Aktuelles: Phantastische Netzstreifzüge 20

Zwei kurze Happen für zwischendurch:

Vor 25 Jahren – Literaturgeschichten – Cynx berichtet darüber, wie vor 25 Jahren die Suche nach den ersten Bänden der Drachenlanze von Margareth Weis und Tracy Hickman zu einer folgenschweren Entdeckung führte, aufgrund derer er dem deutschen Buchhandel für immer verloren ging. In der Zeit vor dem Internet war es gar nicht so einfach, sich Informationen über die Originalausgaben deutscher Übersetzungen zu beschaffen. Doch wenn man ins Impressum sah, konnte man 1 und 1 zusammenzählen und zu dem Schluss kommen, dass einem ein Buch in zwei Bänden verkauft wurde. Eine damals übliche Praxis in der Fantasyliteratur (heute ist es nicht mehr ganz so extrem). Und wie Cynx auch richtig anmerkt, war die Drachenlanze auch gar nicht so dick. Mir ging es damals ähnlich. Ich musste Mitte der 90er Jahre eine abenteuerliche Quest durch mehrere Buchhandlungen voller feindlich gesinnter oder zumindest verwirrter Buchhüter absolvieren, um alle sechs Bände der Midkemiasaga zusammenzubekommen. Die Drachenlanze habe ich mir dann 98 oder so übers Internet bestellt. Mich hat der deutsche Buchhandel durch die Splittungen zwar nicht ganz verloren, aber gesplittete Bücher kaufe ich mir prinzipiell nur im vollständigen Original.

Auf Fortsetzung wartend… – Passend dazu widmet sich die Autorin Alessandra Reß abgebrochenen Fantasyreihen bzw. Serien. Da gibt es zum einen, jene Reihen, die schon im Original nicht fortgeführt werden, wie z. B. Die Chroniken von Myrillia von James Clemens. Aber viel häufiger kommt es vor, dass Reihen, die im (meist englischsprachigen) Original gut laufen oder zumindest fortgesetzt werden, auf Deutsch mittendrin eingestellt werden. Auch hier stellt Alessandra einige Reihen vor, unter anderem die Drachenlanze, die ich allerdings schon vor dem deutschen Verlag abgebrochen habe; ist auch eine der wenigen Fantasyreihen, die für mich persönliche schlecht gealtert ist, und im Reread nicht wirklich Spaß macht. Ein weiteres aktuelles Beispiel für eine eingestellte Reihe ist Ken Scholes Die Legende von Isaak, die nach drei übersetzten Bänden von Blanvalet eingestellt worden ist. Schade auch, dass Steph Swainstons sehr ungewöhnliche und kreative Fantasy auf Deutsch nicht gut gelaufen ist.

Es werden wohl vor allem schlechte Verkaufszahlen sein, die zur Einstellung von solchen Reihen führen, aber die Frage ist auch, ab wann sind die Zahlen für den Verlag schlecht? Und schadet er sich dadurch nicht langfristig, weil es immer mehr Leser gibt, die nur noch Reihen anfangen, die bereits komplett erschienen sind? Viele Leserinnen steigen auch wie Cynx auf die Originalausgaben zurück, die meist auch günstiger und dank des Internets und E-Books schnell und unkompliziert zu bestellen sind.

2 Gedanken zu “Aktuelles: Phantastische Netzstreifzüge 20

  1. Das Schlimmste,w as mir diesbezüglich untergekommen ist, war Rad der Zeit. Die habe ich dann nach kurzer Zeit auch nur noch im Original gelesen.

  2. Ja, ich glaube da wurde ein Buch sogar auf drei Bände geteilt. Ich bin nach dem neuenten deutschen Buch ausgestiegen, weil mir die Aussicht auf 30 oder so weitere Bände zu viel war.

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