TV-Tipp: Übersetzing Shakespeare

In der aktuellen Folge von Druckfrisch unterhält sich Denis Scheck mit dem Shakespeare-Übersetzer Frank Günther. Der ist der Meinung, dass es bei Übersetzungen alle Entscheidungen falsch sein können, und er sich für die entscheide, mit der er besser leben könne. Es gehe darum, die Wirkung des Textes auf die Originalleser bzw. in diesem Fall auf die Zuschauer im Globe auf die heutigen Leser zu übertragen. Shakespeares Kalauer würde heute niemand mehr verstehen, auch kein Muttersprachler (die dafür Fußnoten brauchen). Deshalb hat er diese veralteten Kalauer in welche übersetzt, die man heute versteht und über die frau lacht; so können eine ähnliche Wirkung wie damals erreicht werden (oder zumindest eine fruchtbare). »Wirkungsäquivalenz« nennt Scheck das.

Der Einstellung kann ich mich nur anschließen. Captain Future kann man nun nicht mit der hohen Kunst Shakespeares vergleichen, aber Hamiltons Romane sind zumindest Klassiker ihres Genres; geschrieben in den 40er Jahren als Pulpliteratur, die in Magazinen veröffentlicht wurde. Da geht es mir darum, die Atmosphäre und den pulpigen Ton von damals zu übertragen, sowie den Sense of Wonder der damaligen Zeit, und gleichzeitig einen flüssig lesbaren Text, nach heutigen Lesegewohnheiten hinzubekommen.

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