Frohes Neues Jahr 2013 und ein Rückblick auf mein Lesejahr 2012

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern dieses Blogs eine Frohes Neues Jahr. Möge es für alle ein schönes, erfolgreiches und spannendes Jahr werden. Bei mir wird mit dem Ende des Studiums im Sommer auf jeden Fall eine Veränderung anstehen, deren Richtung bisher noch unbekannt ist. Ich bin gespannt, was das Jahr bringen wird, und was ich daraus machen werde.

Auf vielen Blogs bekommt man jetzt Jahresrückblicke und Bestenlisten zu lesen. Darauf werde ich verzichten. Von mir gibt es nur einen Überblick über eine Auswahl an Büchern, die ich 2012 gelesen haben. Nicht alle Bücher, sondern nur die, die mir am besten in Erinnerung geblieben sind, dazu einen kurzen Kommentar:

Die Hölle ist die Abwesenheit GottesTed Chiang. Eine Sammlung von grandiosen mehr oder weniger SFigen Kurzgeschichten. Chiang schreibt ca. eine Geschichte pro Jahr und räumt damit zu recht regelmäßig sämtliche Phantastikpreise ab.

Die Fahrt des LeviathansOliver Henkel. Eine Alternativweltgeschichte zur Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs, deren einzige Abweichung in der preußischen Kolonie Karolina liegt, die mit ihren zum Teil schwarzen Armeeoffizieren und Lehrerinnen! Zwischen die Fronten gerät. Detailliert, atmosphärisch und spannend.

Ich – Tochter eines YakuzasShoko Tendo. Bewegende und hochspannende Autobiografie einer Japanerin, die unter schwierigen Umständen aufwächst und ständig an die falschen Typen gerät, dabei aber trotzdem ihren Weg findet.

Bretonische VerhältnisseJean-Luc Bannalec. Atmosphärisch dichter, aber gemächlicher Kriminalroman mit viel bretonischem Lokalkolorit. Überzeugt weniger durch eine clevere Geschichte, als mehr durch seinen sympathischen Kommissar und die relativ unverbrauchte Region.

Das blutige LandRichard Schwartz. Wie mich eine meiner Lieblingsfantasyreihen vermutlich als Leser verlieren wird: http://www.fantasyguide.de/12731.0.html

Choral des TodesJean-Christophe Grangé. Frankreichs bester Thrillerautor mit einem spannenden Werk über die Folterzeit in Chile unter Pinochet und die Verstrickungen der französischen Regierung.

Das verborgene ReichSteve Barry. Rasanter Action-Agenten-Thriller á la Matthew Reilly und James Rollins, aber erstaunlich gut recherchiert.

Frankie MachineDon Winslow. Ein alternder Mafiakiller, der es auf die ehrliche Tour versuchen will, wird von seiner todbringenden Vergangenheit eingeholt. Arschcooles Porträt einer faszinierenden Person.

Zeit des ZornsDon Winslow. Zwei Grasflüsterer werden in einen Drogenkrieg verwickelt. Für einen Winslow doch etwas enttäuschend.

Die Legende von Christopher SimsJack McDevitt. Zeigt, wie man einen spannenden SF-Roman über den Krieg schreiben kann, ohne dass viel gekämpft wird, und man stattdessen viel in historischen Dokumenten wühlt.

VortexRobert Charles Wilson. Gelungener Abschluss der grandiosen Spin-Trilogie, auch wenn er nicht an den ersten Teil heranreicht.

Blasmusikpop oder wie die Wissenschaft in die Berge kamVea Kaiser. Wunderbar skurriles Porträt eines österreichischen Dorfes voller Bergbarbaren und deren Zusammenstoß mit der Zivilisation (vor allem in Form des F.C. St. Paulis).

Das fünfte ZeichenJo Nesbo. Wie immer ein erstklassig erzählter Krimi über den abgewrackten Ermittler Harry Hole und seinen letzten Kampf gegen seinen Erzfeind.

DodgerTerry Pratchett. Ein historischer Roman, der sich trotzdem sehr nach Scheibenwelt anfühlt. Wie immer witzig und geistreich vom Meister verfasst.

Wenn das Schlachten vorbei istT. C. Boyle über die Ambivalenz im Tier- und Umweltschutz, erzählt am Beispiel der Lebensgeschichte einiger beteiligter.

RevengeLincoln Child u. Douglas Preston. Die Pendergast-Reihe verkommt langsam zu einer Karikatur ihrer selbst, bleibt dabei aber zu meinem erstaunen spannend.

Cyberabad  – Ian McDonald. Der beste SF-Roman der letzten Jahre. Komplex, exotisch, ideenreich clever konstruiert und dabei sehr rasant und spannend.

TitanRobert Harris. Spannende Geschichtsstunde über das Konsulat Ciceros und die Machtergreifung Cäsars.

Nachtrag: Etwas Horror war in Form von Edward Lee auch dabei. Bighead war nicht ganz mein Fall. Aber Haus der bösen Lust, in dem es um einen Fernsehbierkritiker geht, der mit einem düsteren Geheimnis aus dem amerikanischen Bürgerkrieg konfrontiert wird, hat mir gut gefallen. Vor allem weil es sehr ruhig erzählt ist und auf das für Lee typische Gemetzel verzichtet.

Ein Gedanke zu “Frohes Neues Jahr 2013 und ein Rückblick auf mein Lesejahr 2012

  1. Dir auch ein frohes Neues, Markus!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s