Übersetzungshilfe: Chinese fire drill

Für meine aktuelle Übersetzung von „The Teratologist“ von Edward Lee und Wrath James White könnte ich mal etwas Hilfe gebrauchen.

Die beiden Journalisten, die einen seltsamen und geheimnisvollen Milliardär interviewen sollen, finden sich plötzlich in einer unerwarteten und seltsamen Situation wieder, die ihre gesamten Pläne über den Haufen wirft.

Der leicht cholerische Westmore meint daraufhin: „Weird? It’s a fuckin‘ Chinese fire drill. It’s FUCKED UP.”

Es geht um “Chinese fire drill”. Das ist eine (inzwischen als rassistisch angesehene) Redewendung für eine chaotische Situation. Mir will aber partout keine entsprechende deutsche Redewendung einfallen.

Mein erster Gedanke war: „Seltsam? Das sind verfickte Chaostage. Das ist total BESSCHISSEN.“ Aber das passt nicht wirklich und hört sich seltsam.

Das sind so Redewendungen, mit denen ich normalerweise zum Übersetzerstammtisch gehen würde, um mir Tipps zu holen, aber der nächste ist erst nach dem Abgabetermin. Deswegen versuche ich es mal über den Blog.

Kennt jemand eine entsprechende deutsche Redewendung für solche chaotischen Situationen?

7 Gedanken zu “Übersetzungshilfe: Chinese fire drill

  1. Schwierig. Gegenfrage: Brauchst du was politisch nicht Korrektes?

    Übrigens gehören Sätze 2 und 3 zusammen: „as fucked up as a chinese fire drill“. Du kannst dann im Deutschen also von beiden Sätzen weggehen!

  2. Politisch inkorrekt muss es nicht sein. Ich denke, das spielt in der Szene keine große Rolle. Sollte nur eine Redewendung für eine solche Situation sein.
    Hier noch mehr zum Kontext:
    Die beiden Journalisten dachten, sie sollten nur einen Nachmitttag bei dem Milliardär zum Interview bleiben, und erfahren nun von ihm, dass sie eine Woche bleiben sollen. Dazu kamen etwas seltsame Vorkommnisse kurz zuvor und einige sehr schräge, leicht verrückt wirkende Äußerungen des reichen Gastgebers. Es wurde über ihren Köpfen zwischen dem Milliardär und der Redaktion entschieden, dass sie bleiben sollen.

  3. Ach ja,über Facebook kam der Vorschlag: „ein verdammtes Tohuwabohu“.

  4. „Schräg? Das ist das reinste Irrenhaus hier! Total gaga!“

  5. OK wenn Du Chaos nicht willst, kannst Du vielleicht auch Wirrwarr benutzen, Hin- und her, auf die Entscheidung bezogen. Sonst kann man auch für chaostage sagen, „in der engsbachstr. wohnen“, das dürften aber nur insider verstehen, mein König

  6. Danke für den Input. Das mit dem Irrenhaus gefällt mir. Das passt auch zur Handlung und dem mehr als verrückten Haus, in dem die Geschichte spielt.
    So was wie Chaostage kann man da nicht nehmen, da es zwar die deutschen Leser verstehen würde, es aber genaus so deplatziert wirken würde, wie ein Witz über Klaus-Jürgen Wussow bei Al Bundy.

  7. Deutsch und aus den gleichen Gründen veraltet wäre: „Schräg? Das ist beschissenes Hottentottentheater. Völlig DURCH!“

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