Fantasy Filmfest 2015

Nachdem ich letztes Jahr aus beruflichen Gründen aussetzen musste, werde ich in diesem Jahr wieder das Fantasy Filmfest besuchen. Inzwischen hat man es ja leider auf 12 Tage verlängert, was mir zu lange ist. Deshalb werde ich es nur an 5 Tagen besuchen, und zwar ab Freitag in Berlin.

Leider gibt es auch keine Parallelvorstellungen mehr, sondern nur noch einen Film pro Slot, was die Auswahl leider sehr einschränkt, und blöd ist, wenn ein Film läuft, der mich so gar nicht interessiert. Aber ich habe Flug und Hotel für die 5 Tage schon Anfang des Jahres gebucht, und wusste, dass es ein Glücksspiel wird, welche Filme an diesen Tagen laufen. Da muss ich nehmen, was mir serviert wird.

Genau genommen werde ich auch nur an 4 Tagen das Festival besuchen, da ich Freitag erst um 16.00 Uhr am Flughafen ankomme, dann noch im Hotel einchecken muss und schließlich zu einem Verlagstreffen gehen werde. Je nachdem wann das Treffe zu Ende ist, schaff ich es um 23.00 Uhr vielleicht noch in The World of Kanako, den ich eigentlich sehr gerne sehen würde.

Ansonsten geht das Festival für mich am Samstag um 13.15 Uhr mit dem französischen Thriller The Connection los, der in den 70er Jahren spielt. Thriller aus Frankreich sind eigentlich immer eine Bank, das hat man da einfach drauf. Um 18.00 Uhr geht es dann mangels Alternativen in den Zombiefilm Maggie mit Arnold Schwarzenegger, der mich eigentlich überhaupt nicht interessiert, aber ich habe ja keine Wahl. Danach folgt mit Tale of Tales die Verfilmung eines obskuren italienischen Märchenbands aus dem 17. Jahrhundert. Der Trailer lässt mich etwas ratlos zurück, aber ich bin gespannt. Um 23.00 Uhr folgt mit Night Fare noch ein weiterer französischer Thriller, über eine Nacht, in der für einen Taxikunden alles schief geht. Trailer wirkt ganz nett, ist für mich kein must-see, aber wenn ich schon ein Hotelzimmer in Kinonähe habe, dann nutze ich die Nachtvorstellung auch aus.

Am Sonntag gibt es zwei Filme, die mich wirklich interessieren, die Rachekloperrei Kung Fu Killer mit Donnie Yen und der (Überraschung) französische Thriller Rabid Dogs, der ein stilsicheres und knallhartes Remake des gleichnamigen italienischen Films von Mario Bava sein soll. Wird vom Festival als Centerpiece präsentiert. Eventuell sehe ich mir noch den spanischen Film Shrew’s Nest an, auch wenn mich die Story um religiösen Fanatismus unter Schwestern nicht so interessiert. Die beiden Filme um 20.30 und 22.30 Uhr interessieren mich leider so gar nicht. Weder der gruselige Knetanimationsfilm Possessed aus Spanien, noch der in ersten Kritiken als absolut konventionell und ideenlos bezeichnete Haunted-House-Film Demonic. Da werde ich spontan entscheiden, ob ich noch Lust habe. Aber ich werde wohl kaum was Besseres vorhaben..

Am Montag weiß ich noch nicht genau, welchen der ersten drei Filme ich für eine Essenspause sausen lasse. Der Trailer von Sweet Home (14.45 Uhr), der nach Home Invasion aussieht, hat mich nicht gerade vom Hocker gerissen. Dasselbe gilt für Body um 16.30 Uhr, der scheint auch nur in einem dunklen Haus zu spielen. Um 18.15 Uhr läuft das japanische Creature-Feature Parasyte: Part 1. Der sieht ziemlich albern und jugendfrei aus. Außerdem ist es eben nur Teil 1 und damit wohl nur die erste Hälfte der Geschichte, warum man Teil 2 nicht zeigt, der auch schon fertig sein soll, ist mir ein Rätsel. Gesetzt ist die Splatterkomödie Deathgasm um 20.30 Uhr, die gerade auf spiegelonline gelobt wird. Um 22.30 läuft noch Ava’s Possessions. Mit dämonischen Bessessenheitsfilmen kann man mich eigentlich ähnlich gut jagen, wie mit Zombiefilmen. Wobei die Prämisse hier noch halbwegs originell klingt: Es geht um darum, was mit einer Besessenen nach der Erbsensuppenkotzerei-Episode passiert, wenn sich der Dämon aus dem Staub gemacht hat..

Die erste Vorstellung am Dienstag werde ich mir sparen, da es sich um die Wiederholung von Nigth Fare handelt, den ich dann schon am Samstag gesehen haben werde. Schade, dass da ausgerechnet ein Titel wiederholt wird, der schon an den wenigen Tagen läuft, die ich auf dem FFF bin. Um 16.30 läuft The Invitation, über den ich nicht viel weiß, außer, dass es um einen unheimlichen Besucher gehen soll. Hier vertraue ich einfach mal auf das gute Gespür bei der Rollenauswahl von Michiel Huisman. The Pack um 18.30 weiß ich noch nicht, stehe eigentlich nicht auf diese Art von Tierhorror, der Trailer sieht auch recht gewöhnlich aus. Takashis Miikes Yakuza Apocalypse um 20.30 ist Pflichtprogramm, auf den freue ich mich schon, seit ich die Kritik auf Filmstarts.de gelesen habe. Um 23.00 Uhr läuft mit Momentum noch ein Bankraubthriller, bei dem ich mich spontan entscheiden werde.

Und das war es auch schon. Am Mittwoch geht mein Flug zurück. Sehr Schade, denn an diesem Tag hätte ich gerne noch Turbo Kid und Excess Flesh gesehen.

Filme, die ich ansonsten noch gerne gesehen hätte: Hyana, Bound to Vengance, Kill Your Friends (Eröffnungsfilm nach dem Roman von John Niven), Reality und Some Kind of Hate.

Wie auch schon im vorletzten Jahr ist kein Film dabei, bei dem ich im Vorfeld dachte, dass ich ihn unbedingt sehen muss, so wie es mir z. b. bei Ex-Drummer oder Survive Style 5+ ging. Das Angebot an Horrorfilme wirkt auf den ersten Blick breit gefächert, aber auch eher mainstreamig. Einen richtig kontroversen Titel (wie z. B. In the Name of the Father) kann ich bisher nicht entdecken. Mit Science-Fiction sieht es eher mau aus. Infiny scheint in die Richtung Alien und Event Horizon zu gehen, soll aber nach ersten Kritiken eher schlecht sein. Wobei ich mich frage, ob sich wirklich die Art der Filme auf dem Filmfest geändert hat, oder ob es an mir und meinen Ansprüchen liegt?

Aber im Laufe des Festivals wird sich sicher die ein oder anderen Perle herauskristalliesieren. Drüben bei f3a.net schwärmt man von dem Programm, wobei ich mich Frage, woher diese Euphorie kommt.

Wer eine ausführliche Berichterstattung über die laufenden Filme haben möchte, sollte drüben beim Wortvogel vorbeischauen, der ist ab heute in Nürnberg am Start und hat schon damit gedroht, die Filme zeitnah zu besprechen. Auch auf Spiegel.de freut man sich auf das Filmfest.

Auf Filmstarts.De gibt es ein Interview mit Festivalleiter Reiner Stefan, bei dem durchklingt, dass die Zukunft des Festivals in den Sternen steht. Es scheint einen deutlichen Zuschauerrückgang zu geben, weshalb man nur noch eine Vorstellung pro Slot anbietet, um den Saal voll zu bekommen; außerdem ist man in Köln und Hamburg in Luxuskinos umgezogen. Der Trend geht eher weg vom Multiplex. In Berlin hat man sich jetzt ganz aus dem Cinemaxx verabschiedet, was ich begrüße, das war mir immer ein bisschen zu schmuddelig. Ins Cinestar im Sonycenter gehe ich sehr gerne. Ich hege auch so meine Zweifel, ob es das Festival noch lange geben wird, hoffe es aber sehr.

Ich freue mich jedenfalls auf die nächsten Tage in Berlin. Für meine Ankunft am Freitag sind 39 Grad gemeldet. Es wird ein heißes Filmfest.

 

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