Beruflicher Rückschlag

Wenn man versucht, sich in einer bestimmten Profession zu behaupten, dann kann es auch zu Rückschlägen kommen. Passend zum einjährigen Jubiläum dieses Bogs, habe ich heute einen solchen Rückschlag erhalten, der mich ein wenig daran zweifeln lässt, ob ich überhaupt zum Übersetzer tauge.

Und da ich hier ja einen ehrlichen Einblick in meinen Versuch des Berufseinstiegs vermitteln möchte, werde ich diesen Rückschlag nicht verschweigen. Auch wenn es in gewisser Hinsicht kontraproduktiv sein könnte. Schließlich soll dieser Blog ja in erster Linie Werbung für mich als Übersetzer sein. Da kommen negative Meldungen natürlich nicht so gut.

Ich werde auch keine Details verraten, nur soviel, dass es schon mal vorkommen kann, dass dem Verlag die Übersetzung, die man abgegeben hat, nicht gefällt. Das ist natürlich schlecht, da man von diesem Verlag vermutlich keine weiteren Aufträge bekommen wird.

Aber noch lasse ich mich davon nicht unterkriegen. Erstmal werde ich die Rückmeldung zu einer anderen Übersetzung von mir abwarten. Und natürlich werde ich dies vor allem als Motivation nehmen, meine Fähigkeiten zu hinterfragen und sie nach Möglichkeit auch zu verbessern.

4 Gedanken zu “Beruflicher Rückschlag

  1. Ruhig Blut. Mir wurde schon gesagt, ich hätte Hunderte Fehler in meine Arbeit gebaut – und später wurde ich von denselben Menschen erneut engagiert. Auch musste ich mich als „intellektuell nicht befähigt“ bezichtigen lassen, und wenn man manche Kritiken zu den jeweiligen eigenen Ergüssen liest, wird einem mitunter ebenfalls schlecht. Bloß nicht aufgeben, mein Freund.

  2. Reden. Klären. Kritik ruhig anhören. Verbessern.

    Ich bin mal in einem schwierigen Fall auf eigene Kosten zum Verlag gefahren und habe in einer rund achtstündigen Sitzung mit der Lektorin das Skript komplett durchgesprochen, damit wir doch noch zu einer für beide Seiten guten Fassung kommen. Danach habe ich noch mehrere Aufträge von dort bekommen.

    Und manchmal stimmt die Chemie dann nicht. Du übersetzt hü, der Lektor will lieber hott, und da wo du hott übersetzt hast, will er lieber hü. Da muss man sich dann voneinander trennen, selbst wenn es auf menschlicher Ebene gut gewesen sein kann.

    Jedenfalls kannst du aus dieser Erfahrung nur extrem Wichtiges lernen.

  3. Danke fürs Mut machen Andreas und Frank. Es wurde bisher nur die erste Seite der Übersetzung kritisiert. Und ja, ich halte die Kritik für gerechtfertigt. Bei der ersten Seite sollte man natürlich besonders darauf achten, dass sie einwandfrei ist. Das hatte ich versäumt. Dummer Fehler. Mal schauen wie die Rückmeldung zum Rest aussehen wird.

    Ich bin für ehrliche Rückmeldungen aus dem Lektorat immer dankbar. Bisher habe ich allerdings nur von einem Verlag überhaupt eine vollständige Rückmeldung erhalten. Von zweien stehen sie noch aus.

    Deshalb bin ich immer noch etwas verunsichert, was meine Fähigkeiten angeht. Aber ich werde den Kopf nicht in den Sand stecken. Ich habe noch zwei weitere Aufträge am Laufen und werde diese mit besonderer Sorgfalt nun angehen und auch nebenbei an der Verbesserung meiner Fähigkeiten arbeiten.

    Gruß Markus

  4. Überschlaf das, und dann biete zur Not an, dass du das Manuskript nach Maßgabe des lektorierten ersten Kapitels oder so noch mal selbst durcharbeitest. Damit nimmst du ihnen einige Arbeit ab, und sie bleiben dir vielleicht gewogen.

    Du musst halt jetzt geschickt kommunizieren und improvisieren. Ich wünsche dir ein gutes Händchen dabei – und natürlich die nötige Portion Glück!

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