Aktuelles: Phantastische Netzstreifzüge 19

Money Can Move a Fantasy World Just as Readily as a God– Max „übersetzt ihn endlich ins Deutsche“ Gladstone hat auf Tor.com einen kurzen Text darüber geschrieben, dass Geld ebenso eine religiöse Antriebskraft sein kann, wie (böse?) Götter. Ich mag Autoren, die ökonomische Themen mit in ihre Fantasywelt bringen. Dolch und Münze von Daniel Hanover ist da ein gutes Beispiel.

The shameful joys of the franchise novel … and why the force is with them – Damien Walter im Guardian darüber, was für einen Spaß Franchise-Romane mache können.
Meine Leseerfahrung in dem Bereich sind da sehr beschränkt, da ich durchaus Vorurteile gegenüber dieser Literaturform hege. Die im Artikel erwähnte Admiral-Thrawn-Trilogie von Timothy Zahn im Star Wars Universum habe ich aber als Jugendlicher sehr gerne gelesen und aktuell begeistert mich deren Hörspielumsetzung. Ansonsten habe ich nur ein paar Star-Trek Romane gelesen, die ganz in Ordnung waren, und Bücher zu Rollenspielen wie Dungeons and Dragons, Shadowrun oder Das schwarze Auge. Ich bin überzeugt, dass es ganz hervorragende Franchise-Romane gibt, aber sicher auch viel runtergekurbelte Dutzendware. Demnächst will ich es mal mit Warhammer versuchen.

Drachenväter – Bei einem der letzten Streifzüge habe ich auf eine Spiegelonlineartikel über das Buch Drachenväter zweier Spiegelautoren! verlinkt. Es handelte sich um ein krautfundiertes Projekt, das einen interessanten ersten Eindruck machte. Chris von poyneux.de hat jetzt eine ausführliche und ausgezeichnete Kritk dazu verfasst und geht auf viele Mängel und Schlampereien ein.

2013 Nebula Awards Winners – Es gibt unzählige Literaturpreise, auch in der Phantastik. Zuletzt wurde der renommierte Nebula Award verliehen. Bester Roman ging an den Abräumer der Saison: Ancillary Justice von Ann Leckie (ich habe es schon seit einer Weile durch, hat mir gut gefallen, eine Kurzkritik folgt noch).

90 Zentimeter haarige Anarchie – In der Rubrik Einestages auf Spiegelonline gibt es einen gekürzten Auszug aus dem Buch Colt Seavers, Alf und Ich – 20 Autoren über die wahren Helden unserer Jugend. In diesem Text von Simone Buchholz geht es um den Held meiner Kindheit: Alf. Der sympathisch chaotische Außerirdische, der eines Nachts den Tanners mit seinem Raumschiff in die Garage donnerte. Buchholz arbeitet ganz hervorragend heraus, was diese Serie damals für uns Kinder so reizvoll machte, und geht auch auf ihre Entwicklung ein, weg vom anarchischen Spaß hin zu familientauglichen, seichten Plots – vor allem in der vierten Staffel. Ich habe alle vier Staffeln auf DVD und schaue sie mir ungefähr alle zwei Jahre an. Eine der wenigen amerikanischen Serien, die ich gerne in der deutschen Synchronisation sehe, nicht nur wegen Tommy Piper als Alf, sondern auch wegen des kürzlich verstorbenen Niels Clausnitzer, der sich immer so wunderbar als deutsche Stimme von Willi Tanner über den kleinen Mob vom Mond aufregen konnte. Das Buch werde ich mir übrigens zulegen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s