Aktuelles: Phantastische Netzstreifzüge 27

Noch ein kurzer phantastischer Quikie fürs Wochenende:

Volker Oldenburg: Rowohlt-Übersetzer im Gespräch – Im Rowohlt Magazin gibt es ein sehr kurzes Interview mit David-Mitchell-Übersetzer Volker Oldenburg, den ich vor allem für seine Übersetzung von Cloud Atlas bewundere; wie er hier die unterschiedlichen Stile der verschiedenen Episoden hinbekommen hat, vor allem das Pidgin-Englisch – ist ganz große Kunst.

Isnoguds Dilemma – Hartmut Kaspers fragt sich auf DieZukunft, ob eine Zukunft ohne Gegenwart vorstellbar sei. Als Beispiel nimmt er eine Episode der Comicreihe Isnogud, um den machtbewussten Großwesir, der gerne Kalif werden möchte, sich dabei aber nicht ganz so geschickt anstellt, wie Frank Underwood. Isnogud bekommt einen Katalog aus der Zukunft, mit Erfindungen der Zukunft, weiß mit ihnen aber nichts anzufangen, statt einer tollen Waffe, bestellt er sich einen Hometrainer, um den Kalifen zu stürzen. Kaspers fragt, ob wir uns wirklich eine realistische Zukunft vorstellen könnten? Hat man vor 200 Jahren realistisch unsere Gegenwart vorsehen können? Würden wir Gegenstände aus der Zukunft überhaupt als solche erkennen können? Ein sehr interessanter Beitrag, der zum Nachdenken über die SF anregt.

MIND MELD: Horrified by Horror – The Books, Films and Shows That Messed Us Up – SF-Signal hat einige Leute gefragt, welcher Horror sie den verstört hätte. Eine Frage, die ich gar nicht so einfach beantworten kann. Ich glaube, der gruseligste Film meiner Kindheit war The Shinning von Kubrick. Der war echt gruselig und hat dafür gesorgt, dass ich wochenlang nachts nur bei voller Beleuchtung durchs Haus gelaufen bin. In Bezug auf Tierhorror haben die Filme Mörderspinnen (mit William Shatner) und Arachnophobia dafür gesorft, dass ich mein Zimmer jahrelang regelmäßig nach Spinnen durchsucht habe. Der zweitgruseligste Film, an den ich mich aus meiner Jugendzeit erinnere, ist übrigens Wenn die Gondeln Trauer tragen.
Bücher gibt es keine, die eine ähnliche verstörende Wirkung auf mich hatten. Am ehesten noch Es von Stephen King und Sommer der Nacht von Dan Simmons.

Fantasy-Rollenspiele als prägender Aspekt moderner Kulturgeschichte – Hier kann man sich einen Vortrag von Tom Hillenbrand (Drohnenland) und Konrad Lischka über die Entstehung des Rollenspiels (Würfel und so) ansehen. Ich hatte hier ja schon mal auf das Buch der beiden hingewiesen. Der Vortrag ist vor allem für Leute interessant, die nicht viel über Rollenspiele wissen, aber schon immer wissen wollten, was dahinter steckt. Meine Rollenspielerfahrung beschränkt sich leider auf Shadowrun. Obwohl ich mich immer dafür interessiert habe, gab es in meinem Freundeskreis leider nicht genug andere Interessierte.

Here are 306 Reasons to Read Science Fiction, Fantasy and Horror Books in October – Die monatliche Liste der englischsprachigen Neuerscheinungen und Neuauflagen. Mich interessiert vor allem Anne Leckies Ancillary Sword, den Nachfolger von Ancillary Justice. Interessant ist auch die Neuauflage von E.R.R. Edisons Werken.

Neue Bücher Oktober 2014 – Und auf Fantasybuch.de gibt es die neuen deutschsprachigen Erscheinungen. Hier interessiert mich nur The Martian von Andy Weir, dass aber schon seit Monaten auf meiner Leseliste steht. Das werde ich auch im Original lesen. Im Fantasybereich sieht es doch ziemlich mau aus. Bis auf die Neuveröffentlichung von Steven Erikson, der aber auch nie vergriffen war.

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