Best-Blog-Award-Stöckchen

Auf Facebook finde ich solche Kettenbriefsachen eher nervig, aber diese Blögchen-Stöckchen mit den Fragen finde ich ganz nett. Mir wurde das Stöckchen von neuesvomschreibtisch.wordpress.com hingeworfen. Einem sympathischen Blog eines Serienjunkies, die gerade an ihrer Masterarbeit sitzt und neben Serienkritiken aktuell sehr amüsant über das merkwürdige Verhalten lernbeflissener Bibliothekswiedergänger schreibt.

1. Warum hast du mit dem Bloggen angefangen? Gab es einen speziellen Auslöser?
Als eher introvertierter, schüchterner Mensch bin ich nie auf die Idee gekommen zu bloggen. Bis ich im November 2011 am Literarischen Colloquium Berlin ein Berufseinsteigerseminar für Übersetzer bei Jochen Schwarzer besucht habe. Dort wurde die Frage aufgeworfen, ob sich eine eigene Homepage beruflichen lohnen würde. Noch am selben Abend habe ich diesen Blog hier eröffnet, in dem es ursprünglich nur ums Übersetzen gehen sollte. Dass ich jetzt auch über alle möglichen anderen Themen blogge, liegt daran, dass ich gefallen daran gefunden habe, es tatsächlich Leute gibt, die meine Einträge lesen und es eine gute Möglichkeit ist, sich zu vernetzen.

2. Schreibst du abgesehen von deinem Blog auch noch andere (fiktionale oder nicht-fiktionale) Texte?
Für E-Zines wie den Fantasyguide schreibe ich seit über 10 Jahren Rezensionen (manche findet man auch hier im Blog wieder), ansonsten noch Artikel für Printmagazine wie Phase X (siehe meine Texte). Ich schreibe auch fiktionale Texte (Kurzgeschichten und Romane), aber bisher alles nur für die Schublade.

3. Was bedeutet schreiben für dich? Hobby, Arbeit, Entspannung, Therapie…?
Bloggen ist für mich Entspannung, dass mache ich, wenn ich beim Übersetzen gerade eine Pause einlege. Übersetzen ist der Versuch ein Hobby (Literatur) zum Beruf zu machen. Das Schreiben der fiktionalen Texte ist die Lust am Erzählen und der Versuch zu sehen, ob ich es auch „drauf habe“.

4. An welchem anderen Ort auf dieser Welt würdest du gerne leben und warum?
Hawaii. Ich mag es gerne warm und exotisch. Ich liebe den Strand, das Meer und nicht zu kaltes Wasser. Außerdem ist Hawaii eine schöne Südseeinsel (bzw. fünf größere), auf der es keine giftigen Tiere gibt. Ich interessiere mich sehr für die hawaiianische Kultur. Ich würde dort gerne eine Serie über das aktuelle Hawaii drehen, verbunden mit der hawaiianischenTradition, wie sie heutzutage noch weiterlebt, und wie junge Hawaiianer leben. So was wie Treme in Hawaii nur ohne die Katastrophen (Katrina und seine Nachwirkungen).

5. Wenn du nur einen Film oder eine Serienbox auf eine einsame Insel mitnehmen dürftest: Welche(r) wäre das?
Northern Exposure (Ausgerechnet Alaska), weil mir diese Serie das Gefühl vermittelt, Teil dieser wundervollen Gemeinschaft in Cicely zu sein. Da würde ich mich immer von Freunden umgeben fühlen und könnte von meiner Traumfrau Magie O’Connell träumen.

6. Bevorzugst du ganz allgemein Filme oder Serien?
Inzwischen Serien. Obwohl ich Cineast bin und furchtbar gerne ins Kino gehe. Aber dieser ganze Action-Superhelden-Blockbuster-Kram hängt mir zum Hals raus. Kleine Filme, die tolle Geschichten erzählen, finden nur noch selten ihren Weg auf die Leinwand (vor allem hier in der Provinz). Viele Top-Serien nutzen durch staffelübergreifende Handlungen ganz neue Formen des Erzählens.

7. Was war die letzte Sendung, die du dir im TV angeschaut hast?
Im Pay-TV gestern Abend Ray Donovan und Parks and Recreation. Free-TV schalte ich kaum noch ein. Momentan Die Brücke 2 sonntags im ZDF. Großartige Serie! Und Ripper Street auf Neo, sowie die Heute Show.

8. Bei welcher TV-Serie würdest du gerne mal als Statist mitspielen (oder hättest gerne mitgespielt)?
Als Säufer in Franks Stammkneipe in Shameless US. Die müssen einen Mordspaß am Set haben. Oder als mobile Mülltonne (Dalek) in Doctor Who.

9. Welche Serie kannst du absolut nicht ausstehen und warum?
Revolution. Ich versuche jeder neuen SF-Serie über den Großteil der ersten Staffel eine Chance zu geben. Aber diese Serie ging mir in jeder einzelnen Folge mit ihren dummen Drehbüchern tierisch auf die Nerven. Nach 10 Folgen war für mich Schluss.

10. Wer ist dein liebster Film- oder Serien-Antiheld?
Dexter Morgan. Er ist ein Serienkiller, also verabscheuungswürdig. Trotzdem macht es mir, dank der sonoren und zynischen Off-Stimme Michael C. Halls, viel Spaß, ihn bei seinen verwerflichen Taten zu begleiten. Da fiebere ich förmlich mit.

Während meiner Kindheit in den 90er Jahren waren meine Antihelden-Serienidole Homer Simpson und Al Bundy, im neuen Jahrtausend ist es Hank Moody aus Californication.

11. Welcher Film oder welche Serie wurde in letzter Zeit völlig zu Unrecht gehypt?
The Walking Dead. Ich bin bis zum Ende der vierten Staffel dran geblieben. Produktionstechnisch befindet sich die Serie auf einem hohen Niveau. Aber die Story tritt seit Staffel 2 nur auf der Stelle, es gibt null Entwicklung, auch nicht bei den Figuren. Alles wiederholt sich und wiederholt sich und wiederholt sich. Es ist mir ein Rätsel, warum die Serie immer noch so beliebt ist.

6 Gedanken zu “Best-Blog-Award-Stöckchen

  1. Ä-Häm. Der Link zu ›neuesvomschreibtisch‹ ist total verballert.

  2. Danke für den Hinweis. Habe ihn repariert. Normalerweise kontrolliere ich alle Links, aber heute war ich etwas in Eile. 🙂

  3. Zur letzten Frage: Versuch mal das Buch zu The Walking Dead zu lesen. Grausam, übel und schröcklich sind noch harmlose Adjektive dafür. Nach siebzig Seiten hab ich aufgegeben (und ich breche selten Bücher ab). Miserabel geschrieben, schlecht übersetzt, brutale Zeitverschwendung (sollte man das Buch bis zum Ende lesen wollen). Beim Gedanken daran schüttelt´s mich jetzt noch …

  4. »The Walking Dead« krankt daran, dass die Macher grundsätzlich solange weiter machen (die Kuh melken) wollen, wie es sich lohnt (die Verkaufszahlen stimmen). Erzählungen die ziellos in die Landschaft tuckern, müssen irgendwann unter der Last der Episodenhaftigkeit, des ewigen Aufschubs, Neuködern & Wegziehen zusammenbrechen. — Das mal so dahingestellt muss ich zugeben, dass mir die ersten beiden fetten Comic-Sammelbände mit zusammen über 2000 Seiten als Ex- & Hopp-Lektüre, von der ich weder Tiefgang erwarte noch erhalte, recht gut gefallen haben. Mit Sentimentalitäten angereicherter Grim & Gritty-Epos mit ewiger Beschwörung von Clanwerten samt deren Enttäuschung halt. Im Prinzip der ganze alte Western-Frontier-Familien-Pathos. Irgendwo außerhalb der Panels sitzt bestimmt die Oma mit der Schrotflinte aufm Schoß auf der Veranda, und schellt zum Mittagessen (Bohnen mit Speck) die große Triangel.

    Ach ja, weil das ja eigentlich zum Blog-Stöckchen-Spiel gehört: An wen gibst Du eigentlich das Stöckchen weiter, lieber Markus?

  5. auf hawaii regnet es übrigens sehr häufig – habe ich gelesen ^^
    hat wohl mit der geografischen lage zu tun und mit den großen bergen da, mauna kea zb, da kommen wohl die wolken nicht vorbei/drüber hinweg und sind quasi gezwungen, ihren ganzen gesammelten regen auf hawaii niedergehen zu lassen – wenn ich das alles richtig verstanden habe bzw mich korrekt erinnere.
    hat übrigens auch dan simmons in seinem buch ‚die feuer von eden‘ so beschrieben.
    also, viel spaß da ^^

    ansonsten schönen gruß und das du ja schön weiter machst mit deinem blog hier, themen sind mir fast egal ^^

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