Mad Translator at Work

Übersetzen ist eine Arbeit, die hohe Konzentration erfordert. Idealerweise führt man sie an einem Arbeitsplatz durch, der frei von Störungen, Lärmbelästigungen, Nacktprotesten und anderen Ablenkungen ist. Da ich mir kein Büro leisten kann, arbeite ich zu Hause. Weil ich als Student nicht sehr wählerisch sein kann, was meine Wohnung angeht, ist diese leider nicht ganz frei von obigen Ablenkungen. Leider handelt es sich dabei aber nicht um Nacktproteste, sondern um Lärmbelästigungen.

Da gibt es den Nachbarn unter mir, der seine Wohnung regelmäßig in eine türkische Disko verwandelt und die Wände zum Wackeln bringt. Es gibt die Autowerkstatt, die regelmäßig die Motoren aufheulen lässt oder Felgen unter lautem Getöse in Container knallt. Und nebenan liegt eine Lager/Fabrik?-Halle, die ständig undefinierbare Geräuschverschmutzungen von sich gibt, von denen man nicht einmal erahnen kann, worum es sich dabei handelt. Dazu wird auch noch kräftig auf Arabisch rumgebrüllt (oder sich entspannt unterhalten; soll sich in dieser Sprache ja beides sehr ähnlich anhören).

Als vom Lärm geplagter, fleißiger Übersetzer ist man dadurch zu drastischen Maßnahmen gezwungen. Zum Beispiel zum Abschneiden der Ohren (von den Lärmverschmutzungen der Umgebung).

Das sieht dann so aus:

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Da stimmt doch was nicht mit dem Satz?

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Die Verwirrung steigt.

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Was will mir der Autor damit nur sagen? Teufel des Weltalls! Wie soll ich das nur übersetzen?

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So, der Satz wird jetzt ohne Rücksicht auf Verluste, mit dem Bokken,  zerstückelt.

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Schon besser …

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Ja, so lässt es sich gut lesen.

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Und wieder einen Satz zerhäckselt, durchgewirbelt und in einer anderen Sprache zusammengesetzt.

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Den zufriedenen Gesichtsausdruck hat sich der Übersetzer redlich verdient.

5 Gedanken zu “Mad Translator at Work

  1. Ja, habe ich gesehen. Sehr schön. Die Idee zu meinen Bildern hatte ich gestern schon (wobei es eigentlich keine ganze Serie werden sollte). Da war es aber schon zu dunkel. Als ich dann heute deinen Blog gesehen habe, dachte ich nur: Mist! Da ist mir einer zuvorgekommen!

    Habe es dann aber trotzdem geposted, da mein Blog nach dem akademischen Text von gestern etwas Auflockerung brauchte.

  2. Ach, nix mit zuvorgekommen – das nehmen wir einfach mal als durch die Berliner Frühlingsluft schwirrendes Mem!

  3. Das sind ja Mörderkopfhörer! 😀

  4. Das sind Lärmschutzkophörer, die mein Vater früher auf Bausstellen benutzt hat. Die sind ziemlich gut.

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