen Übersetzer zu werden vergangen, bis es dann so weit war, dass ich den Beruf erstmals tatsächlich hauptberuflich ausgeübt habe. Was vor einem Jahr war. Dazwischen lagen noch 4 Jahre Studium und einige Tätigkeiten als Sozialpädagoge, wobei ich währenddessen immer schon nebenberuflich übersetzt habe. Es ist also machbar, kann aber bisweilen ein langer Weg sein.

Die aktuellste von mir erschienene Übersetzung ist Die Maschine erwacht von Adam Christopher bei Cross Cult. Das Wichtigste, was ich nach Abgabe der Übersetzung bekomme, ist natürlich das Honorar, aber ich freue mich auch sehr über Rückmeldungen von Leserinnen und Lesern. Es ist doch ein befriedigendes Gefühl, zu sehen, dass das, was man übersetzt hat, auch auf Gefallen stößt und dass man einigen Menschen damit ein paar schöne Lesestunden verschafft hat. Mit Ausnahme der beiden Bücher von Edward Lee ist das Feedback der Leserschaft zu den von mir übersetzten Büchern aber recht überschaubar, weshalb ich mich über jede noch so kleine Besprechung freue.

Wie auch schon zu Das Blut der Helden und den beiden Captain Future-Romanen, gibt es zu Die Maschine erwacht bisher recht wenige Bewertungen, aber auch hier fallen sie größtenteils positiv aus.

Auf Amazon.de schreibt Kaiz74:

Ein solides und komplexes SF-Machwerk, gespickt mit Verschwörungen und vielen verschachtelten Geheimnissen.

Auch das 2. Buch der Reihe kann grundsätzlich überzeugen.

Auf Splashbooks hat Götz Piesbergen eine etwas ausführlichere Besprechung verfasst:

Was Adam Christopher auf jeden Fall gelingt, ist eine gelungene Atmosphäre zu erzeugen. Innerhalb weniger Seiten weiß man, wo und wann man sich befindet. Und die Erde hat hier einen ähnlichen Charme, wie das Sonnensystem mit der unheimlichen Sonne des ersten Teils.

Die Story erinnert an einen SciFi-Krimi, was im vollkommenen Kontrast zum SciFi-Mystery-Grusel des Vorgängerbandes steht. Und auch von der Tonart her nicht passt.

Da hat er nicht ganz unrecht. Lesern, denen Band 1 vor allem wegen der Gruselatmosphäre gefallen hat, und die jetzt Ähnliches in Band zwei erwarten, könnten enttäuscht werden. Andererseits wiederholt sich Christopher nicht, sondern hat sich was Neues einfallen lassen, um dieses Universum um weitere interessante Aspekte zu erweitern. Dadurch ist auf jeden Fall für Abwechslung in der Reihe gesorgt.

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