Wie ich Literaturübersetzer werde oder grandios scheitere

In diesem Blog werde ich in Zukunft regelmäßig von meinem Versuch berichten, professioneller Literaturübersetzer zu werden.
Ich lese (seit ich lesen kann) leidenschaftlich gerne Bücher – vor allem Belletristik. Wie der Amerikaner Stephen King es aber geschafft hat, seine Werke auch auf Deutsch zu verfassen, war mir lange Zeit ein Rätsel. Bis ich die wundervolle Entdeckung machte, dass es da tatsächlich jemanden gibt, der sich die Mühe macht, den englischen Text ins Deutsche zu übertragen – und dafür auch noch bezahlt wird.
Und schon war ein neuer Berufswunsch geboren (genau genommen dauerte es dann noch ca. 15 Jahre bis zu dem frommen Wunsch). Was die können, kann ich doch auch. Na ja, wir werden sehen.
Als ich meinen Berufswunsch vor etwas mehr als einem Jahr gegenüber dem Übersetzer Frank Böhmert äußerte, machte der prompt einen Blogeintrag daraus: http://frankboehmert.blogspot.com/2009/06/literaturubersetzer-werden-aber-wie.html?showComment=1315922369167#c9110012674715272784

Ich nahm seine Herausforderung an und begab mich an die ersten Übersetzungsversuche. Die unvermeidlichen Folgen meines Treibens teilte ich der Welt in den Kommentaren in Franks Blog mit.
Seit dem ist viel Zeit vergangen, ich war bei Übersetzerstammtischen, habe eine erste Novelle für einen Verlag übersetzt, eine Kurzgeschichte für ein Phantastikmagazin und arbeite jetzt an einer Kurzgeschichtensammlung. Alles aber noch im semi-professionellen Bereich (also in dem Bereich, in dem man dafür noch keine ordentliche Bezahlung bekommt).
Über all dies werde ich hier noch ausführlich berichte, sowie meine weiteren Fortschritte bzw. Rückschläge dokumentieren.

P.S. Das ist mein erster Blog überhaupt. Ich werde mich also erst noch mit der Technik anfreunden müssen, bevor das hier etwas professioneller aussehen wird.

5 Gedanken zu “Wie ich Literaturübersetzer werde oder grandios scheitere

  1. Gut so! Hau rein!

    (Untertitel: Es wird übrigens kein Entweder und auch kein Oder werden, sondern wie immer im Leben irgendwas dazwischen.)

  2. (Ähm, ich meinte natürlich den TITEL.)

  3. Das ist natürlich etwas überdramatisiert und soll zeigen, dass ich, nachdem ich die Sache bis heute eher etwas halbherzig verfolgt habe, endlich richtig aktiv werde. Bis jetzt hatte ich darauf gewartet, zu meinen bisher eingereichten Texten ein hilfreiches Feedback zu bekommen, damit ich einschätzen kann, ob diese Texte auch brauchbar sind, um sie bei großen Verlagen als Leseprobe einzureichen. Mehr als ein, »ist in Ordnung« oder »ist gut«, »ist toll« habe ich aber noch nicht bekommen. Wenn ich darauf warte, wird es nie etwas.
    Deshalb wird jetzt mein nächster Schritt sein, mir qualifizierte Meinungen von Leuten vom Fach zu Leseproben von mir einzuholen. Das ist mir etwas unangenehm, vor allem bei Leuten, die ich nicht so gut kenne, aber ich muss was tun. Ich will auch keine unbrauchbaren Leseproben einschicken, und mir damit alle Chance verbauen. Sollte ich aber keine Rückmeldung bekommen, muss ich auf mein Sprachgefühl vertrauen und es doch tun.
    Ich werde jetzt zusehen, dass ich die Akquise zügig vorantreibe, ohne dabei überhastet schlampiges Material zu verwenden.

    P.S. Meine Übersetzungen sind übrigens nicht so umständlich formuliert wie dieser Kommentar. Den Beweis dafür werde ich demnächst anhand von Textproben erbringen. 🙂

  4. Zur Not trösten wir Dich dann!

  5. Pingback: translate or die | Translate or Die? Literaturübersetzer werden?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s