„Jacks magische Bohnen“ – jetzt als E-Book erhältlich

Meine Übersetzung von Brian Keenes „Jacks magische Bohnen“ ist jetzt als E-Book erhältlich. Bei amazon kann man in das erste Kapitel reinlesen: http://www.amazon.de/Jacks-magische-Bohnen-ebook/dp/B00AGMC0BY/ref=sr_1_1?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1354887717&sr=1-1

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Hier die Verlagsinfo:

Es geschieht im Bruchteil einer Sekunde. In einem Moment sind die Kunden im Supermarkt noch ganz normal und friedlich, und im nächsten Augenblick verwandeln sie sich in blutrünstige Psychopathen, die nur noch alle möglichen Gräueltaten im Sinn haben! Einzig Jack, Sammi, Angie und Marcel scheinen immun zu sein gegen den Wahnsinn, der den Rest der Stadt infiziert hat. Aber können sie lange genug am Leben bleiben und einander lange genug trauen, um das Geheimnis von Jacks magischen Bohnen zu lüften?

Eine von Brian Keenes desolatesten und brutalsten Novellen als deutsche Erstausgabe. Mit vier Bonus-Kurzgeschichten vom Meister des modernen Extrem-Horrors, der längst in einem Atemzug mit Stephen King und Clive Barker genannt wird!

Und hier eine kleine Kostprobe:

»Wir sind der Kopfsalat. Wir wissen alles. So ist es immer gewesen und so wird es immer sein. Der Kopfsalat ist weise. Jetzt töte die alte Schachtel.«

Es war schwierig, mit Kopfsalat zu argumentieren. Wie sie gesagt haben – sie sind weise. Achselzuckend ließ Ben seine Schürze auf den Boden fallen, eilte durch den Laden und schlug die alte Frau zu Boden. Ihr Kopf krachte gegen das Linoleum. Es hörte sich sehr laut an. Das Geräusch ließ Ben lächeln. Er trat ihr von der Seite ins Gesicht. Die Zähne der alten Frau rutschten unter die Bananenauslage. Der Kopfsalat hatte recht. Es waren nicht ihre echten Zähne.

Und aus der Kurzgeschichte „This Is Not An Exit“

»Hast du jemals einen getötet?«

Er leckt sich über die Lippen, während er mich fragt, und ich kann anhand seiner Miene sagen, dass er es nicht wirklich wissen möchte. Sein Blick huscht in der Hotelbar hin und her, bevor er zu mir zurückkehrt. Egal was ich sage, meine Antwort wird von ihm kaum wahrgenommen werden. Die Frage ist nur Formsache. Er sehnt sich nach dem Akt des Geständnisses. Er hat getötet, und es frisst ihn auf. Es lastet auf ihm. Er muss es erzählen.

»Was?« Ich tue, als sei ich über die Frage schockiert.

Der junge Mann ist vielleicht ein- oder zweiundzwanzig. Ist immer noch dabei, seine Grenzen zu lernen, wenn es um Alkohol geht. Seine gelallten Worte sind kaum wahrnehmbar, aber die leeren Bierflaschen vor ihm verraten alles. Er lehnt sich näher zu mir, fällt beinahe vom Hocker.

»Hast du schon einmal jemanden getötet?«

Das ist der Gesprächseinstieg. Eine Gelegenheit sich zu erleichtern. Oder zu prahlen.

Ein Zugang.

Ich schließe Zugänge.

Und noch eine Kostprobe aus “ ‚Der King‘, in: Gelb“

Das Licht wurde gedimmt und tauchte sie in Dunkelheit. Das Publikum wurde ruhig, und statisches Rauschen explodierte aus den Lautsprechern. Dann begann eine unheimliche Art von Musik. Ein Licht erschien am Ende des Theaters. Die Darsteller traten, jeder von ihnen eine einzelne Kerze tragend, hinter dem Publikum ein. Die Truppe ging langsam den Mittelgang hinunter und sang, als sie die Bühne erreichten.

»Habt ihr das Gelbe Licht gesehen? Habt ihr das Gelbe Zeichen gefunden?«

Als sie vorbeizogen, musste Finley sich zwingen, dem Drang zu widerstehen, nach ihnen zu greifen, um sie zu berühren. Die Ähnlichkeit zu ihren Alter Ego war verblüffend. Die Schauspielerin, die Janis Joplin spielte (die die Königin spielte), war ein perfektes Duplikat, bis hin zur blau getönten Haut, die ihr Gesicht im Tod geziert haben musste. Ihr folgte Jim Morrison (ein aufgedunsener Aldones) und John Lennon (ein Thale mit frischen Blutspuren auf der Kleidung). Mama Cass, Jimi Henrix, Sid Vicious … die Prozession fuhr fort, bis zwei Dutzend Schauspieler die Bühne betreten hatten.

»Schau dir das an!« Kathryn deutete auf die  25 Cent großen Bluttropfen in der Spur des Schauspielers. »Schauerlich. Ich kann kaum erwarten, was sie mit Kurt Cobain gemacht haben …«

Finley schauderte. »Gute Spezialeffekte. So viel ist sicher.«

 

Die gedruckten Fassungen dürften in Kürze folgen.

3 Gedanken zu “„Jacks magische Bohnen“ – jetzt als E-Book erhältlich

  1. Keine Geschichten für mich. Aber das Cover finde ich immer noch genial. Auf den ersten Blick lecker, auf den zweiten eklig. Oder auch umgekehrt. Und dann wieder zurück. Wie diese alten Vexierbilder!

  2. Ja, die Geschichten sind ziemlich brutal und eklig. Da muss man schon drauf stehen.
    Das Cover von Mark Freier finde ich auch ganz toll. Deswegen zeige ich es auch gerne regelmäßig in meinem Blog.

  3. Pingback: Jacks magische Bohnen – Belegexemplare sind da « translate or die

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