Berlin: erste Eindrücke von 2010

Ich bin erst im Oktober 2009 nach Berlin gezogen. Berlin, diese moderne Metropole, die direkt am Puls der Zeit liegen soll; marode aber mit Stil. Das neue Paris oder New York. Vor allem war es in den Wintermonaten kalt, düster, dreckig und vereist. Eine matschig, glitschige Eiswüste, groß und anonym; eher abweisend als einladend. Nicht sehr futuristisch, eher sibirisch. Kaum einen Schritt konnte man machen, ohne dabei auszurutschen. Das „hochmoderne“ Verkehrssystem (in Berlin S-Bahn genannt) fiel ständig aus und ratterte ansonsten, als würde es dem Fünfjahresplan um 10 Jahre hinterher hinken.

Um mit der Zukunft Schritt zu halten, musste ich also zu Hause bleiben – im Warmen. Die Füße hochgelegt, einen SF-Schmöker in der Hand; oder im Netz surfend auf SF-Netzwerk.de oder SF-Fan.de. Die Zukunft fand überall statt, aber nicht in Berlin.

Das änderte sich am 24. April. Das Raumschiff Andymon kam, und mit ihm nicht nur die Zukunft, sondern auch der Sommer. Es war T-Shirt-Wetter, als ich die Startrampe hinaufschritt und die kalten, tristen Wintermonate hinter mir ließ. Ich war nicht der Einzige. Menschen, die ich sonst nur aus dem Internet kannte, unter obskuren Nicknames (meiner ist übrigens Pogopuschel), erschienen mir auf einmal in der dritten Dimension. Aber James Cameron hatte nichts damit zu tun, dass sich »SF-Freaks« wie ShockWaveRider oder Frank Böhmert in die Öffentlichkeit trauten. Nein, es war die Zukunft, die rief, und die will man möglichst mit Gleichgesinnten erleben.

Das Team um den SF-Club Andymon sorgte dafür, dass es in angenehmer und unvergleichlicher Atmosphäre geschah. Welcher Ort könnte besser für einen SF-Con sein, als Deutschlands größtes Planetarium. Die Räumlichkeiten waren unschlagbar und die großzügig bemessene Programmplanung sorgte dafür, dass man zwischen den Programmpunkten immer genügend Zeit hatte, zum Quatschen oder Bratwurstessen.

An dieser Stelle Herzlichen Glückwunsch zu 25 Jahren SF-Club Andymon, und auf die nächsten 25.

Das sind meine ersten schriftlichen Eindrücke von Berlin, nach meinem Umzug in die Hauptstadt 2009. Anlass war die Fanconvention Andycon 2010 im Zeiß-Planetarium. Hier geht es zum vollständigen Bericht.

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