Mein Leben als Literaturübersetzer – ein kleines Zwischenfazit

Am Dienstag habe ich meine vierte Übersetzung beim dritten Verlag abgegeben. Das habe ich zum Anlass genommen, den Untertitel meines Blogs von „Mein Weg zum Literaturübersetzer“ in „Mein Leben als Literaturübersetzer“ zu ändern.

Ich kann zwar immer noch nicht von der Arbeit leben, sehe mich aber inzwischen auf einem guten Weg dorthin. Ich bin jetzt seit einem Jahr nicht mehr auftragslos gewesen und bis Ende Oktober noch ausgelastet. Ein Buch („Eingesperrt“ von Brian Keene) ist Ende letzten Jahres erschienen und zwei („Jacks magische Bohnen“ und „Captain Future – Erde in Gefahr“) werden dieses Jahr noch erscheinen und ein weiteres (immer noch geheim) liegt beim Festa Verlag in der Pipeline. Für den mache ich auch meine aktuelle Übersetzung, die aber auch noch geheim ist (mehr dazu, wenn der Verlag die Bücher angekündigt hat).

Ich bin also inzwischen rund um die Uhr mit Übersetzungen beschäftigt und erlaube mir deshalb, mich jetzt Literaturübersetzer zu schimpfen (deshalb die Titeländerung). Werde mich demnächst auch mal um eine Visitenkarte kümmern.

Nachdem der Blog hier jetzt seit 10 Monaten läuft, nutze ich diesem Eintrag für ein kleines Zwischenfazit: Die Auftragslage habe ich ja schon oben beschrieben. Was aber viel wichtiger ist, mir macht die Arbeit immer noch eine Menge Spaß. Das ist wirklich die ideale Arbeit für mich. Ich sehe mich immer noch als Anfänger und habe noch eine Menge zu lernen (vermutlich lernt man nie aus), sehe aber durchaus schon Fortschritte seit meiner ersten Übersetzung.

Die nächsten Monate werden wohl zeigen, wie es beruflich weiter gehen wird. Denn mein Studium endet nächstes Jahr und bis dahin muss ich absehbar schauen, ob ich vom Übersetzen wirklich leben kann. Was heißt, dass sich die Auftragslage und die Bezahlung noch deutlich steigern müssen. Bisher war ich durch mein Studium auch noch zeitlich etwas eingeschränkt, das sollte sich aber mit der Abgabe meiner letzten Hausarbeit Ende September erledigt haben.

Dieser Blog hat sich auch gelohnt, da z. B. der Kontakt zum Golkonda Verlag (Captain Future) dadurch zustande kam. Die Besucherzahlen halten sich noch in Grenzen, sind aber hoch genug, dass ich motiviert weiter bloggen werden. Bisher gab es 3.963 Besuche insgesamt, was so ca. 400 Besuche pro Monat sind.

Die Kommentare sind noch verschwindend gering, wobei ich mir hier nicht sicher bin, ob die Blogsoftware den einen oder anderen Kommentar verhindert. Falls jemand mal vergeblich versucht hat, einen Kommentar zu veröffentlichen, möge er mir dies bitte per E-Mail oder Facebook mitteilen.

Ich bin eigentlich kein sehr öffentlicher Mensch und auch nicht sehr mitteilsam, aber es macht doch Spaß über die Arbeit und einiges andere hier zu schreiben. Außerdem gibt es viel zu wenig Blogs und andere Seiten über die Arbeit von Literaturübersetzern, und auch noch viel zu viel Unkenntnis auf Leserseite, darüber, wie die Arbeit tatsächlich aussieht. Ich hoffe, in Zukunft, wenn ich noch etwas erfahrener auf dem Gebiet sein werde, einen noch besseren Einblick in den Prozess der Übersetzung liefern zu können. Bisher ist das alles ja noch sehr oberflächlich und unstrukturiert.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s