Phantastische Netzstreifzüge 32

Interview: Carsten Polzin (Programmleiter Piper Fantasy) – Der Titel sagt es schon. Carsten Polzin äußert sich erstaunlich offen und realistisch zur aktuellen Lage des Fantasybuchmarktes. Er sieht Fantasy immer noch als eine Nische, die nach dem Boom der Völkerfantasy momentan in einer Flaute steckt. Nur bei der vorzeitigen Einstellung von Reihen schiebt er mir den schwarzen Peter ein wenig zu offensichtlich den englischen Verlagen und Autoren zu. Mir scheint, dass es doch weitaus häufiger vorkommt, dass englische Reihen in der der deutschen Übersetzung viel früher eingestellt werden, als im Original. Wenn mir auch aus dem Stegreif keine von Piper einfällt. Bei Blanvalet hätte ich gleich fünf im Kopf. Seiner Einschätzung, dass der Erfolg der Serie Game of Thrones vor allem George Martin nutzt, und weniger der restlichen Fantasy, stimme ich uneingeschränkt zu. Ich verstehe allerdings nicht so genau, was es mit der für den deutschen Markt angepassten Version der Greatcoats auf sich hat.

Welcoming Omenana – Africa’s Own Spec-Fic Zine – es gibt ein neues afrikanischen Magazin über Spekulatius Fantasticus, also Phantastik. Finde ich super. Sonst bekommt man ja wenig Phantastisches aus Afrika mit.

 The Unbearable Solitude of Being an African Fan Girl – Dieser Artikel von Chinelo Onwualu zeigt, wie allein afrikanische Fan-Girls auf weiter Flur stehen.

A Non-Comprehensive-But-Awesome Accounting of Your Favorite Books of 2014 – Auf Tor.com gibt es eine Liste mit einigen der interessantesten phantastischen Neuerscheinungen des Jahres. Gelesen habe ich davon nur Anne Leckie und Jeff VanderMeer. Unbeding lesen möchte ich noch The Three-Body Problem von Cixin Liu, The Mirror-Empire von Kameron Hurley, David Mitchell natürlich (dessen neue Bücher man immer lesen sollte), den neuen Gladstone und endlich mal was von (der in Deutschland leider kaum bekannten) Elizabeth Bear

We Are the Worlds by Alex Hughes – über das Fans-Sein, und warum man sich für Science Fiction und Fantasy interessieren sollte oder zumindest nicht voreilig als Eskapismus abtun sollte.

Wieder viele Links zu englischsprachigen Artikeln. Da ist es wie mit den Buchveröffentlichungen, viele interessante Werke sind leider nur auf Englisch vorhanden. Und ohne das deutsche Fandom jetzt abwerten zu wollen, finden die interessantesten und aufregendsten Debatten im englischsprachigen Fandom statt. Dafür aber auch die unschönsten.

 

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